Chatroulette Map – Lokalisierung fremder Chatter
Gestern Abend bin ich bei Matthias auf diesen Beitrag gestoßen. Auch wenn er der Meinung ist, dass der Dienst Chatroulette mehr oder weniger jedem internetaktivem Nutzer ein Begriff sein sollte, so muss ich leider passen. Ich bin zwar (leidenschaftlich) viel im Internet unterwegs, aber zu so kuriosen Angeboten hat es mich noch nicht getrieben.
Hinrichtung Live
Ein ähnlicher Fall wie der im November letzten Jahres hat sich nun auch in Polen zugetragen: damals hatte ein 19-jähriger Mann seinen Selbstmord live ins Internet gestreamt, wurde dabei noch von einigen Zuschauern zu der Tat angestachelt und später tot von der Polizei aufgefunden.
Vergangenen Sonntagabend erhängte sich ein 27-jähriger Mann vor laufender Webcam und dutzenden Zuschauern. Am Abend zuvor hatte er noch mit seinen Freunden seinen 27. Geburtstag gefeiert und eine besondere "Überraschung" angegkündigt.Tags darauf alarmierte ein anderer Internetbenutzer, der den Selbstmord per Liveübertragung mitbekommen hatte, die Polizei. Allerdings konnte dem Mann nicht mehr geholfen werden.
Freunde, die auf der Geburtstagsfeier zugegen waren, berichteten der Staatsanwaltschaft, der Mann habe sehr deprimiert gewirkt.
Ich habe das Gefühl, dass sich solche Vorfälle in letzter Zeit häufen und auch auf große "Popularität" in der Bevölkerung treffen. Das Verhalten einiger Internetnutzer, die im Falle des amerikanischen Mannes das Geschehen noch mehr angeheizt haben, machen sich in meinen Augen auch strafbar. Es sollte die Aufgabe - auch moralisch begründet - der Internetnutzer sein, solche Selbstmordversuche, auch im Interesse anderer Chatteilnehmer (Kinder, Jugendliche, Nachahmungstäter) zu verhindern, sei es durch Überzeugung des Selbstmordgefährdeten (auch der Versuch ist schon positiv anzurechnen), sein Vorhaben besser fallen zulassen oder die Alarmierung von Polizeieinsatzkräften.
