Youtube schreibt rote Zahlen
Im Verlauf diesen Jahres warten neue Verluste in Höhe von 471 Millionen US Dollar auf Googles Filmportal Youtube. Dagegen rechnen die Experten mit nur mickrigen 240 Millionen Dollar Umsatz. Das macht ein Minus von 231 Millionen Dollar, die YouTube jetzt gezwungener Maßen einnehmen muss, da diese Politik sonst langfristig das Ende des Videoportals bedeuten würde.
Aber wo liegen eigentlich YouTubes "Schwachstellen"?
- Zunächst muss einem klar werden, dass alle medialen Inhalte (also alle Musikclips, Videos und Diashows), irgendwo zwischengespeichert werden müssen. Hierfür stehen YouTube mehrere tausend Server zur Verfügung, die gewartet und mit Strom versorgt werden wollen. Mit zunehmendem Speicherbedarf werden neue Server benötigt, deren Anschaffung, Unterbringung und Wartung den Geldbeutel stark belasten.
- Der stetig steigende Strompreis macht dem Konzern zu schaffen.
- Den Großteil der anfallenden Kosten macht aber der Traffic (der Austausch von Dateien zwischen Server und Internet) aus: 360 Millionen Dollar
Und das alles nur, weil viele Internetnutzer ihr Video mit anderen teilen oder vor ihrer gähnenden Langeweile entfliehen möchten. Eine weitere denkbare Schwachstelle in YouTubes Geschäftsmodell ist die Option, Videos via YouTube in der eigenen Seite einbinden zu können. Nach bisherigem Stand haben wohl eher Dritte davon profitiert, YouTube selber musste die anfallenden Kosten abfangen.
Schließlich kommen jetzt noch die steigenden Lizenzpreise pro abgespielten Musikclip hinzu, die an die Verwertungsgesellschaften entrichtet werden müssen.
Als einzigen Ausweg sieht YouTube nur noch die Einblendung der sog. "Zwangswerbung" zu Beginn und am Ende eines jeden Clips. Diese beläuft sich auf jeweils 30 Sekunden und so dauert ein ehemaliger 30-Sekunden-Clip schnell mal eine Minute....
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