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11Sep/090

StudiVZ bestätigt Zahlung an Facebook

Gestern auf dem Heimweg im Auto hörte ich die Nachricht, studiVZ habe sich mit Facebook endlich einigen können. Der Grund für die juristischen Schlammschlachten war Facebooks Vorwurf, studiVZ habe "Optik und Funktionalität" einfach kopiert. Daraufhin versuchte Facebook sowohl im Heimatland des Gründers Mark Zuckerberg (USA) als auch in Deutschland einen Sieg vor Gericht einzufahren.


Screenshot von spiegel.de

11Mai/090

Vodafone äußert sich zu Nokia-Boykott

Man muss nicht lange auf eine Antwort seitens des Mobilfunkanbieters Vodafone zum Nokia-Boykott warten. Die "Welt" hatte berichtet, dass die Mobilfunkriesen T-Mobile und Vodafone den Verkauf von skypefähigen Handys, u.a. Nokias neues Flaggschiff N96, boykottieren wollten. Denn die VoIP-Software gefährde das Kerngeschäft der Mobilfunkanbieter...

Vodafone weist aber alle Vorwürfe von sich und möchte sich in dieser Angelegenheit kooperativ zeigen:

Es gibt keinen Streit zwischen Nokia und uns.

Von einem Streit kann ja auch nicht die Rede sein - eher von einem Interessenkonflikt. Denn Nokia hatte mit Skype vereinbart, zukünftige Modelle mit der kostenlosen Skype-Software auszustatten, die ein kostenloses bzw. kostengünstiges Telefonat ins Festnetz ermöglicht. Dass dieser Deal nicht zu Gunsten der Mobilfunkanbieter ist, möchte auch niemand bestreiten. Und so bringt Vodafone seine eigene Lösung für diesen "Interessenkonflikt" mit ein:

Den Streit um Skype auf dem Handy will der Mobilfunkanbieter Vodafone mit einem Sondertarif umschiffen.

Bei dem Sondertarif handelt es sich um einen speziellen (teuren) Datentarif, der in Verbindung mit den skypefähigen Handys abgeschlossen werden soll. Damit möchten die Anbieter die fehlenden Gesprächseinnahmen kompensieren. Womöglich wird die Grundgebühr von dem Tarif so unerschwinglich ausfallen, dass viele Interessenten von der Option abgeschreckt werden. Dann würde ich Vodafone-Sprecher Kuzey Esener auf jeden Fall recht geben:

Esener erwartet dennoch keinen großen Ansturm der Nutzer auf den Dienst.

[via]

4Apr/090

Skype kritisiert T-Mobiles Beschluss

Skype hat sich nun endlich zum Beschluss der Deutschen Telekom Tochter T-Mobile geäußert, die die gleichnamige VoIP-Applikation Skype auf dem iPhone blockieren will. Laut T-Mobile müsse mit einer zu starken Auslastung der UMTS/HSDPA-Mobilfunknetze gerechnet werden und eine hohe Gesprächsqualität, wie sie im normalen Mobilfunknetz standardmäßig erzielt wird, könne deshalb nicht durchgängig sichergestellt werden. Damit ist dieser Schritt aus Sicht der T-Mobile völlig legitim. Skype dagegen wirft dem Unternehmen Wettbewerbsbehinderung vor.

Bei Skype können Nutzer untereinander kostenlos telefonieren – damit könnten sie also die T-Mobile-Gesprächsgebühren umgehen.

Jean-Jacques Sahel, Regulierungsbeauftragter von Skype in Europa äußert sich so:

Die Netzwerkanbieter sollten die Nutzer selbst entscheiden lassen, welche Dienste sie nutzen.

Dass das Interesse an dem Dienst ununterbrochen ist, bestätigen die Downloadzahlen in Höhe von rund 1 Millionen seit der Veröffentlichung der Skype-Anwendung und Nokias Vorhaben, den Dienst auf einigen geplanten Handymodellen vorzuinstallieren . Trotz alle dem sind T-Mobiles Bedenken nicht wahr geworden, so urteilte Sahel.

Die technischen Einwände der Telekom sind völlig unberechtigt.

skype

Informationen

4Apr/090

Gema vs YouTube

Der Streit zwischen der Gema und Googles Videoplattform YouTube setzt sich weiter fort. Jetzt meldete sich auch der Chef der Gema, Heker, zu Wort und kritisierte Googles Anti-Gema-Kampagne deutlichst.

Das hat nichts mehr mit fairen Verhandlungen zu tun. Die Ausgangsbasis war ein Cent. YouTube spricht von zwölf Cent nur im Rahmen seiner Kampagne gegen uns.

Heker sieht in YouTubes Behauptungen, die Gema verlange zukünftig 12 Cent pro abgespielten Musikvideo, eine dreist inszenierte Farce. In Wirklichkeit folge YouTube Deutschland nur dem Beispiel seines britischen Pendanten, das sich zuvor schon bei den neuen Vertrags- und Lizenzbedingungen mit der PRS quergestellt hat, um die Musikverwertungsgesellschaft unter Druck zu setzen und sie mit einer vollständigen Entfernung der betroffenen Musikclips zu erpressen. Es ist eindeutig, dass dieser Schritt nicht im Interesse der Musikbranche liegt.

Ferner sind auch die YouTube-Nutzer von den Maßnahmen der andauernden Verhandlungen zwischen den beiden Parteien betroffen. Denn solange sich beide Opponenten nicht über einen Preis einigen können, wird die Auswahl der Musikclips stark beschnitten. Zu Lasten des unschuldigen YouTube-Nutzers, der sich bis dato nach Belieben und völlig kostenlos auf der Plattform umsehen konnte. Diese Auswahl kann ihm nach derzeitigem Stand nun nicht mehr gewährleistet werden, wodurch die Gema auf eine bestimmte Art und Weise "dämonisiert" wird. Und falls es dazu kommen sollte, landet sie mit der unbeliebten Musikindustrie in einer Schublade, die jahrelang Kreuzzüge gegen Tauschbörsennutzer geführt hat - erbarmungslos und konsequent.

