Twitter ändert seine AGBs
Jetzt endlich, nach knapp zwei Jahren Betrieb, gibt der Microblogging-Dienst Twitter den Startschuss für das Schalten von Anzeigen. Das ist der erste eindeutige Versuch des Branchenprimus, auf eigenen Beinen stehen zu wollen. Zuvor hatte sich der Online-Dienst nur durch Millionen US-Dollar schweres Kapital der Investoren über Wasser halten können. Mit diesem Vorhaben geht auch eine Änderung der Nutzungsbedingungen einher.

YouTube wird zum TV-Sender
Googles Videoplattform YouTube hat einen Vertrag mit dem Medienhaus TimeWarner abgeschlossen, wonach YouTube Inhalte aus dem Medienkonzern auf seiner Internetplattform ausstrahlen darf. Beide versprechen sich dadurch eine höhere Anzahl an Werbepartnern, die ihre Anzeigen auf YouTube schalten möchten - die Werbeeinnahmen sollen künftig gleichermaßen auf YouTube und TimeWarner aufgeteilt werden. Bis jetzt hat die Vielseitigkeit an Ton-/Bildqualität und Inhalt der selbst gedrehten Videos viele Investoren abgeschreckt. Dies soll sich dank der professionellen Inhalte, die zuvor auf den TV-Sendern der amerikanischen Mediengruppe, u.a. CNN und Cartoon Network, ausgestrahlt werden, ändern. Darüberhinaus geht YouTube möglichen Lizenzstreitigkeiten, die in der Vergangenheit nicht selten waren, so geschickt aus dem Wege. Ob sich dieser Vertrag auch für nicht-englischsprachige Nationen als Vorteil erweisen wird, bleibt indes abzuwarten.

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YouTube setzt auf neue Werbeformen
Des PC-Nutzers liebster Zeitvertreib sind neben den Computerspielen die Videoplattformen. YouTube, MyVideo, Clipfish oder wie sie auch heißen mögen, sind absolut im Trend. Viele Millionen weniger gelungene und teilweise auch meisterhafte Videos schlummern auf den riesigen Serverfarmen des Suchmaschinenriesen Google. Seitdem Google YouTube vor drei Jahren für knapp 1,65 Milliarden Dollar gekauft hatte, wurde kaum Geld in die Kassen gespült. Das soll sich jetzt endgültig ändern.
Google testet momentan zwei Typen von Werbeeinblendungen. So kann der Nutzer entscheiden, ob er sich einen größeren Werbeblock vor einem professionell erstellten Video anschaut, oder nach und nach mit kleinen Häppchen gefüttert wird. Dieser Test wird in Kooperation mit einigen Testpartnern (z.B. Mediaagentur Pilot, Molkerei Alois Müller, mobile.de....) durchgeführt, die für die Pre-Roll-Werbung verantwortlich sind.
Nachteil dieser "revolutionären" Werbeidee ist die Tatsache, dass man sie nicht einfach durch Werbeblocker (Adblock Plus) ausblenden kann, da die Werbung ein Bestandteil der Clips ist.
Facebook – Partner dubioser Geschäfte?
In letzter Zeit konfrontieren die Medien einen immer öfter mit Schlagzeilen über das weltweit größte soziale Netzwerk. Neulich gab es endlich mal wieder eine positive Neuigkeit: 200 Millionen Nutzer tummeln sich auf der sozialen Plattform. Doch immer öfter stellt sich mir die Frage: Warum ist Facebook eigentlich ein asoziales Netzwerk, wenn der User nur wenig davon mitbekommt?
Berichtet wurde in den vergangenen Wochen über Facebooks gescheiterten Coup mit der klammheimlichen AGB-Änderung, den schnellen Rückzug aus der AGB-Affäre und die vorgeheuchelte Kompromissbereitschaft, die funktionelle und optische Annäherung an den Microblogging-Dienst Twitter und das Problem mit der "braunen Soße".
Genützt haben die öffentlichen Diskussionen und Debatten anscheinend nicht. Denn Mark Zuckerberg zieht weiterhin, auf dem Weg zu einem lukrativen und rentablen Geschäftsmodell, sein Ding kompromisslos durch. Vor einer Zusammenarbeit mit dubiosen Geschäftspartnern schreckt Facebook auch nicht mehr zurück.
Aktuell im Trend ist der IQ Tester von Bobmobile. Dieser macht durch auffallende Anzeigemotive auf sich aufmerksam: "Bist du klug? Finde heraus, wie schlau du bist." Absolviert man nun den gesamten IQ-Test - es ist irrelevant, ob man die richtigen Antworten gibt oder einfach auf "Weiter" klickt - erscheint am Ende die Nachricht: "Super, hol dir jetzt dein Ergebnis auf dein Handy!" Spätestens an dieser Stelle sollte man immer skeptisch werden bzw. auf gar keinen Fall seine Handynummer eintragen. Denn sonst wirds richtig teuer: "Das visionclubgamez Abo kostet 2,99€/Spiel (max. 8,97/Woche inkl. 19% MwSt)". Reine Abzocke und das schlimmste: der IQ-Test funktioniert noch nicht mal! Also Finger weg
Dass dieses Verfahren in meinen Augen juristisch nicht lückenlos ist, zeigt schon die Möglichkeit, dass man auch einfach eine andere Handynummer eintragen könnte. Das soll jetzt kein Aufruf sein! Bitte macht sowas nicht.
In etlichen Foren und Communities haben sich Opfer dieser Abofalle zu Wort gemeldet:
WARNUNG!-Ich habe den IQ-Test von Bobmobile nicht bestanden ...
oder
Bobmobile - Abo ohne Einwilligung
oder
Ich bin auch über den IQ-Test auf Facebook Bobmobile in die Falle gegangen.
Und das alleine sollte für Facebook, als soziales Netzwerk, schon Grund genug sein, den Vertrag mit dem dubiosen Werbepartner Bobmobile zu kündigen. Eines sollte jeder Online-Dienst berücksichtigen: verärgerte Nutzer sind meist gefährlicher als ein ehemaliger Werbepartner.


