Du bist… Was bist du eigentlich?
Ihr habt doch bestimmt schon von der Neuinterpretation der Kampagne "Du bist Deutschland" gehört, oder nicht? Vor einigen Jahren strahlten die Fernsehanstalten während ihrer Werbezeit regelmäßig einen etwas längeren Clip aus, der sich mit der Integration und Identifikation der deutschen Bürger mit ihrem Land auseinandersetzte. Natürlich haben sich auch einige kreative Nachahmer gefunden und sich einen Spaß daraus gemacht.
Das neuste Projekt heißt "Du bist Terrorist" und trifft Deutschlands wunden Punkt der Bürokratie und des Sicherheitswahns. Die Aussage lautet im Video dementsprechend: Jeder deutsche Bürger ist ein latenter Terrorist und muss durch strenge Sicherheitsmaßnahmen und ständige Kontrollen jederzeit überwacht werden.
Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.
Auf Youtube gibt es dann die weniger ernst gemeinten Auslegungen:
Du bist Deutschland
Zukünftiger Überwachungsstaat – Deutschland
In einigen totalitären und kommunistischen Ländern ist es ja schon mittlerweile Sitte, dass unliebsame Internetadressen und Blogger aus dem Licht der Öffentlichkeit chirurgisch entfernt werden. Dort werden sie wie bösartige Geschwüre behandelt, obwohl sie die Menschen ja eigentlich nur über den aktuellen Missstand bzw. über die Situation unterrichten wollen.
In Deutschland fangen die Politiker auch damit an - langsam, aber ihre politische Ausrichtung ist klar zu erkennen. Alles was in Verbindung zu Terrorismus, Kindesmissbrauch, Straftat oder Urheberrechtsschutz steht, wird vorsichtshalber "aussortiert". Ein aktueller Vorfall aus dem Innenministerium sorgt für Aufregung: auf einer Satireseite konnte man seine Blog-URL angeben und es wurde eine Fake-Sperrung durch das Innenministerium generiert.
Natürlich war dieses ulkige Angebote nicht nach dem Geschmack des Ministeriums und ganz gewaltig dürfte es unserem Herrn Schäuble gestört haben. Also ging man ganz bürokratisch mit dem Problem um: es wurde der Hoster kontaktiert und die Seite aus dem Netz genommen. Ganz einfach. Keine Spuren, keine Sauerei. Eher eine unverschämte Frechheit. Und geäußert hat sich zu diesem Schritt auch noch niemand.
Aber immerhin können wir froh sein, dass wir in Deutschland noch eine (unbestechliche) Demokratie haben. In anderen Ländern werden Regierungsgegner in "Schutzhaft" genommen, eiskalt von irgendwelchen Killerkommandos abgemetzelt oder mundtot gemacht.
Abschreckungspotenzial für Nachahmer: riesig. Entspricht der Ideologie einer Demokratie: NEIN.
Also besinnen sich die Politiker (der Wahlkampf ist schon im vollen Gange) und brüten eine Idee aus: DNS-Sperren. Das muss es sein. Oder doch nicht? Das Landgericht Hamburg urteilte in einem ähnlichen Prozess, dass die DNS-Sperre leicht zu umgehen sind und ein solches Verfahren nur zum Nachteil des Providers ist. Warum die Bundesregierung aber nicht auf die Wählerschaft (Petition mit über 67.000 Unterschriften) und die Experten hört, ist mir unbegreiflich.
Schaltet euren Verstand ein und berücksichtigt das Grundgesetz: Meinungs- und Informationsfreiheit...
Beiträge zu diesem Thema:
BasicThinking
Stadt-Bremerhaven
Zweipunktnull
Heise Online
Witzloser Schnappschuss
Gestern habe ich in Dortmund Downtown mit meinem Handy einen Schnappschuss von einer wunderschönen Mülltonne gemacht.
Ohne Worte....

