iPod Shuffle nicht ohne lizenzierte Kopfhörer
Die dritte Generation des Apple iPod Shuffle kommt mit einigen interessanten und teilweise weniger vorteilhaften Neuerungen daher. Positiv ist unter anderem die Möglichkeit, sich Songtitel und Interpreten per VoiceOver vorlesen zu lassen. Schön aber nicht elementar wichtig. Die Internetseite Crunchgear.com hingegen schreibt, dass der neue Winzling nur noch über die Kopfhörereinheit steuerbar sei, die mit einem Speicherchip des Typs "8A83E3" ausgestattet ist und ohne die anscheinend keine Steuersignale an den Shuffle weitergegeben werden könnten.
Damit wäre man als Shuffle-Besitzer auf lizenzierte Hardware seitens Apple angewiesen.... Andere Wettbewerber werden in Zukunft zur Kasse gebeten.

Flexible Displays
Die Forschung hat seit einigen Jahren eine neue Richtung bei der Entwicklung von Displays eingeschlagen. Ihr Ziel ist es, flexible, biegsame und trotzdem berührungsempfindliche Anzeigen zu entwickeln, die den Eigenschaften eines Papierblattes nachempfunden sind. So sind die ersten Modelle des amerikanische Produzenten E Ink in Amazons E-Book-Lesegerät Kindle eingebaut worden.
Als nächste Stufe ist eine biegsame Variante, die noch in diesem Jahr marktreif sein soll, geplant. Eine Firma aus unserem "Nachbarländchen", den Niederlanden, namens Polymer Vision, hat mit seinem Modell "Readius" bereits eine ausrollbare Ausführung auf den Markt gebracht. Die ersten Ausdauertests laufen bereits.
Wenn sich die Faktoren Flexibilität, Berührungsempfindlichkeit und Ausdauerfähigkeit bei den Displays der Zukunft alle unter einen Hut bringen lassen, kann ich mir eine zum Beispiel eine Ablösung der traditionellen Zeitung durch die digitale Version vorstellen. Weitere Anwendungsbeispiele wären tragbare MP3-Player, Navigationsgeräte und Handys, die dank des schmaleren Displays, auch kleinere Maße haben werden. Idealerweise werden die neuen Displays künftig größere Bildschirmdiagonalen und eine lange Betriebszeit - bedingt durch neue Akkumulatoren - haben und können ohne großen Aufwand produziert werden, was sie auch preislich gesehen attraktiv machen wird.

Nützlich oder doch nur Spielerei?
Auf der Greener Gadgets Konferenz in New York wurden die umweltfreundlichsten Gadgets - was auf Deutsch so viel wie "Schnickschnack" heißt - gekürt. Auf das erste Treppchen wurde das "Tweet-a-Watt", ein Gerät, das per Funk den Stromverbrauch in den Microbloggingdienst Twitter einspeist, gewählt.
Dazu schaltet man das optisch stillos geratene Messgerät einfach zwischen Steckdose und Verbraucher und das Gerät kann mit der Arbeit anfangen. Am Ende des Tages berechnet es den gesamten Nutzstrom und sendet die Daten an die Internetplattform. So kann sich jeder, der sich für den Stromverbrauch eines Bekannten/Freundes/Nachbarn interessiert, mal eben Überblick verschaffen
Aber auch der Eigentümer dieses "sinnvollen" Gadgets kann sich über den eigenen Stromverbrauch informieren. Für den Fall, dass er mal nicht zu Hause ist (z.B im Urlaub oder auf Geschäftsreise), kann er beispielsweise überprüfen, ob er vergessen hat den Herd auszustellen.
Der "soziale Druck" durch die Community, die hier eine Transparenz bei den Strompreisen erfährt, soll den Öko-Menschen der Zukunft dazu bewegen, stromsparendere Geräte anzuschaffen und auch mehr auf die Stromrechnung zu achten. Für Menschen, die gerne in einem lichtdurchfluteten Heim wohnen, wo auch Zimmer beleuchtet sind, in dem sich für Stunden niemand aufhält, wird das Öko-Gadget des Jahres auf keine Begeisterung treffen.
