Internet entscheidet über Wahlen
Eines ist sicher: das Internet ist spätestens seit Barack Obamas Siegeszug nicht mehr von der politischen Bühne wegzudenken. Es gibt zwar einige Ausnahmen, bei denen sich die Internet-Affinität nicht bewähren konnte (Thomas Schäfer-Gümbel), aber die darf man ruhig für einen Moment mal ausblenden.
Im World Wide Web informiert sich der gegenwärtige Mensch über fast alle Themengebiete: Hausaufgaben werden dank Wikipedia zu einer wahren "Kurzarbeit", Angela Merkel lässt in ihren eigenen Podcasts wissen, was sie bewegt und welche Ziele sie sich für ihre Legislaturperiode gesetzt hat und ca. ein Drittel der Bundesbürger informiert sich auch im Internet über das Wahlprogramm und die Interessen der politischen Parteien. Ein Drittel, das sind ca. 27,3 Millionen Menschen (wenn man von 82 Mio Wahlberechtigten ausgeht).
Jetzt wird auch offensichtlich, warum fast überall die Internetpräsenz deutlich angekurbelt wird: wer als Politker keinen Online-Auftritt unterhält, muss mit einem deutlichen Wählerstimmen-Einbruch für seine Partei rechnen (ausgenommen sind politische Systeme wie Dikataturen und Schein-Demokratien). Schließlich ist es für Politik-Laien heutzutage nicht mehr einfach, sich im politischen "Versprechen-Dschungel" zurecht zu finden. Regierung und Opposition versprechen die kuriosesten Dinge und dementieren diese später wieder....
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