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11Apr/090

Filesharing wird anonym

Die Betreiber des TorrentTrackers The Pirate Bay haben ihren VPN-Service, der einen anonymen Datenaustausch zwischen den registrierten Mitgliedern garantieren soll, in die Beta-Phase geschickt. Jeder Interessent kann sich mit seiner Emailadresse auf IPREDator vormerken lassen und erhält mit Glück einen kostenlosen Beta-Account. Der finale Dienst soll ab kommenden Mittwoch an den Start gehen und monatlich 5 Euro kosten - für Viel-Sauger ein Schnäppchen.

Zum Hintergrund: Ab dem 1. April gilt ein neues Gesetz in Schweden, dass sich an der EU-Richtlinie zur Durchsetzung Geistiger Eigentumsrechte orientiert. Demnach können die Rechteinhaber gerichtlich die Daten von Nutzern einfordern, die "urheberrechtlich geschütztes Material tauschen." Kurz nachdem das Gesetz in Kraft getreten war, verzeichneten Internet-Dienstleister wie beispielsweise der schwedische Internet-Provider Netnod bis zu 30 Prozent weniger Datenverkehr. Kein Wunder, dass der VNP-Dienst von The Pirate Bay zur rechten Zeit kommt: 113.000 Nutzer haben sich seit dem Launch des Dienstes bereits angemeldet - 80 Prozent der Nutzer kommen aus Schweden....

[via]

30Mrz/090

Wird Facebook zum Torrentportal?

Facebook liegt seit einiger Zeit auf dem OP-Tisch und lässt an seinem neuen Aussehen rum feilen. Nichts an dem neuen Erscheinungsbild von Facebook soll dem alten irgendwie gleichen. Und deshalb pumpen die verantwortlichen Programmierer und Betreiber immer neue aufregende Features in die größte Social Community.

Die Funktionsweise des Microblogging-Dienstes Twitter wurde mehr oder weniger erfolgreich abgekupfert (sodass jeder Nutzer jetzt mit einer Fülle von Informationen zugemüllt wird) und Facebook erlaubt es seinen Usern endlich, interessante Video-, Musik- und Bildinhalte mit seinen Freunden und Bekannten zu teilen. Es ist nun ganz simpel, diese medialen Beiträge zu kommentieren, zu diskutieren oder ein Fan eben jener Medien zu werden.

Auch die Verantwortlichen von The Piratebay haben sich so ihre Gedanken gemacht und kurzer Hand eine Erweiterung für die Plattform entwickelt, die es erlaubt, die Lieblings-Torrents auf dem eigenen Profil zu posten und mit anderen Nutzern zu teilen. Jeder, der auch an den Dateien (egal ob diese nun urheberrechtlich geschützt sind oder nicht) interessiert ist, kann per Klick mit dem Download beginnen.

Der Zeitpunkt des Releases ist nicht willkürlich gewählt: in Schweden kämpfen die Betreiber des Torrentportals The PirateBay noch vor Gericht um ihr Recht und trotzdem werden solche Erweiterungen veröffentlicht, die die Verbreitung von illegalen Dateien weiter anheizt. Was mit diesem Schachzug erreicht werden soll, kann ich mir im besten Willen nicht denken. Zum Vorteil der angeklagten Betreiber wird dieser Schritt aber nicht sein.

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18Feb/090

Gerichtsprozess: Tag 2

Es ist ein kleiner Lichtblick für die vier Angeklagten des Torrent-Trackers The Pirate Bay. Die Staatsanwaltschaft, repräsentiert von Håkan Roswall, nahm heute einen Teil der Anklage zurück. Jetzt sollen die Gründer und Mitbegründer nicht mehr wegen direkter "Bereitstellung von Raubkopien von Filmen, Musik und Computerprogrammen oder wegen Beihilfe zum Urheberrechtsbruch" zur Verantwortung herangezogen werden, sondern nur noch wegen ""Beihilfe zur Bereitstellung urheberrechtlich geschützter Waren".

Wie es zu dem Gesinnungswandel des Staatsanwaltes kam, ist beachtlich: er konnte nicht einmal nachweisen, dass die Server von The Pirate Bay eine Trackerfunktion im Torrent-Netz einnehmen. Lediglich, dass Torrent-Dateien, mit denen das Torrent-Programm weiß, über welche Adressen es die Dateien herunter- bzw. hochladen kann, auf den Servern bereitgestellt wurden. Während des Prozesses ließ er sich von einem Angeklagten über die technische Funktionsweise aufklären und nahm einen Teil der Anklage zurück.

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16Feb/090

Das Duell – Pirate Bay vor Gericht

Die vier Gründer des Torrent-Tracker The Pirate Bay stehen in Schweden vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor,

mit der Plattform die technischen Möglichkeiten geschaffen, damit Internet-Nutzer weltweit Raubkopien von urheberrechtlich geschützten Filmen, Musikstücken und Computerprogrammen kostenlos auf ihre eigenen Computer laden können.

Als Mitkläger haben sich hinter der Staatsanwaltschaft Vertreter der Firmen-, Musik- und Softwareindustrie formiert, die zum einen auf die Schließung des Trackers und eine Bestrafung hoffen, andererseits möchten sie damit auch einen einzigartiges Abschreckungsymbol statuieren, das weitere Nachahmer abschrecken soll.

Die Angeklagte hingegen sind sich weiterhin keiner Schuld bewusst und verweisen immer wieder auf die Tatsache, dass jeder Anwender selber zu entscheiden hat, ob er illegale Kopien/inhalte anbieten und runterladen möchte. Sie haben lediglich die technischen Mittel zur Verfügung gestellt.  Über die Server seien niemals illegale Inhalte angeboten bzw. verbreitet worden.

Es geht um Haftstrafen, 117 Millionen Kronen Schadenersatz und Schließung der Plattform. Doch schon jetzt haben die Macher in der Internetcommunity eine Art Märtyrer-Status. Sie sind die Helden des P2P-Netzwerkes.

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11Feb/090

The Pirate Bay vor Gericht

Nächste Woche Montag beginnt in Schweden der Prozess gegen den "größten" Torrenttracker "The Pirate Bay". Der Gerichtsprozess ist dieses Mal live per Interstream zu verfolgen - allerdings nur auf audiologischer Basis.  Spektakuläre finde ich, dass selbst der Angeklagte um die Übertragungsrechte gekämpft hat. Doch die Entscheidung ging zu Gunsten des TV-Senders Sveriges Television AB SVT aus. Anscheinend verspricht sich das Team um "The Pirate Bay" ein hohes Interesse seitens der Zuschauer, woraus man natürlich wieder Kapital schlagen könnte (u.a. Werbeeinblendungen).

Dem Torrent-Portal wird vorgeworfen, Torrentdateien zum Download illegaler Inhalte (meistens Kopien urheberrechtsgeschützter Programme, Filme, und Spiele) - aber auch für Kinderpornographie - bereitzustellen und zu verbreiten. In vielen Ländern kann deswegen die Webseite von The Pirate Bay ohne weiteres auch nicht mehr angesurft werden.

Ich bin dann mal auf das Urteil gespannt.

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