Mein Blog ist CO2-neutral
So heißt die Aktion von kaufda und unter dem Motto "Mach's grün" werden bestehende Bäume gerettet und neue gepflanzt. Die Teilnahme an diesem Projekt ist kostenlos und die Bedingungen sind in wenigen Minuten erledigt. Schreibt einfach einen kurzen Bericht über dieses umweltfreundliche Projekt auf eurem Blog, fügt einen vorgegebenen Button eurer Wahl ein, schreibt anschließend eine kurze Mail samt Link zu eurem Blog an CO2-neutral@kaufda.de und schon ist alles erledigt
Internet vs Umwelt
Neue Studien und die Meinung von Experten und Umweltschützern heizen das Thema immer wieder an: wie umweltverträglich ist das Internet? Über die Konsequenzen des Spamversands hatte ich vor einiger Zeit schon geschrieben. Nun stellt sich aber die Frage, inwiefern das Internet überhaupt notwendig ist und was zu den überflüssigen Angeboten des WWW zählt.
Zu den Fakten:
- 1,5 Milliarden Menschen sind bereits online
- jährlich wächst der Energiebedarf um ca. 10 Prozent
- neue Technologie in Servern kann Strombedarf nicht senken, da die Nachfrage weiterhin stark ansteigt
- Stromverbrauch der Datenzentren in den USA im Jahr 2006: 61 Milliarden Kilowattstunden (KWh); allerdings nur 1,5 % des gesamten Strombedarfs
- geschätzter Strombedarf 2009: 80 Milliarden KWh
Nun, was für Dienste braucht man im Internet wirklich? Blogs, Printmedien, die sich zunehmend mehr in die digitale Welt zurüchziehen, da der Verkauf einbricht oder Flashgame-Anbieter, die für eine kurze Abwechslung gut sind? Wenn man es genau nimmt, braucht man keines der aufgeführten Beispiele. Doch ein internetfreies Leben in der heutigen Gesellschaft ist vielerorts nicht mehr vorstellbar.
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Nützlich oder doch nur Spielerei?
Auf der Greener Gadgets Konferenz in New York wurden die umweltfreundlichsten Gadgets - was auf Deutsch so viel wie "Schnickschnack" heißt - gekürt. Auf das erste Treppchen wurde das "Tweet-a-Watt", ein Gerät, das per Funk den Stromverbrauch in den Microbloggingdienst Twitter einspeist, gewählt.
Dazu schaltet man das optisch stillos geratene Messgerät einfach zwischen Steckdose und Verbraucher und das Gerät kann mit der Arbeit anfangen. Am Ende des Tages berechnet es den gesamten Nutzstrom und sendet die Daten an die Internetplattform. So kann sich jeder, der sich für den Stromverbrauch eines Bekannten/Freundes/Nachbarn interessiert, mal eben Überblick verschaffen
Aber auch der Eigentümer dieses "sinnvollen" Gadgets kann sich über den eigenen Stromverbrauch informieren. Für den Fall, dass er mal nicht zu Hause ist (z.B im Urlaub oder auf Geschäftsreise), kann er beispielsweise überprüfen, ob er vergessen hat den Herd auszustellen.
Der "soziale Druck" durch die Community, die hier eine Transparenz bei den Strompreisen erfährt, soll den Öko-Menschen der Zukunft dazu bewegen, stromsparendere Geräte anzuschaffen und auch mehr auf die Stromrechnung zu achten. Für Menschen, die gerne in einem lichtdurchfluteten Heim wohnen, wo auch Zimmer beleuchtet sind, in dem sich für Stunden niemand aufhält, wird das Öko-Gadget des Jahres auf keine Begeisterung treffen.
Es geht aber auch einfacher: Zeitschaltuhren oder zeitgesteuerte Schalter reduzieren den Stromverbrauch enorm
Handys pro Umwelt
Die technische Ausstattung der Handys, der Funktionsumfang, aber auch die Umweltfreundlichkeit der kleinen "Riesen" verbessert sich nach und nach. Kurz vor der Mobile World Congress in Barcelona sind Samsungs Bemühungen, ein sparsames Handy, das aus PCM (ehemals Plastikflaschen) zusammengeschustert wurde und die Energie aus der Sonnenstrahlung gewinnt, bekannt geworden.
Die Rückseite des Handys setzt sich größtenteils aus kleinen Solarzellen zusammen, die den Strombedarf ausreichend decken sollen, muss man früher oder später doch mal zum Ladegerät greifen, liegt dem Gerät ein Energie effizientes Ladegerät bei, welches lediglich 0,03 Watt im Standby verbraten soll. Handy und Ladegerät sollen ausschließlich aus nicht schädlichen Elementen zusammengebaut werden. Das Material für die Verpackung wird aus Altpapier gewonnen.
Als zusätzliches Gadget soll ein Schrittzähler im Handy integriert sein, der nicht zur Berechnung der zurückgelegten Distanz bzw. der verbrauchten Kalorien programmiert wurde, sondern um dem Besitzer anzuzeigen, wie viel CO2-Ausstoß er durch das Laufen anstelle des Fahrens mit dem Auto eingespart hat.