(Un)lustige Browserspiele
Spiegel Online stellt in einem neuen Bericht einige "witzlose" Browserspiele und Flashgames vor, von denen ich einige mal angetestet habe:
- Die unendliche Luftpolsterfolie: Der Name ist hier tatsächlich Programm. Aber wer kennt es nicht, da bekommt man per Kurier ein lang ersehntes Päckchen zugestellt, öffnet es und dann lachen einen diese unendlichen Quadratmeter Luftpolsterfolie förmlich an. Und los geht der Spaß beim Pickel Ausdrücken
Für all diejenigen gibt es im Internet auch einige Spielchen zur "Befriedigung"
Zum Spiel: sehr einfache Aufmachung und nur kurz anhaltender Spielspaß... Knisterfolien-Wettrennen,Knisterfolien-Schocker, Maniac-Mode und
unendliche Knisterfolie.
- Tetris HD: High Definition, im wahrsten Sinne des Wortes: größer kann ein Spielfeld kaum sein. Schon das Füllen der ersten Reihe dürfte so einige Zeit in Anspruch nehmen.
Tetris HD
- Hold the Button: Spiegel Online Redakteur Felix Knoke ehrte das Spiel schon als das "dümmste aller Online-Spiele", doch es hat auch seinen Erfolg in der Welt der Spielsüchtigen. Kurz und knapp: Ziel es Spieles ist es, den Knopf so lange wie möglich gedrückt zu halten. Rekord: ca. 7 Tage... wenn da nicht mal jemand geschummelt hat
- Do not press!: Mal ein ganz anderes Spielchen. Ziel ist es, der Versuchung auf einen roten großen Knopf zu drücken, zu widerstehen
Nicht mehr. nicht weniger
- Cubescape: Der Name verrät vielleicht schon, worum es in diesem Spiel geht: Man darf verschieden farbige Würfel auf einer grauen 2D-Landschaft verteilen. Für alle kreativen Menschen, ohne Termine
- Statbuilder: Ziel dieses super Rollenspiels ist es, ständig auf denselben Knopf zu hämmern. Dabei levelt der unbekannte Charakter. Zwischendurch wird man vor eine sinnfreie Entscheidung gestellt, die sich aber nicht auf den weiteren Spielverlauf auswirkt
Danke an Felix Knocke für diese spannenden Spielvorschläge
Das Wochenende ist gerettet
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Youtube wird zum sozialen Netzwerk
Im Internet kupfert jeder die Funktionen des Wettbewerbers nach Belieben ab. Die Devise lautet: "Möglichst viele Funktionen zur Verfügung stellen, um möglichst viele Nutzer zu sichern." Dabei spielt es anscheinend keine allzu große Rolle, ob die offerierten Angebote (Realtime-Startseite, extern eingebundene Applikationen oder dubiose Werbepartner) überhaupt von den Nutzern gewünscht werden. "Was die Konkurrenz macht, machen wir auch." ... damit auch jeder Dienst dem anderen gleicht und sich die gültige Individualität verabschiedet. Der Unterschied zwischen einigen sozialen Netzwerken besteht nur noch darin, dass man jeweils einen anderen Account benötigt.
Facebook hat die Echtzeitfunktion auf der neuen Startseite dem Microblogging-Dienst Twitter nachgemacht. Seitdem erscheinen nun alle paar Minuten irgendwelche Statusupdates, Kurznachrichten, Pinnwandeinträge oder die mit den Freunden geteilten Videos und Bilder. Natürlich erscheinen auch im regelmäßigen Abstand meine "Share-Links" zu meinen Blogeinträgen^^ Wieso auch nicht?