Es geht aber auch einfacher: Zeitschaltuhren oder zeitgesteuerte Schalter reduzieren den Stromverbrauch enorm
Netbooks mit Android
Googles Betriebssystem Android bereitet der Konkurrenz von Microsoft echte Sorgen. Jetzt ist publik geworden, dass der Computerhersteller Asus das ehemals für Mobiltelefone entwickelte Betriebssystem auch auf seinen Netbooks testet. Im Moment sei die Software aber noch im Test und erst in "ein bis zwei Monate[n]" sollen dann die ersten Ergebnisse vorliegen.
Es liegt auch nahe, den Schritt hin zu einem neuen Betriebssystem zu wagen: Windows XP, das nun in die Jahre gekommen ist, wird seitens Microsoft nur mit einer Lizenzbedingung ausgeliefert, die besagt, dass maximal 1 Gigabyte Arbeitsspeicher und 160 Gigabyte Festplattenkapazität verbaut sein dürfen. Greift man optional zu dem OpenSource Betriebssystem Linux, so ist der Hersteller nicht an vereinbarte Hardwareeigenschaften gebunden und darf sein Netbook nach Belieben ausstatten. Ferner spart man als Kunde noch gute 30 bis 50 €.
Der klare Vorteil bei Android: die Software ist für den Mobilfunk programmiert und dürfte auch im Netbook eine gute Figur machen. Ist ein Mobilfunkchip im Netbook verbaut, könnte man über die Software den Chip ansteuern und beispielsweise per UMTS im Internet surfen.
Profitieren könnten so einige von Asus anstehender Wahl: zum Einen wären da die Kunden, die sich ganz simpel per UMTS ins Internet einwählen können, zum anderen die Hersteller, sie wären nicht mehr an Lizenzbedingungen gebunden und könnten dementsprechend viel Geld sparen und ihre eigenen Vorstellungen von der Dimensionierung der Hardware durchsetzen. Zu guter letzt würde wie immer Google persönlich von dem Schritt profitieren. Die Software macht es dem Vorbild der kostenlosen Google Applikationen gleich: großer Funktionsumfang, aber dafür wirft Google seinen Blick auf die Daten.
Prototypen: USB 3.0 und Wireless USB 1.1
Auf der Cebit kann man den Prototypen des Superspeed USB 3.0 begutachten. Dieser erreicht super schnelle Übertragungsraten von ca. 155 MByte/s. Die Geschwindigkeit soll bis zum "Release" des neuen Standards noch verdoppelt werden - das macht dann ungefähr 300 MByte/s pro Sekunde! Eine Wireless USB in der Spezifikation 1.1, die einen geringeren Stromverbrauch, längere Pin-Kombinationen und mehrere Sprachen ermöglichen soll, wird gegen Ende des Jahres erwartet. Auf der CeBIT konnte man leider noch keinen Blick drauf werfen - erste Vorschläge konnte gestern eingereicht werden.
Doch welche Komponenten diesen extremen Datenstrom in so kurzer Zeit auswerten und verarbeiten sollen, weiß ich nicht. Jetzt stelle man sich mal vor, man kopiert einen großen Ordner, der mehrere tausend Dateien enthält, auf einen externen USB 3.0 Datenträger: wie soll der Speicher so schnell schreiben können, ohne dass Dateien entweder fehlerhaft übermittelt werden oder das Speichermedium den Datenfluss ausbremst und es zu einem Datenstau kommt? Mit der aktuellen Otto-Normalverbraucher-Hardware ist dies noch nicht möglich. Vielleicht verschaffen neue Techniken Abhilfe. Ich bezweifle aber, dass diese bis zum Ende des Jahres in Prodkution gehen werden. Und wenn, dann liegen die Preise deutlich oberhalb der finanziellen Schmerzgrenze...
Smartphone mit WLAN-Sharing
Der Computerhersteller Asus drängt nun auch auf den Mobilfunkmarkt und kündigt das P835, das auf Windows-Mobile Basis läuft und über WLAN-Sharing verfügen soll, an. WLAN-Sharing bedeutet, dass das P835 per WLAN seinen Internet-Breitbandzugang (im Idealfall bis zu 7,2 MBit/s Donload- und 2,0 MBit/s Uploadgeschwindigkeit) mit anderen WLAN-fähigen Geräten teilen kann. Funktionieren soll das Ganze, ohne separate Software auf den "Clients" installieren zu müssen. Das Handy ist technisch so ausgelegt und programmiert, dass es bis zu 10 WLAN-Verbindungen simultan aufrechterhalten und im Fall eines Verbindungsabbruches, die Verbindung automatisch wiederherstellen kann.