Der Aufbau orientiert sich ganz nach dem Motto: Sparen, umweltbewusst denken. Weil das Handy auf Strom sparen ausgelegt ist, wurden besondere Energie-Knöpfe auf der Handyoberfläche installiert: mit einem Knopfdruck schaltet das Gerät in den "Öko-Modus". Ferner soll es viel leichter werden, Bluetooth zu deaktivieren, die Helligkeit und die Leuchtdauer des Bildschirms anzupassen.
LG hat die Marktnische auch erblickt und ein Konkurrenzmodell entwickelt, das allerdings den enormen Umweltansprüchen des Samsung Handys nicht gerecht werden kann. Für die Produktion von Ladegerät und Handy verwendet der Elektronikhersteller weiterhin teils schädliche Stoffe.
Damit man sich ein Bild von den neuen "Umwelthandys" machen kann:


Die chinesische Billigvariante
Cebit 2009
Was erwartet die Besucher der Fachelektronikmesse Cebit dieses Jahr? Ich habe mich durch einige Artikel durchgewühlt und fasse die Ergebnisse kurz und prägnant zusammen. Eines kann ich aber schon verraten: dieses Jahr dreht sich alles um das Thema "Umweltschutz".
Der Stromspar-PC:
Der Computerhersteller Fujitsu-Siemens möchte die Regelung der EU-Regierung, dass Elektrogeräte ab dem 5. Janauar 2010 nur noch maximal einen Watt im Standby verbrauchen, schon früher durchsetzen als geplant. Hierzu sollen nicht wie bisher, die Rechner und Systeme ganz abgeschaltet werden (was natürlich zu einfach wäre), um Strom zu sparen, weil dadurch die Wartung größerer Server oder Firmennetzwerke durch Systemadministratoren nicht mehr möglich wäre. Stattdessen sollen die Systeme nur für einen definierbaren Zeitraum, beispielsweise für eine Stunde, in den Standby wechseln und dabei ansprechbar sein. Die restliche Zeit ist das System "ausgeschaltet". Von der Idee ganz simpel, da der Verbrauch von 0 Watt mit der derzeitigen Technik schon theoretisch nicht machbar ist.
Notebooklaufzeit verlängern:
Die Unplugged Nomadics GmbH möchte mit ihrem Produkt zur Verlängerung der Akkulaufzeit eines jeden Notebooks beisteuern. Die Software studiert das Nutzungsverhalten des Users und passt dementsprechend ein eigenes Energieprofil an. Dieses kann in der teureren Version auch manuell bearbeitet und angwendet werden. Die light-Version hingegen bietet weniger manuelle Anpassungsoptionen an und wird auch aufgrund des günstigeren Preises wohl eine bessere Resonanz unter all den "Computeranwendern" haben. Der Hersteller verspricht sich von seinem Produkt eine 20% längere Akkulaufzeit.
22-Watt mit PC und 22''-TFT:
Der niedersächsische PC-Hersteller Christmann verspricht für seine neuen stromsparenden Modelle eine maximale Leistungsaufnahme von 21 bis maximal 22 Watt - inklusive 22 Zoll TFT. Die PCs liegen mit ihrer Größe etwas überhalb von der einer CD. Im Inneren sind ausschließlich umweltfreundliche Komponenten verbaut, damit der Strombedarf niedrig gehalten werden kann. Einfachste Arbeiten am PC, wie z.B. arbeiten, lesen, schreiben, surfen etc. schafft der Zwerg mit Links. Darüberhinaus sollte man aber auch nicht gehen.
Die Auswirkungen des WWW
Jede Suche bei Google verursacht einen Schadstoffausstoß von 7 Gramm CO2.
So will es ein Physiker der Hardvard University ausgerechnet haben. Die Zahlen sind ein wenig verblüffend, aber nicht ganz irrational. Denn das bestehende World Wide Web nagt deutlich an den Stromkosten. Jede Anfrage im Internet verursacht einen gewissen Aufwand für viele Beteiligte. Da wäre als erstes Glied der Gruppe der Heim-PC zu nennen, über den beispielsweise eine Suchanfrage an Google gesendet wird, dann wird die Anfrage über die Internetleitung an einen Provider geschickt, dieser verfügt bereits über eine Kopie einer gewünschten Seite oder sendet die Suchanfrage ggf. weiter an den Serverpark. Festhalten kann man: alle Stationen "fressen" Strom. Die meisten Heim-PCs wohl wenig, aber die Server der Provider und Anbieter (Google, Microsoft), die rund um die Uhr online sind, sehr viel.
Auf dem Google-Blog erschien auch promt eine Antwort auf die Aussage des Physikers. So sollen für jede Googleanfrage lediglich nur 0,2 Gramm CO2 pro Suche produziert werden. Beide Aussagewerte unterscheiden sich um den Faktor 35^^ In Zukunft werden die meisten Konzerne wohl umdenken und in "grüne" Serversysteme investieren, also Server die besonders energiesparend sind und zu großen Anteilen mit Ökostrom gefüttert werden.
Glühbirnenverbot
Ab dem 1. September kommenden Jahres tritt in der EU das Glühbirnenverbot in Kraft.
Das Glühbirnenverbot:
...der EU- Kommission folgt entsprechenden Regelungen in Australien und Neuseeland. Es geht dabei nicht darum, den Gebrauch von herkömmlichen Glühlampen ab einem bestimmten Stichtag zu unterbinden oder gar unter Strafe zu stellen, sondern darum, den Verkauf von Glühbirnen schrittweise einzustellen.
