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24Mai/090

Facebook wird gesperrt

Politiker, Parteien und andere Interessenverbände eröffnen seit geraumer Zeit ihre eigenen (Fan-)Gruppen, um sich mit ihren Sympathisanten über bestimmte Thematiken austauschen und einen Online-Wahlkampf a la Barack Obama führen zu können, einen sogenannten Web2.0-Wahlkampf.
Dem radikalen Präsidenten Ahmadinedschad gefällt diese Strategie drei Wochen vor dem Wahlkampf gar nicht und so lässt er Facebook für seine Landsleute sperren. Es ist also derzeit nicht ohne Hilfsmittel möglich, die schnell wachsende Online-Plattform im eigenen Browser zu öffnen. Ahmadinedschad erklärte, dass sein Herausforderer Mussawi für das Amt des Regierungschefs "die iranische Nation in beispielloser Weise gedemütigt" habe, indem er Zugeständnissen an den Westen mache.

Die Betreiber von Facebook bezeichnen diesen Schritt als herbe Enttäuschung, weil die Annäherung der Bevölkerung ans Internet als Informationsquelle einfach unterbrochen wurde. Auch die deutschen sozialen Netzwerke wie wer-kennt-wen und studiVZ öffnen sich politischen Gruppierungen und anderen Interessenvertretungen und handeln manchmal zu lässig. So geht beispielsweise Facebook im Kampf gegen "braune Soße-" Gruppen sehr "gemäßigt" vor; viele von ihnen sind schon vom Namen her eindeutig als solche auszumachen, trotzdem passiert an dieser Stelle sehr wenig bis gar nichts.

facebook1

[via]

17Apr/090

Das Ende der Internetfreiheit

Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) kann endlich wieder einen Erfolg feiern. Fünf Provider (die Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor, Hansenet/Alice, Telefonica/O2 und Kabel Deutschland) haben nach langem Hin und Her Verträge mit dem BKA unterzeichnet, die vorsehen, dass der Zugang zu kinderpornographischen Inhalten erschwert werden soll. Im Gespräch ist die Sperrungen über das Domain Name System (DNS), das leicht zu umgehen wäre oder aber die Einrichtung spezieller Stopp-Server.

Die Reaktionen zu diesem Gesetz fallen verschieden aus. Während die einen diesen Schritt "feiern", verurteilen die anderen die Verträge als reinen "Humbug".

Künftig soll auf gesperrten Seiten mit kinderpornographischem Inhalt folgendes Stopp-Schild gezeigt werden:

stopp1

Die etwas modifizierte Version sieht so aus:

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Bild und Informationen [via]

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