Aber jetzt zu YouTube: die Videosparte von Google testet zur Zeit auch so eine "interessante" Echtzeitfunktion, bei der jeder die betrachteten Videos und dazu abgegebenen Kommentare eines Freundes (mit-)verfolgen kann. Einerseits soll das natürlich die Kommunikation zwischen Freunden, welches Video sehenswert ist, erheblich erleichtern, ohne sich umständlich über Email oder IM zu unterrichten. Diese zusätzliche Arbeit kostet Zeit und schreckt die meisten Nutzer wohl ab. Dank dieses Super-Zusatzfeatures, wird alles viel viel einfacher..... Und wer diesen Service deaktivieren möchte, wechselt in den sogenannten Porno-Modus, der es unter einem anderen Namen endlich auch in den neuen Internet Explorer 8 von Microsoft geschafft hat.
Doch eines hat schon das beliebte schuelerVZ bewiesen: die meisten Nutzer verwischen ihre Spuren, indem sie die Profil-Besucher-Funktion deaktivieren. Wenn sie einen bestimmten Inhalt mit ihren Freunden austauschen möchten, wird einfach die URL über einen IM verschickt. Auch kein großer Aufwand....
[via]

Das Ende der Internetfreiheit
Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) kann endlich wieder einen Erfolg feiern. Fünf Provider (die Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor, Hansenet/Alice, Telefonica/O2 und Kabel Deutschland) haben nach langem Hin und Her Verträge mit dem BKA unterzeichnet, die vorsehen, dass der Zugang zu kinderpornographischen Inhalten erschwert werden soll. Im Gespräch ist die Sperrungen über das Domain Name System (DNS), das leicht zu umgehen wäre oder aber die Einrichtung spezieller Stopp-Server.
Die Reaktionen zu diesem Gesetz fallen verschieden aus. Während die einen diesen Schritt "feiern", verurteilen die anderen die Verträge als reinen "Humbug".
Künftig soll auf gesperrten Seiten mit kinderpornographischem Inhalt folgendes Stopp-Schild gezeigt werden:
Die etwas modifizierte Version sieht so aus:
Bild und Informationen [via]

Wird Facebook zum Torrentportal?
Facebook liegt seit einiger Zeit auf dem OP-Tisch und lässt an seinem neuen Aussehen rum feilen. Nichts an dem neuen Erscheinungsbild von Facebook soll dem alten irgendwie gleichen. Und deshalb pumpen die verantwortlichen Programmierer und Betreiber immer neue aufregende Features in die größte Social Community.
Die Funktionsweise des Microblogging-Dienstes Twitter wurde mehr oder weniger erfolgreich abgekupfert (sodass jeder Nutzer jetzt mit einer Fülle von Informationen zugemüllt wird) und Facebook erlaubt es seinen Usern endlich, interessante Video-, Musik- und Bildinhalte mit seinen Freunden und Bekannten zu teilen. Es ist nun ganz simpel, diese medialen Beiträge zu kommentieren, zu diskutieren oder ein Fan eben jener Medien zu werden.
Auch die Verantwortlichen von The Piratebay haben sich so ihre Gedanken gemacht und kurzer Hand eine Erweiterung für die Plattform entwickelt, die es erlaubt, die Lieblings-Torrents auf dem eigenen Profil zu posten und mit anderen Nutzern zu teilen. Jeder, der auch an den Dateien (egal ob diese nun urheberrechtlich geschützt sind oder nicht) interessiert ist, kann per Klick mit dem Download beginnen.
Der Zeitpunkt des Releases ist nicht willkürlich gewählt: in Schweden kämpfen die Betreiber des Torrentportals The PirateBay noch vor Gericht um ihr Recht und trotzdem werden solche Erweiterungen veröffentlicht, die die Verbreitung von illegalen Dateien weiter anheizt. Was mit diesem Schachzug erreicht werden soll, kann ich mir im besten Willen nicht denken. Zum Vorteil der angeklagten Betreiber wird dieser Schritt aber nicht sein.
weitere Informationen zu diesem Thema

Die tödliche SMS
Gerüchte existieren seit Menschengedenken: es wird behauptet, dass für Twitter Premium-Accounts geplant seien, es ist die Rede davon, dass Premiere wieder ohne ABO zu gucken sei - das ist jetzt ein anderes Thema, aber im Prinzip haben sie alle eins gemein: sie sind falsch, wirken aber sehr authentisch. In Ägypten ist eine mysteriöse SMS im Umlauf, der man nachsagt, dass sie dem Empfänger, nachdem er die Nachricht gelesen hat, innerhalb von einer Woche das Leben aushauchen lässt.
