Artikel-Schlagworte: „Technik“

Microsofts iPhone

Apple “schuf” es und einige Jahre später sieht auch Microsoft, dass es “gut” ist. Die Rede ist vom Trendsetter iPhone und dem iPhone AppStore, die in puncto Multimedia-Handy mit Touchscreen und passender Online-Download-Plattform zum Spitzenreiter gehören. Der Milliardste Download wurde kürzlich über den AppStore abgewickelt. Und auch Microsoft verfolgt die ständigen (Erfolgs-)Meldungen des geliebten Konkurrenten mit, sodass ein Eintritt Microsofts in diesen Zweig doch langfrisitg unabwendbar ist.

Microsofts neues Handy hört auf den Codenamen “Pink” (Geschmackssache) und soll schon nächstes Jahr exklusiv im Netz des Mobilfunk-Anbieters Verizon Wireless verfügbar sein. Microsoft wird an der Soft- und Hardwareentwicklung maßgeblich beteiligt sein, möchte die Produktion aber “auslagern”. Mit dem Launch des Microsoft Multimedia-Handys soll auch der “Windows Marketplace for Mobile”, der Online-Shop mit weiteren Handy-Applikationen, starten.

[via]

auch bei heise-online

Der Wunderstoff

Heise Online betitelt seinen Bericht über die kürzlich entwickelten Bänder aus Kohlenstoffnanoröhrchen so:

Dehnbar wie Gummi und stärker als Stahl

Und genau diese Eigenschaften bringt der neue Meilenstein in der Forschung mit sich. Ray Baughman, Direktor des Nanotech-Instituts der University of Texas, hat dieses Material erfunden. Es “stärker als Stahl, dehnbar wie Gummi, leicht wie Luft” und nur 11 Nanometern dick. Und das Besondere: es lässt sich in der “Breite um das Dreifache dehnen”, der Länge nach ist es aber “zugfester als Mylar”. In einigen Test trotze es Temperaturen zwischen minus 190 und über 1600 Grad Celsius – in diesem Temperaturbereich ist der Stoff so widerstandsfähig wie kein anderer. Hinzu kommt das äußerst geringe Gewicht, die Transparenz, Flexibilität und Leitfähigkeit des Materials. Inwieweit dieses Material bald seinen Einzug in die (Computer-) Technologie feiern darf, kann jetzt noch nicht gesagt werden.

Als Baustoff für Prothesen ist es allerdings gut geeignet. Die Fachzeitschrift Technology Review berichtet, dass dieses Material auf elektrische (Stromstöße) und chemische Signale reagiere und seine Größe dementsprechend verändere.

… einige dehnen sich um bis zu ein Prozent aus und üben dabei über den gleichen Bereich 100 Mal mehr Kraft aus als natürliche menschliche Muskeln

Erstaunlich viel Kraft steckt in diesem Wundermaterial, das sich bald eventuell zum Ersatz menschlicher Muskulatur eignen wird. Der Einsatzzweck ist aber von der benötigten Stromaufnahme des Materials abhängig: muss nur ein kleiner Strom (weniger als 1Ampere) für die Dehnarbeit aufgebracht werden, wäre eine technische Problemlösung schon in absehbarer Zeit realisierbar. ;)

Wo könntet ihr euch den Einsatz des neuen Wundermaterials vorstellen? Wärt ihr für oder eher gegen eine Verwendung im menschlichen Körper?

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Zentralabitur Technik 2009

Der Start ins Zentralabitur 2009 mit dem Prüfungsfach Deutsch war gelungen, der Prüfungskommission durfte dieses Jahr kein Fehler unterlaufen. Die Auswahlthemen für den Leistungskurs Deutsch waren überraschend gut verständlich und umsetzbar. Im Gegensatz dazu fielen die Aufgaben für den Deutsch Grundkurs wohl etwas schwerer aus.
Am folgenden Tag (laut Einslive eigentlich ein prüfungsfreier Tag) wurden die Prüfungsfächer Technik LK, Ernährungslehre GK und Informatik GK geschrieben. Und wie der Zufall es nun will, bin ich stolzer “Technik LKler”, bzw. ich war es bis zu diesem Tag…

