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25Mrz/090

Die tödliche SMS

Gerüchte existieren seit Menschengedenken: es wird behauptet, dass für Twitter Premium-Accounts geplant seien, es ist die Rede davon, dass Premiere wieder ohne ABO zu gucken sei - das ist jetzt ein anderes Thema, aber im Prinzip haben sie alle eins gemein: sie sind falsch, wirken aber sehr authentisch. In Ägypten ist eine mysteriöse SMS im Umlauf, der man nachsagt, dass sie dem Empfänger, nachdem er die Nachricht gelesen hat, innerhalb von einer Woche das Leben aushauchen lässt.

Die Panik vieler "gutgläubigen" Bürger ist derart grassiert, dass jetzt sogar die Behörden einschreiten mussten, um die Massen zu beschwichtigen. Die tödliche Nachricht soll aus einer sinnfreien Ziffernkombination bestehen, die mit einem "+" beginnt und mit der Zahlenfolge 111 endet. Auslöser für die Massenhysterie war der Beitrag einer ägyptischen Tageszeitung, in der der Schlaganfall eines Mannes in Verbindung mit dieser SMS gebracht wurde. Und so wurde das Gerücht um die tödliche SMS in die Welt gesetzt.

Eine gruselige Geschichte, die aber wissenschaftlich nicht gestütz werden kann. Also macht euch mal keine Sorgen ;)

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17Mrz/090

Onlineaktivität – Tod und dann?

Was passiert eigentlich mit Zugangspasswörtern und Profilen im Internet, wenn der Besitzer verstirbt? Wie sollen und können die Angehörigen, beispielsweise per Email, den Freundeskreis und weitere Kontakte über den Tod informieren. Diese Frage hat sich unter anderem auch Jeremy Toeman gestellt, dessen Großmutter im Alter von 94 Jahren aus dem Leben verschieden ist. Und aus dieser Idee wurde ein Konzept, was nun als Geschäftsidee umgesetzt werden soll. Bis dato haben zwei Dienste ihren Start angekündigt: die Dienstleistung von Jeremy Toeman, Legacy Locker, die ab April angeboten werden soll und VitaLock, das für den kommenden Juli angekündigt wurde.

Um den Service als Nutzer überhaupt in Anspruch nehmen zu können, muss zuerst ein virtuelles Schließfach angelegt werden, in das man seine streng vertraulichen Passwörter und Zugangsdaten für Onlinedienste, Webseiten etc. hinterlegt. Wird ein Nutzer bei dem Service als verstorben gemeldet, so überprüfen die Anbieter mehrfach, ob der Schließfachbesitzer überhaupt noch zu erreichen ist. Ist dies nicht der Fall, muss der Tod des Nutzers durch Angehörige und letzten Endes durch eine Sterbeurkunde attestiert werden. Andernfalls werden die Daten nicht freigegeben.

Um den Schutz und die Sicherheit der vertraulichen Daten zu gewährleisten, versprechen beide Dienstleister eine zweifache Verschlüsselung anzuwenden, die den illegalen Zugriff unmöglich machen soll.

Aber wie reagieren deutsche Unternehmen und Netzwerke auf einen Todesfall? "Wenn der Inhaber eines E-Mail-Accounts verstirbt, können die Erbberechtigten gegen Vorlage des Erbscheins Zugriff auf das Postfach erhalten", so äußerte sich die Pressesprecherin der GMX GmbH. Im folgenden ein kurzer Überblick über die Dienstleister und das Verfahren im Todesfall:

  • Einsicht nur gegen Vorlage des Erbscheins: GMX GmbH
  • voller Zugriff auf das Profil und den Account: Wer-kennt-wen und Web.de
  • Absprache mit Hinterbliebenen: StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ und Facebook
  • kein Zugriff: Yahoo Deutschland

Für den Fall, dass die Hinterbliebenen nicht zu den technisch versierten Menschen gehören, kann man bei Legacy Locker und VitalLock aber auch einen Brief hinterlegen lassen.

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12Mrz/090

Der Amoklauf und seine Konsequenzen

Jeder dürfte von dem grausamen Amoklauf des Tim K. am gestrigen Mittwoch gehört haben. Eigentlich ist dieses Thema schon mehr oder weniger überall in den Medien verbreitet und ausgetrampelt, aber ich persönlich sehe hier noch Nachholbedarf.