Das Smartphone soll ferner mit einem 3,5 Zoll großen Touchscreen, welches eine Auflösung von 800 * 480 Pixel darstellen kann, daherkommen. Um das Surfvergnügen zu komplettieren, hat Asus auf den Internet Explorer Mobile verzichtet, und liefert stattdessen den leistungsstärkeren Opera Mobile Browser mit. Für Firefox-Liebhaber oder diejenigen, die gerne einen anderen Browser auf dem Smartphone werkeln haben, bringt das P835 eine Java-Unterstützung mit, mit der das Implementieren von neuen Browsern zum Kinderspiel wird.
Die weitere Ausstattung und Informationen über das Asus P835 im Überblick:
- A-GPS-Empfänger
- 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus
- Bluetooth 2.0+EDR
- Gewicht: 148 Gramm
- Maße: 115mm × 59mm × 13.8mm
- Betrieb im Standby: bis zu 350 Stunden
- Gesprächsdauer: 7 Stunden
- interner Speicher: 4 GByte
- Speichererweiterung per microSDHC-Karte bis max. 16 GByte

Sony-Ericssons Idou
Die Serie neuer Informationen und Pläne von der Mobile World Congress will nicht abreißen: Sony-Ericsson will bei seiner künftigen Handyproduktion auf einen anderen Zug aufspringen als die Hersteller LG und Samsung. Hier steht der Punkt Leistung und "grenzenlose" Ausstattung im Mittelpunkt. Die neue Produktionsreihe "Idou" soll in puncto Musik, Kamera, Gaming und Internet niemanden mehr "unbefriedigt" lassen.
Beispielsweise soll das Allround-Talent mit einer 12,8 Megapixelkamera (meiner Meinung nach totaler Unsinn, so viele Transistoren auf einen so kleinen Chip zu quetschen), die mit einem Xenonblitz daherkommt, ausgestattet werden.
Weitere Komponenten und Dienste:
- großes Display (320 x 240 Auflösung)
- Fingerbedienung (komplett)
- zwei Online-Dienste (Musikabo-Angebot und PlayNow Arena für Filme, Videos und TV-Serien)
Einen konkreten Releasetermin hat Sony-Ericcson aus strategischen Gründen aber noch nicht bekannt gegeben. Nur zum Sony Ericsson W995, dass im vierten Quartal diesen Jahres auf den Markt kommen soll, gibt es genaue Details:
| Sony Ericsson W995 | |
| Arbeitsspeicher | 118 MB |
| Bildschirmauflösung | 320 x 240 |
| Erweiterungssteckplatz | Memorystick Micro (8 GB-Stick mitgeliefert) |
| Gewicht | 113 Gramm |
| Maße | 97 x 49 x 15 Millimeter |
| Drahtlose Verbindungen | GSM/GPRS/EDGE/UMTS/HSDPA, Bluetooth, W-Lan |
| Standby-Zeit | Bis zu 370 Stunden |
| Sprechzeit | Bis zu 9 Stunden |
Keine “Blutmaterialien”
Die größte Handymesse der Welt, die World Mobile Congress in Barcelona, bringt nicht nur technische Neuerungen und Highlights zum Vorschein, sondern wird auch als öffentliche Plattform für wirtschaftspolitische Forderungen genutzt. Menschenrechtler der Organisation Global Witness forderten die Handyproduzenten auf, auf Materialien aus umkämpften Gebieten, beispielsweise dem Kongo, zu verzichten, weil die herrschenden Rebellengruppen u.a damit ihre Waffen finanzieren. Diese Vermutung basiert auf einer Untersuchung, die in Kooperation mit UNO-Experten durchgeführt wurde.
Besonders die Gebiete, in denen der seltene Rohstoff Coltan vorkommt, der für die Halbleiterproduktion benötigt wird, sind von mehreren Gruppierungen hart umkämpft. Der seit 1996 andauernde Krieg, der auch um Edelmetalle, Diamanten, Kupfer, Zinn und andere Erze geführt wird, hat bisher ca. 5,6 Millionen Menschenleben gefordert.
