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22Apr/090

Beliebt wie nichts andere

Ich kann mich noch genau an diesen Augenblick erinnern, als ich dieses gelbe, riesige Monstrum von GameBoy in den Händen hielt (für eine Hand war der erste Gameboy seiner Serie ja deutlich zu groß). Nintendos Handheld-Spielkonsole, der GameBoy, feiert dieses Jahr seinen 20. Geburtstag und schrieb seit seiner Markteinführung Geschichte: keine andere Handheld-Spielkonsole wurde öfter verkauft. Insgesamt zählte Nintendo 118 Millionen verkaufte Produkte des Ur-Gesteins und seinem Nachfolgemodell dem GameBoy Color.

Der erste GameBoy war aber damals nichts Besonderes: mit seinen vier Grautöne (eher keine Farben) auf einem altmodisch grünen Hintergrund konnte er der Konkurrenz nichts entgegensetzen.

Spielkonsolen-Legende Atari zeigte im selben Jahr auf der
US-Hightech-Show CES die eigene Handheld-Konsole namens Lynx. Statt
vier Graustaufen zeigte das Atari-Gerät 4096 Farben, statt 6,5
Zentimeter Bildschirm-Diagonale wie der Gameboy hatte das
Atari-Spielzeug knapp neun.

Auch heute noch beherzigt Nintendo sein Motto "Billig, einfach, kreativ". Hardwaretechnisch sind die Konsolen des japanischen Unterhaltungselektronikherstellers nie Top gewesen, aber auch nie Flop. Was gestimmt hat und immer noch stimmt, ist die Kombination aus niedrigem Preis und großer Spielevielfalt. Ein passender Beweis ist die Wii: leistungsmäßig kann sie es um Längen nicht mit den anderen Wettbewerbern, der XBOX 360 und dem Branchenprimus Playstation 3 aufnehmen.

  • 88 MB Hauptspeicher (24 MB „internes“ (schnelles) 1T-SRAM, 64 MB „externes“ GDDR3 SDRAM)
  • 3 MB GPU Textur-Speicher
  • 512 MB Flashspeicher (erweiterbar über eine SD- oder (seit Firmware-Update 4.0 auch) SDHC-Card mit einer Größe von bis zu 32GB)

Wie man sieht, sind größtenteils Sparrechnerkomponenten verbaut. Aber es funktioniert trotzdem gut, sehr gut...

gameboy

[via]

5Apr/090

Spielekonsole mit Linux Betriebssystem

Das Geschäft mit neuen Spielekonsolen blüht dieses Jahr richtig auf. Traditionsreiche Playstation-Liebhaber greifen zur Playstation 2, die es nun schon für weniger als 100€ gibt oder aber zur großen Schwester, der es in puncto Ausstattung an nichts fehlt.

Für sparbewusste und abwechslungsreiche Konsolenfreunde wurden für dieses Jahr eine Fülle neuer, alternativer Konsolen angekündigt. Allen voran steht die Zeebo, die eigentlich für den Schwellenländermarkt konzipiert worden ist, im Interesse der Sparzocker. Die Ausstattung, ist wie der geringe Kaufpreis vermuten lässt, nicht mehr die aktuellste - doch reicht sie aus, um auch aktuelle Spiele in geringer Auflösung spielen zu können.

Auf ein anderes Konzept setzt die Firma Onlive, die mit ihrer Spiele-Streaming-Methode einen neuen Trend setzt. Hochauflösende Spiele sollen zukünftig auch auf leistungsschwächeren PCs und Laptops ruckelfrei laufen. Dafür werden die Inhalte der Spiele auf speziellen Servern berechnet und gerendert und anschließend komprimiert an die Client-Box gesendet. Einen Beitrag zum Spiele-Streaming gibt es hier.

Die Firma Envizions hat jetzt ihre Spielekonsole Evo Smart Console fertiggestellt. Sie basiert auf dem OpenSource-Betriebssystem Linux und soll 379 Dollar kosten. Die für Linux erhältlichen Spiele haben aber leider keinen "Neuigkeitswert" mehr - Spiele wie Super Tux, Tremulous und Alien Arena zählen noch zu den besten ihrer Art für diese Plattform.

Details zur Ausstattung:

  • Athlon X2 4850e (2,4 GHz)
  • ATI Radeon HD 3200
  • 2 GByte RAM
  • DVD-Brenner
  • 120-GByte-Festplatte
  • optional: Windows-Betriebssystem oder Mirrors Evolution

Als fortgeschrittener Computernutzer werden einem die Grenzen der Konsole - auch ohne ausführliche Benchmarks - im Vorhinein offensichtlich. Als Schwachstelle kommen besonders die CPU und die GPU in Frage, da sie mittlerweile nur noch zum alten Eisen gehören und sich daher nicht für die Berechnung aufwendiger Grafikknaller eignen.


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21Jan/090

Spieleland Deutschland

Die Spieleindustrie hat - anders als die SPD in Hessen - einen Grund zum Feiern. Die Verkaufszahlen, die das Marktforschungsunternehmen media control heute in Baden Baden veröffentlichte, geben Anlass zum Staunen. 18,7 Millionen Spiele sollen verkauft und damit rund 700 Millionen Euro im gesamten vergangenen Jahr umgesetzt worden sein. Prozentual bedeutet das einen satten Anstieg um 18% im Vergleich zum Jahr 2007.

In erster Linie haben die "Next-Gen-Konsolen" die Verkaufszahlen befeuert. Gefragt waren Spiele für Sony's Playstation 3 und Nintendo's Wii. Die Marktanteile der Wii bei der Spielesoftware beziffert sich auf 16 Prozent, die der Playstation 3 auf 12,5 Prozent und die der XBOX360 auf gut 7,9 Prozent. Einsamer Spitzenreiter ist Nintendos Handheld, der Nintendo DS, die 6,6 Millionen mal verkauft, mit 35 Prozent Marktanteil den deutschen Spielemarkt ganz klar dominiert.

Die meistverkauftesten Spiele waren "Mario Kart" und "Wii Fit" (beide für die Wii), gefolgt von "Dr. Kawashima: Mehr Gehirn-Jogging" (für den DS). Bei den PC-Titeln nimmt nach wie vor der "Multiplayer-Superstar" World of WarCraft (WOW) samt seiner beiden AddOns ("Wrath of the Lich King" und "WoW: Burning Crusade") den Verkaufcharts-Thron ein.

Fazit: Wenn ich mir so die offiziellen Verkaufszahlen anschaue stelle ich mit Erstaunen eines fest: Deutschland will nicht nur mit Spaß mehr abnehmen (Wii Sports), sondern auch nicht mehr zu den Dummen zählen ( Dr. Kawashima: Mehr Gehirn-Jogging). Löblich. Besser wäre noch der traditionelle Sport in der Natur oder das ein oder andere Sachbuch.

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29Dez/080

Wii wird videotauglich

Die Konkurrenz hat es erfolgreich vorgemacht: Microsoft und Sony bieten für ihre Hightech-Spielekonsolen Videomaterial über die hauseigenen "Marktplätze" an. Das Angebot beider Firmen konzentriert sich auf erfolgreiche Serien, (kostenlose) Clips, Spielfilme, Trailer und Musikclips. Nintendo will es denen aber nicht nachmachen, sonder eigens produzierte Inhalte auf den Bildschirm der Wii-Nutzer bringen. Vermutet wird, dass Nintendo Zeichentrickfilme offerieren möchte; der Konzern machte dazu noch keine Aussagen.

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