Die Technikklausur griff die Themen Digitaltechnik und Elektrizitätslehre auf. In der Digitaltechnikaufgabe gab es folgende Problemstellung: Es  sollten eine Vorrangsschaltung und ein Zeitzähler entwickelt werden, die einige Bedingungen erfüllen mussten. Vom Stoff her eigentlich gar kein Problem, doch die Aufgabenstellungen waren zumeist so unbesonnen formuliert, dass der Fachlehrer einige Male zu Rate gezogen werden musste. Und das bei einer Abiturklausur! Die Antwort die wir vom Lehrer erhielten war genauso aussagekräftig, wie die Aufgabenstellung selber: “Es gibt mehrere Lösungsansätze.” Ja klar, natürlich gibt es manchmal mehre Optionen, eine digitaltechnische Schaltung mit unterschiedlichen Bausteinen und Komponenten zu synthetisieren. Doch wenn schon die Aufgabenstellung einige Unklarheiten aufwirft, ist es unmöglich, eine funktionsfähige geforderte Konzeption zu entwerfen.

Beim erstmaligen Durchlesen der Aufgabenstellung Nr. 1 sind viele meiner Mitschüler (ich auch) vorsichtshalber direkt mal zu Aufgabenstellung Nummer 2 übergegangen. Thema: Spannungsfall. Davon habe ich ehrlich gesagt schon mal was gehört, einige Formeln hatte ich auch noch irgendwo in der hintersten Ecke meines Gedächtnisses vergraben, doch eine ausführliche Baarbeitung und Präparation im Unterricht hatte leider nicht stattgefunden. Hinzu kam, dass laut Expertenmeinung ein solches Thema in der Klausur eher nicht dran käme – wegen der anderen Schulform: Gesamtschule. Somit hieß es gezwungener Maßen, Mut zur Lücke.

Ein Fehler: denn genau dieser Aufgabentyp wurde gestellt. Es ist jetzt nicht so, dass wir damit überhaupt nicht zurecht kamen. Einige Formeln, wie beispielsweise das ohmsche Gesetz oder die Formeln zur Berechnung des Stromes (I= U/R) und des Widerstandes an Leitungen hatten wir verinnerlicht, aber der Aufgabentyp, wie er nun mal in der Klausur vorlag, den hatten wir nie besprochen. Ferner erschwerte die schwammige Formulierung die Bearbeitung der Aufgaben: “Berechne die Teilströme…” Welche Teilströme? Es waren 5, streng genommen 8 Teilleitungen gegeben und weitere 4 Optionen, wenn man die Verbraucher mit einberechnete… Später sollte auch noch die Leistungsaufnahme berechnet werden, mit allen 12 errechneten Teilströmen zeitlich sehr aufwendig…

Das Ergebnis nach der Klausur: der Großteil des Kurses hat sich über diese miese Klausur beschwert und sich schon mal für eine eventuelle Nachprüfung angekündigt! Kein gutes Zeichen für einen Technik LK während der Abiturphase. Und das nur, weil es im Fachbereich Technik keine Auswahlthemen gab. Nicht mal unser Techniklehrer durfte eine Klausur für uns aussuchen, denn dann hätten wir sehr wahrscheinlich dieses Themengebiet und damit diese Klausur gemieden. Es ist ein Unding und auch eine deutliche Benachteiligung gegenüber anderen (naturwissenschaftlichen) Fächern, die mehrere Themen zur Auswahl haben, dass für Technik eine ausgewählte Klausur vom Schulministerium kommt und dem Lehrer und den Schülern die Hände gebunden sind.

Schließlich arbeitet man für das Abitur den Stoff von fast zwei Schuljahren auf, um ihn dann abrufen zu können. Den gesamten Stoff beherrschen die wenigsten aus dem FF. Im Abitur sollten nicht diejenigen benachteiligt werden, die sich weniger intensiv mit einem bestimmten Thema auseinandergesetzt haben oder denen das Thema nicht liegt. Es sollten abschließende Prüfungen der schulischen Laufbahn sein und kein schulisches Todesurteil.

Barbara Sommer wollte letztes Jahr die Verantwortung für die verkorksten Abiturprüfungen übernehmen. Geschehen ist abgesehen von der Prüfungskommission, die für das Fach Technik nicht vorgesehen war, nichts….