Die Konzernpolitik sollte in Zukunft so angepasst werden, dass darauf geachtet wird, von woher die Rohstoffe einkauft werden. Zwar ist der Import der Rohstoffe aus Entwicklungsländern (besonders Afrika) bedeutend billiger als aus anderen Regionen und die Vorkommen sind reichhaltiger, doch mit den Geldern werden (indirekt) weitere Waffen finanziert, mit denen der eigene Machtbereich (Einflussbereich) auf andere rohstoffreiche Regionen ausgeweitet werden soll.
Handys pro Umwelt
Die technische Ausstattung der Handys, der Funktionsumfang, aber auch die Umweltfreundlichkeit der kleinen "Riesen" verbessert sich nach und nach. Kurz vor der Mobile World Congress in Barcelona sind Samsungs Bemühungen, ein sparsames Handy, das aus PCM (ehemals Plastikflaschen) zusammengeschustert wurde und die Energie aus der Sonnenstrahlung gewinnt, bekannt geworden.
Die Rückseite des Handys setzt sich größtenteils aus kleinen Solarzellen zusammen, die den Strombedarf ausreichend decken sollen, muss man früher oder später doch mal zum Ladegerät greifen, liegt dem Gerät ein Energie effizientes Ladegerät bei, welches lediglich 0,03 Watt im Standby verbraten soll. Handy und Ladegerät sollen ausschließlich aus nicht schädlichen Elementen zusammengebaut werden. Das Material für die Verpackung wird aus Altpapier gewonnen.
Als zusätzliches Gadget soll ein Schrittzähler im Handy integriert sein, der nicht zur Berechnung der zurückgelegten Distanz bzw. der verbrauchten Kalorien programmiert wurde, sondern um dem Besitzer anzuzeigen, wie viel CO2-Ausstoß er durch das Laufen anstelle des Fahrens mit dem Auto eingespart hat.
Der Aufbau orientiert sich ganz nach dem Motto: Sparen, umweltbewusst denken. Weil das Handy auf Strom sparen ausgelegt ist, wurden besondere Energie-Knöpfe auf der Handyoberfläche installiert: mit einem Knopfdruck schaltet das Gerät in den "Öko-Modus". Ferner soll es viel leichter werden, Bluetooth zu deaktivieren, die Helligkeit und die Leuchtdauer des Bildschirms anzupassen.
LG hat die Marktnische auch erblickt und ein Konkurrenzmodell entwickelt, das allerdings den enormen Umweltansprüchen des Samsung Handys nicht gerecht werden kann. Für die Produktion von Ladegerät und Handy verwendet der Elektronikhersteller weiterhin teils schädliche Stoffe.
Damit man sich ein Bild von den neuen "Umwelthandys" machen kann:


Die chinesische Billigvariante
Handytrends aus Japan
"Nichts ist unmöglich". Mit diesem Slogan wirbt offiziell der japanische Automobilhersteller Toyota. Doch auch die Handys aus der japanischen Mobilfunkschmiede lassen sich sehen: einige Modelle kommen mit einem virtuellen 3D-Display daher, andere mit doppeltem TV-Tuner (wohl zum simultanen Betrachten und Aufzeichnen des Fernsehprogramms), CD-Ripfunktion oder 8 Megapixelkamera. Die Anwendungsbereiche für Handys scheinen in der japanischen Mobiilfunkindustrie kein Ende zu nehmen.
Ein Anbieter möchte demnächst eine Erweiterung für Apples iPhone auf den Markt bringen, die es erlaubt, TV zu empfangen. Hierzu sendet das etwa 80 Gramm leichte (schwere) technische Bauteil per WiFi die decodierten Informationen an das Handy.
Zum Schluss kann man festhalten: die Japaner sind uns in Sachen technischer Einfälle und Kreativität um einige Jahre vorraus. Ferner muss man ihnen lassen, dass die Japaner ein lustiges Volk sind, die auch Gemüse zum Musizieren zu gebrauchen wissen.
Einige Modelle können schon auf der Internetseite bestaunt werden
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