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23Mai/090

10.000 GByte auf einer DVD?

CDs, DVD, Double-Layer DVDs, HD-DVDs und Blu-rays können die enorme Informationsflut nicht mehr bändigen, also forschen Wissenschaftler bereits an neuen Speichermedien mit noch größeren Speicherkapazitäten. Vor einiger Zeit hatte ich euch einen kleinen Einblick in die Technik der Holo-Disc gegeben, die schon 500 GByte Informationen, also umgerechnet ca. 100 Filme in DVD-Qualität, speichern kann. Im Vergleich zur neuesten Entwicklung ist die Technologie veraltet. Sagenhafte 10.000 GByte Kapazität soll eine Nano-Goldpartikel-DVD maximal fassen können - das 20-fache von der Holo-Disc.

Möglich macht das die besondere Struktur des verwendeten Materials, dass eine Speicherung in fünf Dimensionen erlaubt - die traditionellen Discs verfügen "nur" über drei. Die beiden neuen Dimensionen sind für neue Bereiche zuständig: für die Farbe und die Polarisation. Das besondere an der Polarisation ist, das man jetzt sogar mehrere Bits an ein und derselben Stelle lagern kann, ohne dass es zu einer Überschneidung kommt, d.h. Daten werden z.B. bei 90° und bei 180° geschrieben.

In fünf bis zehn Jahren soll die Technologie marktreif sein, ob sie sich aber durchsetzen kann, steht in den Sternen. Denn schon die aktuellsten Speichermedien (Blu-ray und HD-DVD) hatten einen schlechten Einstieg in den Markt gefunden. Zunächst lieferten sich die Hersteller der beiden konkurrierenden Formate eine Schlammschlacht, anschließend setzte sich das Blu-ray-Format durch, doch es gelang den Herstellern trotzdem kann massenhafter Absatz. Und so dümpelt die hoch gelobte Blu-Ray in den Regalen vieler Elektronikfachhändler herum.

Bild und Informationen [via]

23Apr/090

Der Wunderstoff

Heise Online betitelt seinen Bericht über die kürzlich entwickelten Bänder aus Kohlenstoffnanoröhrchen so:

Dehnbar wie Gummi und stärker als Stahl

Und genau diese Eigenschaften bringt der neue Meilenstein in der Forschung mit sich. Ray Baughman, Direktor des Nanotech-Instituts der University of Texas, hat dieses Material erfunden. Es "stärker als Stahl, dehnbar wie Gummi, leicht wie Luft" und nur 11 Nanometern dick. Und das Besondere: es lässt sich in der "Breite um das Dreifache dehnen", der Länge nach ist es aber "zugfester als Mylar". In einigen Test trotze es Temperaturen zwischen minus 190 und über 1600 Grad Celsius - in diesem Temperaturbereich ist der Stoff so widerstandsfähig wie kein anderer. Hinzu kommt das äußerst geringe Gewicht, die Transparenz, Flexibilität und Leitfähigkeit des Materials. Inwieweit dieses Material bald seinen Einzug in die (Computer-) Technologie feiern darf, kann jetzt noch nicht gesagt werden.

Als Baustoff für Prothesen ist es allerdings gut geeignet. Die Fachzeitschrift Technology Review berichtet, dass dieses Material auf elektrische (Stromstöße) und chemische Signale reagiere und seine Größe dementsprechend verändere.

... einige dehnen sich um bis zu ein Prozent aus und üben dabei über den gleichen Bereich 100 Mal mehr Kraft aus als natürliche menschliche Muskeln

Erstaunlich viel Kraft steckt in diesem Wundermaterial, das sich bald eventuell zum Ersatz menschlicher Muskulatur eignen wird. Der Einsatzzweck ist aber von der benötigten Stromaufnahme des Materials abhängig: muss nur ein kleiner Strom (weniger als 1Ampere) für die Dehnarbeit aufgebracht werden, wäre eine technische Problemlösung schon in absehbarer Zeit realisierbar. ;)

Wo könntet ihr euch den Einsatz des neuen Wundermaterials vorstellen? Wärt ihr für oder eher gegen eine Verwendung im menschlichen Körper?

[via]

13Dez/080

Die Bedeutung von Hormonen

Türkische und britische Forscher haben in dem Wissenschaftsmagazin "Nature Genetics" ihre Forschungsergebnisse über die Rolle und Funktion der Hormone beim Wachstum veröffentlicht. Der Botenstoff Neurokinin B leitet die Pubertät ein. Er sorgt dafür, dass eine Reihe weiterer Hormone hergestellt und ausgeschüttet werden, die das Wachstum bis hin zur Geschlechtsreife anfeuern.

Als Versuchskandidaten wurden vier Familien herangezogen, dessen Nachwuchs nicht in die Pubertät gekommen ist. Die Pubertät erkennt man vor allem an der Freisetzung der geschlechtsspezifischen Sexualhormone, die bei der Frau die Ausbildung der Eierstöcke, Brüste etc. und schließlich den Beginn des Menstruationszykluses bewirkt. Beim Mann hingegen bilden sich die Hoden und das Sperma aus. Aus den Tests ergab sich, dass bei diesen betroffenen "Untersuchungsobjekten" entweder ein Gen zur Bildung oder zur Andockstelle des Botenstoffes Neurokinin B fehlerhaft bzw. nicht vorhanden waren.

Neurokinin B werde vor allem in Nervenzellen des sogenannten Hypothalamus gebildet, berichten die Wissenschaftler. Und zwar in der Nähe von genau denjenigen Nervenzellen, die für die Ausschüttung der Sexualhormone aus der Hirnanhangsdrüse sorgen. Der Botenstoff sei damit einer der zentralen Regulatoren für die Auslösung der Geschlechtsreife. (Spiegel Online)

Quelle

30Nov/080

9,48 Sekunden – nicht mehr schlagbar?

Usain Bolt, U.B., der jamaikanische Sprinter lief - besser: hüpfte - bei den Olympischen Spielen in Peking diesen Jahres einen neuen Rekord. Forscher machen sich seit Jahren schon Gedanken darüber, ob und vor allem wo die Grenze der Sprinter liegen mag.

Mark Denny von der von der Stanford University hat neben den Entwicklungen menschlicher Bestzeiten, auch die der Pferde unter die Lupe genommen. Erstaunlich war das Ergebnis, dass sich die Bestzeiten bei den Pferden im klassischen Kentucky-Derby im Galopprennen bereits seit 1949 nicht mehr spürbar verbessert haben. Auch bei großen Hunderennen werden kaum noch super Bestzeiten erreicht. Die Prognose sagt eine Leistungsverbesserung von 0,29 bis 0,92 Prozent gegenüber aktuellen Bestmarken aus.

Bei Menschen hingegen ist eine Verbesserung um bis zu einen Prozentpunkt durchaus realistisch. Die Männer können sich auf 9,48 bzw. 9,29 Sekunden verbessern. Weibliche Sprinterinnen könnten 10,19 Sekunden statt bisher 10,49 Sekunden erreichen.

Ein ähnliches Resultat ergab sich bei Marathonläufern: um bis zu 4 Minuten könnten sich die Spitzensportler im Idealfall verbessern.

Quelle

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