Ob die Gema nun Recht hat oder YouTube Deutschland, konnte ich leider noch nicht in Erfahrung bringen. Die Hauptsache ist, dass sich die Gema als Retter der Musiker präsentiert und den unbeugsamen Verhandlungspartner YouTube als geldgierigen Abstauber.

Die Urheber sind nicht dafür da, dass YouTube auf ihre Kosten mit Werbung Geld verdient.

Quelle

Infos zu diesem Thema bei zweipunktnull

Infos bei heise Online

1Apr/090

YouTube Deutschland dreht Saft ab

Jetzt hat die Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) auch an der Tür von YouTube Deutschland gerüttelt. Erst letzten Monat lief der Vertrag zwischen der PRS und YouTube Großbritannien ab und weil sich letzterer Vertragspartner weigerte, eine höhere Lizenzgebühr pro Titel zu zahlen, wurde für die britischen Youtube-Nutzer eine Menge der von der Lizenz betroffenen Musikclips gesperrt. Auch das deutsche Pendant ist jetzt an der Reihe. Laut Konzernangaben fordere die Gema einen inhumanen Preis von 12 Cent pro abgespielten Clip, die Gema aber beziffert ihre Forderungen auf lediglich 1 Cent pro Titel. Daraus resultieren verständlicherweise völlig divergente Meinungen:

Nicht nachvollziehbar.

So der YouTube-Manager Patrick Walker.

Bei YouTube Deutschland bezeichnete man die Forderungen der Gema als

...beispiellos in der Geschichte des Streamens von Musikvideos.

und als "Wucher".

Ferner verriet Patrick Walker:

Wir können die Höhe dieser Forderung nicht nachvollziehen und sind von der Unnachgiebigkeit der Gema enttäuscht. Das ist für YouTube nicht tragbar, wir würden mit jedem Abruf eines Videos Geld verlieren.

Auf der andere Seite steht die Sprecherin der Gema, Bettina Müller. In einem Interview mit Spiegel Online erklärte sie:

Wir haben YouTube 1 Cent pro Stream angeboten. Die Verhandlungen sind bislang daran gescheitert, dass YouTube nicht bereit war und ist, die Forderungen der Gema nach mehr Transparenz hinsichtlich des genutzten Musikrepertoires zu erfüllen.

Sprich: die Gema möchte einen perfekten Deal mit YouTube einfahren. Dafür dass der Preis pro abgespielten Musikclip nicht die 1 Cent-Marke übersteigt, möchte sie Einblick in Googles sorgfältig angelegtem Datenarchiv haben. Und jeder weiß, dass sich Google, repräsentativ für YouTube, nur ungerne in die Karten schauen lässt.

Wann es endlich zu einer Einigung zwischen den Streithähnen kommt und die YouTube-Nutzer endlich wieder ihre Lieblingsvideos und -Clips auf der Plattform betrachten dürfen, steht in den Sternen.

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11Mrz/090

Microsoft verletzt Patente

So sieht es die Firma Paltalks, die jetzt das Spielchen umdreht und den Softwaregiganten (-monopolisten) vor das Bundesbezirksgericht in Marshall zerrt. Es geht um zwei Patente, die der Kläger für umgerechnet 200.000 US-Dollar von MPath Interactive abgekauft hatte.

  1. Patent: Multi-Client Application Protocol (MCAP); "über die USA verteiltes Netzwerk von Spieleservern mit speziellen Zugängen bei Vertrags-ISPs"
  2. Patent: "Serverbasiertes Nachrichtensystem für interaktive Anwendungen", welches 1998 geschützt wurde

In dem Streit zwischen dem mittelständischen Unternehmen und dem Goliath der Softwarekonzerne, dreht es sich hauptsächlich um das zweite Patente, bei dem Microsoft das Patentrecht verletzt haben und so einen Wettbewerbsnachteil hervorgerufen haben soll. Der Streitwert beträgt 90 Millionen US-Dollar.

Microsoft dementiert diese Vorwürfe und beruft sich auf eine ausführliche Prüfung, die vor der Installation des Spielenetzwerkes XBOX Live und der Programmierung der Erfolgsspielereihe Halo, durchgeführt worden sein soll.

Zunächst einmal bin ich der Meinung, dass Microsoft sich an der Konkurrenz (Sony) orientieren und überhaupt die Gebühren für das Nutzen des XBOX Live Dienstes abschaffen soll. Für die kostenpflichtige XBOX Live Goldmitgliedschaft fallen monatlich rund 5€ Gebühren an, sofern man diese bei Microsoft persönlich beantragt. Greift man auf Zweithändler zurück, kann man die Kosten schon mal um gute 15% drücken ;)

Ferner finde ich das Vorgehen des Unternehmen Paltalks nicht verwerflich, da es nicht schadet,  auch mal Microsoft seine potentiellen Grenzen aufzuzeigen. Der Softwareriese hatte sich in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert: zum einen war da die Klage gegen den angeschlagenen Navigationshersteller TomTom, dem wegen angeblicher Patentverletzung die Existenzgrundlage unter den Füßen weggerissen wurde und zum anderen "bedroht" das Unternehmen auch den OpenSource-Sektor, der aufgrund des großen Patentbesitzes seitens Microsoft, immer mit einer gewaltigen Anklage rechnen muss. Diese Angst ist auch für den Rückgang der OpenSource-Software verantwortlich.

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