Wie die vergangenen Jahre auch schon bewiesen haben, hat sich eine Art “Subkultur” gebildet, die solche Massenmorde und Massaker international, überwiegend in Internetforen, feiert und verehrt.

Die Einen leiden an einer ernsthaften, psychischen Erkrankung – die wahrscheinlich auch nicht mehr vollständig zu heilen ist – und die andere Hälfte dieser Fangemeinde glaubt wohl vielmehr an einen “bösen Witz”. Denn wer nimmt solche krankhaften Ankündigungen über einen Amoklauf schon ernst?

Und genau da liegt das Problem: Das Internet mit seinen unzähligen Möglichkeiten, Informationen und Neuigkeiten, dazu gehören auch solche Androhungen, zu verbreiten und seine stetig wachsenden Ressourcen, ist unkontrollierbar. Selbst die Zensur, wie sie beispielsweise in China herrscht, um regierungskritische Internetseiten zu blockieren, bietet keinen Schutz. Es kann ferner nicht unterschieden werden, was von den Informationen wirklich wahr ist und was nicht. Schließlich eignen sich solche perversen Äußerungen von Morddrohungen und Massaker-Ankündigungen schon fast perfekt, um andere Nutzer im Internet zu provozieren. Die Leser sind “gezwungen” sich mit dem Inhalt der Aussage auseinanderzusetzen.

Jetzt ist auch mal wieder ein geeigneter Zeitpunkt gekommen, an dem die Politiker ihre Kompetenz und ihren Handlungsdrang (zum Schutz der Bevölkerung) demonstrieren wollen. Wer jetzt nicht handelt, der hat es sich mit den Wählern verscherzt. Und so werfen die kleinen, politisch “aktiven” Männchen neue Vorschläge und Gesetzesentwürfe in die Runde, die ein weiteres Attentat in diesen Dimensionen verhindern soll.

Es ist die Rede vom “Killerspiele-Verbot” und von strengeren Sicherheitsmaßnahmen an öffentlichen Einrichtungen. Sicherheitspersonal und “Sicherheitsschleusen” sollen dem ganzen Abschlachten und Morden ein Ende setzen.

Totaler Unsinn. Ich bin kein Gegner von Sicherheit, im Gegenteil. Aber warum denkt die Politik weiter über Vorschläge nach, deren Argumentationsbasis schon auf wackeligen Füßen steht?

Wozu führt denn eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen an den Schulen? Etwa dazu, dass die Schulen bald wie Hochsicherheitsgefängnisse aussehen – mit Stacheldraht, einer fünf Meter hohen Mauer aus Stahlbeton und Wachtürmen an jeder Ecke? Dann wird das Morden irgendwo anders hin verlegt. Vielleicht kommt es dann vor der Schule – das Rauchen ist auf dem Schulgelände aufgrund der modernen Gesundheitspolitik ja verboten -  zu einem Amoklauf.

Das “Killerspiel-Verbot-Thema” ist seit gestern wieder brandaktuell. Viele Millionen Spieler sind Freunde dieser “gewaltverherrlichenden Killerspiele” und trotzdem ist nur ein klitzekleiner Anteil dieser “Killerspielespieler” Amok gelaufen. Mathematisch würde ich das wie folgt ausdrücken:

x (Anzahl der Amokläufer) –> 0

Diese beiden Ideen zeigen, dass einige Politiker entweder die falschen Ansätze für die Lösung dieses Problems wählen oder sich einfach einen “Schmeichelbonus” bei den Wählern sichern wollen. Was sie nicht wissen ist, dass der Mensch der brutalste Erdbewohnern überhaupt ist. Kein anderes Lebewesen hat sooft Krieg geführt oder seine Artgenossen massenweise abgemetzelt.

Ich bin der Meinung, dass man solche Ereignisse in Zukunft so leichter vereiteln kann:

  • Waffen und Munition müssen separat voneinander gelagert werden
  • Personen, die gegen das Waffenschutzgesetz verstoßen (im Fall von Tim K. wäre das der Vater) müssen zur Rechenschaft gezogen werden
  • ausgestoßene Kinder, die durch ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Umwelt auffallen, müssen mehr betreut werden

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