Spam – der Klimakiller
Spam Mails - zumeist unerwünschte, kommerzielle Nachrichten, die auf dem elektronischen Wege die Nachrichtenkonten und -accounts der unschuldigen Internetnutzer zumüllen. Doch was sind Spam Mails genau? Was haben sie für Auswirkungen auf das Surfverhalten des Internetnutzers? Inwieweit tragen sie zur Vernichtung der Umwelt (Klimakiller) bei?
Fangen wir mal ganz von vorne an: Wikipedia weißt auf die Suchanfrage Spam folgendes zu antworten:
Als Spam [spæm] oder Junk (englisch für: „Abfall“ oder „Plunder“) werden unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und häufig werbenden Inhalt haben.
Soweit waren wir ja auch schon. Doch was hat der Spamversand für Auswirkungen?
Spam verursacht im System der weltweiten Kommunikation erheblichen Schaden. Dieser ist vor allem auf die zusätzliche Datenmenge und den Aufwand der damit verbundenen überflüssigen Bearbeitung zurückzuführen.
- Das Aussortieren und Lesen von Spam kostet Arbeitszeit.
- Spamfilter müssen beschafft und gewartet werden.
- Da Unternehmen und Internetdienstanbieter ihre Leitungen typischerweise nicht nach Zeit, sondern nach übertragener Datenmenge abrechnen, entstehen Kosten für jedes Byte Spam, das übertragen wird.
- Die Bearbeitung der Mails kann zu einem Ausfall oder zu einer Verlangsamung des erwünschten Mailverkehrs führen. Die Kompensation der Belastung erzeugt wiederum Kosten für neue leistungsfähigere Hardware.[4]
- Bei Fax-Spam entstehen Kosten durch den Verbrauch von Papier und Tinte beziehungsweise Toner.
Durch Spam entsteht allein in den Vereinigten Staaten pro Jahr ein Schaden von 22 Milliarden US-Dollar.[5]
Diese Details überraschen mich. Ich hätte nie gedacht, dass Spam einen so großen wirtschaftlichen Schaden anrichten kann. Zwar bin ich auch Opfer sogenannter Massennachrichten, doch ich habe gelernt damit umzugehen.
- Der Spamfilter meines kostenlosen GMX-Accounts hat sowohl viele richtige als auch vermeintliche Spamnachrichten vorsorglich im Spamordner platziert. Folglich konnte ich nicht alle Nachrichten mit meinem Mail-Client Mozilla Thunderbird herunterladen und ansehen. Also habe ich ihn deaktiviert und
- Spamhilator, einen softwarebasierten Spamfilter mit Lernfunktion heruntergeladen und installiert. Nach kurzer Einrichtung lief dié kostenlose Software einwandfrei.
- Die Software lädt alle Nachrichten auf den PC herunter und speichert vermeintliche Spmanachrichten erst einmal im eigenen Papierkorb. Dort kann man sie wiederherstellen oder in die ewigen Jagdgründe schicken.
- Als weitere Option gibt es den "Trainingsbereich", in dem man dem Programm beibringen kann, welche Art von Email zu den Spamnachrichten gezählt werden kann und welche nicht
- und das beste: der Zeitaufwand für das Löschen der unerwünschten Nachrichten dauert nur wenige Sekunden
Eine Studie von ICF International gibt aber noch detaillierte Informationen der Spammails als Klimakiller:
- der Strombedarf aller Spammails beträgt jährlich 33 Milliarden Kilowattstunden - das entspricht dem Strombedarf von ca. 2,4 Millionen Haushalten!
- 2008 wurden 62 Billionen Spammails verschickt
- alle Spammails zusammen sind für soviel Treibhausgasemission verantwortlich, wie 3,1 Millionen Autos im Jahr produzieren
- "80 Prozent des Energieverbrauchs entstehen beim Sichten und Löschen der Spam-Mails"
- 16 Prozent fürs Filtern
Das und weitere Informationen auf heise online!