Die Panik vieler "gutgläubigen" Bürger ist derart grassiert, dass jetzt sogar die Behörden einschreiten mussten, um die Massen zu beschwichtigen. Die tödliche Nachricht soll aus einer sinnfreien Ziffernkombination bestehen, die mit einem "+" beginnt und mit der Zahlenfolge 111 endet. Auslöser für die Massenhysterie war der Beitrag einer ägyptischen Tageszeitung, in der der Schlaganfall eines Mannes in Verbindung mit dieser SMS gebracht wurde. Und so wurde das Gerücht um die tödliche SMS in die Welt gesetzt.
Eine gruselige Geschichte, die aber wissenschaftlich nicht gestütz werden kann. Also macht euch mal keine Sorgen
TomTom setzt sich zur Wehr
Im Februar hatte Microsoft TomTom wegen einer Patentverletzung in acht Fällen angeklagt. Aber der Navigationshersteller lässt sich das nicht gefallen und reicht eine Gegenklage ein. Damit ist die Schlammschlacht eröffnet.
Wer von beiden zuerst nachgibt, wird sich wie immer im Laufe der Zeit zeigen. Dass TomTom aber finanziell schlechter dasteht als der "große" Konkurrent, ist offensichtlich.
Facebooks nächster Fehler
Was Mark Zuckerberg angekündigt und ich prognostiziert habe, ist vor einigen Tagen auch eingetroffen, konnte viele Nutzer aber nicht überzeugen - ganz zum Leidwesen Facebooks. Erst der Fauxpas mit der heimlichen AGB-Änderung, mit deren Hilfe sich die Betreiber ungefragt die Rechte an allen Bildern und Daten seiner Nutzer sichern wollte und jetzt das gescheiterte Startseiten-Projekt.
Um den Fall nochmal aufzurollen: Facebook wollte das Konzept der Startseite rundum erneuern und einen Echtzeit-Service bieten, sodass man jederzeit über die Aktivitäten, Pläne, Einkäufe etc. seiner Freunde und Bekannten informiert war - vorher war dies "nur" alle 15 Minuten der Fall. Und weil sich diese langwierige Periode des "Updatens" nicht lohnte, um mit anderen Wettbewerbern, wie beispielsweise Twitter, zu konkurrieren, musste dringend was gemacht werden.
Jetzt sollte man sich die Frage stellen, ob dieser Schritt nicht zu früh bzw. unpassend war. Innerhalb dieses Netzwerkes haben sich etliche Protest-Gruppen formiert, die sich über das neue Design und die Funktionalitäten der Startseite beschweren. Ferner ergab eine Abstimmung, dass 94 Prozent der Befragten gegen diesen Schritt sind.
Einzelne Nutzer schreiben:
Bei mir hat's verschissen. Früher war es besser.
oder
Geben Sie uns das alte Design zurück.
Zu diesem Schritt hatte ich mich auch schon geäußert:
Was heißt das für die “normalen” User (wie mich^^)? Wenn meine Startseite wirklich im Minutentakt mit sinnlosen, uninteressanten Neuigkeiten (apropos “Sie können verfolgen, was Ihre Mutter tut…”) zumüllt wird und noch mehr Werbung ihren Weg auf die Plattform findet, werde ich ohne mein Adblock diese Seite nicht mehr ansteuern bzw. mich abmelden.
Fazit: Das Ergebnis der Abstimmung verrät, dass der Großteil der Befragten dergleichen Meinung wie ich ist
Außerdem funktioniert mein Sociable Plugin für dieses Blog nun nicht mehr...
Back to the roots!

