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Das Ende der Internetfreiheit
Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) kann endlich wieder einen Erfolg feiern. Fünf Provider (die Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor, Hansenet/Alice, Telefonica/O2 und Kabel Deutschland) haben nach langem Hin und Her Verträge mit dem BKA unterzeichnet, die vorsehen, dass der Zugang zu kinderpornographischen Inhalten erschwert werden soll. Im Gespräch ist die Sperrungen über das Domain Name System (DNS), das leicht zu umgehen wäre oder aber die Einrichtung spezieller Stopp-Server.
Die Reaktionen zu diesem Gesetz fallen verschieden aus. Während die einen diesen Schritt “feiern”, verurteilen die anderen die Verträge als reinen “Humbug”.
Künftig soll auf gesperrten Seiten mit kinderpornographischem Inhalt folgendes Stopp-Schild gezeigt werden:
Die etwas modifizierte Version sieht so aus:
Bild und Informationen [via]

Wird Facebook zum Torrentportal?
Facebook liegt seit einiger Zeit auf dem OP-Tisch und lässt an seinem neuen Aussehen rum feilen. Nichts an dem neuen Erscheinungsbild von Facebook soll dem alten irgendwie gleichen. Und deshalb pumpen die verantwortlichen Programmierer und Betreiber immer neue aufregende Features in die größte Social Community.
Die Funktionsweise des Microblogging-Dienstes Twitter wurde mehr oder weniger erfolgreich abgekupfert (sodass jeder Nutzer jetzt mit einer Fülle von Informationen zugemüllt wird) und Facebook erlaubt es seinen Usern endlich, interessante Video-, Musik- und Bildinhalte mit seinen Freunden und Bekannten zu teilen. Es ist nun ganz simpel, diese medialen Beiträge zu kommentieren, zu diskutieren oder ein Fan eben jener Medien zu werden.
Auch die Verantwortlichen von The Piratebay haben sich so ihre Gedanken gemacht und kurzer Hand eine Erweiterung für die Plattform entwickelt, die es erlaubt, die Lieblings-Torrents auf dem eigenen Profil zu posten und mit anderen Nutzern zu teilen. Jeder, der auch an den Dateien (egal ob diese nun urheberrechtlich geschützt sind oder nicht) interessiert ist, kann per Klick mit dem Download beginnen.
Der Zeitpunkt des Releases ist nicht willkürlich gewählt: in Schweden kämpfen die Betreiber des Torrentportals The PirateBay noch vor Gericht um ihr Recht und trotzdem werden solche Erweiterungen veröffentlicht, die die Verbreitung von illegalen Dateien weiter anheizt. Was mit diesem Schachzug erreicht werden soll, kann ich mir im besten Willen nicht denken. Zum Vorteil der angeklagten Betreiber wird dieser Schritt aber nicht sein.
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Die tödliche SMS
Gerüchte existieren seit Menschengedenken: es wird behauptet, dass für Twitter Premium-Accounts geplant seien, es ist die Rede davon, dass Premiere wieder ohne ABO zu gucken sei – das ist jetzt ein anderes Thema, aber im Prinzip haben sie alle eins gemein: sie sind falsch, wirken aber sehr authentisch. In Ägypten ist eine mysteriöse SMS im Umlauf, der man nachsagt, dass sie dem Empfänger, nachdem er die Nachricht gelesen hat, innerhalb von einer Woche das Leben aushauchen lässt.
Die Panik vieler “gutgläubigen” Bürger ist derart grassiert, dass jetzt sogar die Behörden einschreiten mussten, um die Massen zu beschwichtigen. Die tödliche Nachricht soll aus einer sinnfreien Ziffernkombination bestehen, die mit einem “+” beginnt und mit der Zahlenfolge 111 endet. Auslöser für die Massenhysterie war der Beitrag einer ägyptischen Tageszeitung, in der der Schlaganfall eines Mannes in Verbindung mit dieser SMS gebracht wurde. Und so wurde das Gerücht um die tödliche SMS in die Welt gesetzt.
Eine gruselige Geschichte, die aber wissenschaftlich nicht gestütz werden kann. Also macht euch mal keine Sorgen
TomTom setzt sich zur Wehr
Im Februar hatte Microsoft TomTom wegen einer Patentverletzung in acht Fällen angeklagt. Aber der Navigationshersteller lässt sich das nicht gefallen und reicht eine Gegenklage ein. Damit ist die Schlammschlacht eröffnet.
Wer von beiden zuerst nachgibt, wird sich wie immer im Laufe der Zeit zeigen. Dass TomTom aber finanziell schlechter dasteht als der “große” Konkurrent, ist offensichtlich.
Facebooks nächster Fehler
Was Mark Zuckerberg angekündigt und ich prognostiziert habe, ist vor einigen Tagen auch eingetroffen, konnte viele Nutzer aber nicht überzeugen – ganz zum Leidwesen Facebooks. Erst der Fauxpas mit der heimlichen AGB-Änderung, mit deren Hilfe sich die Betreiber ungefragt die Rechte an allen Bildern und Daten seiner Nutzer sichern wollte und jetzt das gescheiterte Startseiten-Projekt.
Um den Fall nochmal aufzurollen: Facebook wollte das Konzept der Startseite rundum erneuern und einen Echtzeit-Service bieten, sodass man jederzeit über die Aktivitäten, Pläne, Einkäufe etc. seiner Freunde und Bekannten informiert war – vorher war dies “nur” alle 15 Minuten der Fall. Und weil sich diese langwierige Periode des “Updatens” nicht lohnte, um mit anderen Wettbewerbern, wie beispielsweise Twitter, zu konkurrieren, musste dringend was gemacht werden.
Jetzt sollte man sich die Frage stellen, ob dieser Schritt nicht zu früh bzw. unpassend war. Innerhalb dieses Netzwerkes haben sich etliche Protest-Gruppen formiert, die sich über das neue Design und die Funktionalitäten der Startseite beschweren. Ferner ergab eine Abstimmung, dass 94 Prozent der Befragten gegen diesen Schritt sind.
Einzelne Nutzer schreiben:
Bei mir hat’s verschissen. Früher war es besser.
oder
Geben Sie uns das alte Design zurück.
Zu diesem Schritt hatte ich mich auch schon geäußert:
Was heißt das für die “normalen” User (wie mich^^)? Wenn meine Startseite wirklich im Minutentakt mit sinnlosen, uninteressanten Neuigkeiten (apropos “Sie können verfolgen, was Ihre Mutter tut…”) zumüllt wird und noch mehr Werbung ihren Weg auf die Plattform findet, werde ich ohne mein Adblock diese Seite nicht mehr ansteuern bzw. mich abmelden.
Fazit: Das Ergebnis der Abstimmung verrät, dass der Großteil der Befragten dergleichen Meinung wie ich ist
Außerdem funktioniert mein Sociable Plugin für dieses Blog nun nicht mehr…
Back to the roots!