Kauft Google Twitter?
Ob Google mit den Chefs von Twitter nun wirklich in den Verhandlungen über eine mögliche Übernahme steckt, ist nicht eindeutig. Einige unabhängige Quellen bestätigen dies, andere wollen nur von einem Gemeinschaftsprojekt beider "Konkurrenten" wissen. Profitieren könnte Googles Suchmaschine von einer erweiterten Twitter-Suchfunktion auf alle Fälle. Vor allem wenn es um die Aktualität und Aktivität der fleißigen Twitterer geht, würde dies einen erheblichen Aufwertung des Suchdienstes bedeuten. Zudem stünde Google ein Heer neuer, ehrenamtlicher und motivierter Twitterer zur Verfügung, die all die Blogs, Beiträge, Links, Medien und Themen, die ihr Interesse geweckt haben, kurz und inhaltlich treffend mit anderen Nutzern teilen. Womöglich führt sogar noch ein Link auf eine Internetseite, auf der ein interessantes Thema fein und sorgfältig analysiert wurde und zur Diskussion freigegeben ist. Einfacher kann man als Unternehmen nicht an Textmaterial gelangen - und das für lau.
Das ist der Echtzeit-Trick bei Twitter: Die Nutzer haben das Gefühl, nahezu live zu verfolgen, was um sie herum im Web passiert.
Spiegel Online hat das Erfolgsrezept von Twitter richtig analysiert. Heute wollen die meisten Internetnutzer immer auf dem aktuellsten Stand sein, sie wollen förmlich mit dabei sein, wenn sich irgendetwas in der großen weiten Welt ereignet - egal wo. Und weil die Zeichenanzahl bei Twitter-Nachrichten stark limitiert ist, sind auch schnell passende Updates zu einem brisanten Thema angefertigt.
Abstrakte und unpräzise Suchanfragen sind bei Google fehl am Platz. Hier kommen Twitter und mittlerweile auch Facebook, das zu meinem Leidwesen jetzt auch Twitter imitieren will, ins Spiel. In Echtzeit schreiben Freunde und Bekannte, was sie gerade machen, sie angeschaut, gekauft und interessant gefunden haben. Aus diesem Themenpool kann sich dann eine präzisere Frage herauskristallisieren, die dann entweder über die eingespeisten Links oder aber auch über Google beantwortet werden können.
Diese Antworten kann derzeit kein Suchmaschinen-Algorithmus zufriedenstellend beantworten. Auch Google nicht.
Und schließlich eröffnen sich für Google, im Falle einer erfolgreichen Übernahme, neue Werbemöglichkeiten. Der durch Parasiten-Werbeschaltung groß gewordene Konzern sucht gierig neue Geschäftsmodelle und -formen, um immer mehr Werbung an den Mann zu bringen.
Wenn es zu einer Einigung zwischen den Betreibern von Google und Twitter kommt, werde ich darüber natürlich berichten.

The Million Dollar Homepage
Per Zufall bin ich soeben auf die Seite gestoßen und habe mir gedacht: "Es ist zwar eine sehr einfache, aber erfolgreiche Geschäftsidee!" Der liebe Betreiber dieser Homepage hat für jeden Pixel 1 US-$ kassiert und die vorhandenen 1 Millionen Pixel gänzlich vertickt. Das Minimum für den Erwerb waren mindestens 100 Pixel - leicht verdientes Geld.
Twitter kassiert Millionen
250 Millionen Dollar erhielt der Microbloggingdienst Twitter von bisher unbekannten Finanzspritzen. Bekannt ist der Dienst vor allem durch seine enorme Geschwindigkeit bei der Verbreitung und Veröffentlichung von Kurznachrichten, die ihn zu einem interessanten Medium machen. Ein Beispiel wäre z.B. das Unglück am Hudson River, über das nach nur wenigen Minuten bei Twitter informiert wurde.
Wie sich die Investoren allerdings die Refinanzierung ihrer Ausgaben vorstellen ist unbekannt. Twitter kann nämlich nicht mit einem erfolgreichen Vermarktungssystem, wie z.B. Google über eines verfügt, glänzen. Am wahrscheinlichsten ist das "Targeted Advertising", bei der die Daten der User genutzt wird, um angepasste Werbung einzublenden.
Wenn dies wirklich der Fall ist, werde ich meine Daten abändern und auf ein Minimum reduzieren. Mit meinen Daten wird nicht gehandelt!.... Oder doch?