Beliebt wie nichts andere

Ich kann mich noch genau an diesen Augenblick erinnern, als ich dieses gelbe, riesige Monstrum von GameBoy in den Händen hielt (für eine Hand war der erste Gameboy seiner Serie ja deutlich zu groß). Nintendos Handheld-Spielkonsole, der GameBoy, feiert dieses Jahr seinen 20. Geburtstag und schrieb seit seiner Markteinführung Geschichte: keine andere Handheld-Spielkonsole wurde öfter verkauft. Insgesamt zählte Nintendo 118 Millionen verkaufte Produkte des Ur-Gesteins und seinem Nachfolgemodell dem GameBoy Color.

Der erste GameBoy war aber damals nichts Besonderes: mit seinen vier Grautöne (eher keine Farben) auf einem altmodisch grünen Hintergrund konnte er der Konkurrenz nichts entgegensetzen.

Spielkonsolen-Legende Atari zeigte im selben Jahr auf der
US-Hightech-Show CES die eigene Handheld-Konsole namens Lynx. Statt
vier Graustaufen zeigte das Atari-Gerät 4096 Farben, statt 6,5
Zentimeter Bildschirm-Diagonale wie der Gameboy hatte das
Atari-Spielzeug knapp neun.

Auch heute noch beherzigt Nintendo sein Motto “Billig, einfach, kreativ”. Hardwaretechnisch sind die Konsolen des japanischen Unterhaltungselektronikherstellers nie Top gewesen, aber auch nie Flop. Was gestimmt hat und immer noch stimmt, ist die Kombination aus niedrigem Preis und großer Spielevielfalt. Ein passender Beweis ist die Wii: leistungsmäßig kann sie es um Längen nicht mit den anderen Wettbewerbern, der XBOX 360 und dem Branchenprimus Playstation 3 aufnehmen.

  • 88 MB Hauptspeicher (24 MB „internes“ (schnelles) 1T-SRAM, 64 MB „externes“ GDDR3 SDRAM)
  • 3 MB GPU Textur-Speicher
  • 512 MB Flashspeicher (erweiterbar über eine SD- oder (seit Firmware-Update 4.0 auch) SDHC-Card mit einer Größe von bis zu 32GB)

Wie man sieht, sind größtenteils Sparrechnerkomponenten verbaut. Aber es funktioniert trotzdem gut, sehr gut…

gameboy

[via]

Bau dir deinen Retro-PC

… oder lass ihn dir von Benjamin Heckendorn zusammenbauen, der schon so ziemlich jede Spielkonsole und jeden Computer zu einem Laptop umgebaut und -konfiguriert hat. Diese Option dürfte allerdings die kostenintensivere sein. Die Preise für die selbst gebastelten Elektronikeinrichtungsgegenstände variiert zwischen einigen Hundert und 3000 Dollar für die “anspruchsvolleren” Geräte.

Ganz unbegründet sind seine Preiserwartungen aber nicht: schließlich muss sich der Hardware- und Moddingexperte zunächst in sein neues Arbeitsgebiet einarbeiten und im Fall seines Selbstbau-Commodore einige Kniffe einbringen, die den Gebrauch des Gerätes auch ohne 1541-Floppy möglich macht. Einerseits wäre da der unnötig große Platzbedarf der 80er-Jahre-Hardware-Generation zu berücksichtigen und andererseits eine Lösung zu finden, die das “Arbeiten” am Selbstbau-Commodore nicht unnötig verlangsamt: Abhilfe schafft nun ein spezielles SD-Kartenlesegerät, das mit billigen und vor allem kleinen Medien gespeist werden kann.

Weitere Probleme sind bei solch einem Umbau natürlich schon vorprogrammiert:

  • Hauptplatine
  • Tastatur
  • Verkabelung und Stromversorgung

Wer jetzt selber auf den Geschmack gekommen ist, sich seinen eigenen Retro-Computer zusammenzubasteln oder ihn zu einer tragbaren Variante um modifizieren möchte, für den hat Heckendorn ein Buch geschrieben, Baupläne zum Herunterladen erstellt oder bestimmte Bausätze im Angebot, von denen er schon mehrer tausend an den Mann gebracht hat.

Allerdings wird sich Heckendorn wohl von seinem jüngsten Schützling (Commodore 64 Laptop) nicht trennen können.

[Der Selbstbau-Commodore 64 sieht so] wunderschön hässlich aus, als käme er aus den achtziger Jahren einer alternativen Realität, wo er tatsächlich existierte

Informationen [via]
Bilder [via]

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