10.000 GByte auf einer DVD?
CDs, DVD, Double-Layer DVDs, HD-DVDs und Blu-rays können die enorme Informationsflut nicht mehr bändigen, also forschen Wissenschaftler bereits an neuen Speichermedien mit noch größeren Speicherkapazitäten. Vor einiger Zeit hatte ich euch einen kleinen Einblick in die Technik der Holo-Disc gegeben, die schon 500 GByte Informationen, also umgerechnet ca. 100 Filme in DVD-Qualität, speichern kann. Im Vergleich zur neuesten Entwicklung ist die Technologie veraltet. Sagenhafte 10.000 GByte Kapazität soll eine Nano-Goldpartikel-DVD maximal fassen können - das 20-fache von der Holo-Disc.
Möglich macht das die besondere Struktur des verwendeten Materials, dass eine Speicherung in fünf Dimensionen erlaubt - die traditionellen Discs verfügen "nur" über drei. Die beiden neuen Dimensionen sind für neue Bereiche zuständig: für die Farbe und die Polarisation. Das besondere an der Polarisation ist, das man jetzt sogar mehrere Bits an ein und derselben Stelle lagern kann, ohne dass es zu einer Überschneidung kommt, d.h. Daten werden z.B. bei 90° und bei 180° geschrieben.
In fünf bis zehn Jahren soll die Technologie marktreif sein, ob sie sich aber durchsetzen kann, steht in den Sternen. Denn schon die aktuellsten Speichermedien (Blu-ray und HD-DVD) hatten einen schlechten Einstieg in den Markt gefunden. Zunächst lieferten sich die Hersteller der beiden konkurrierenden Formate eine Schlammschlacht, anschließend setzte sich das Blu-ray-Format durch, doch es gelang den Herstellern trotzdem kann massenhafter Absatz. Und so dümpelt die hoch gelobte Blu-Ray in den Regalen vieler Elektronikfachhändler herum.
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Das Speichermedium der Zukunft?
Vor fast 10 Jahren begann alles mit dem Tesa-ROM, einem "Klebestreifen" der als Massenspeicher umfunktioniert werden sollte. Durchsetzen konnte sich diese Technologie gegenüber der beliebten CD-ROM aber nicht und geriet zunehmend mehr in Vergessenheit. Doch jetzt kann sie erstmals einen Erfolg feiern: die Forscher des amerikanischen Konzerns General Electric (GE) haben einen holografischen Speicher konzipiert, der ein Fassungsvermögen von bis zu 500 GByte haben soll.
In DVDs ausgedrückt hieße das: auf den neuen Speicher würden ca. 100 DVDs passen. Die Technik der neuen Speicherwunder erinnert an die der DVD und der Blu-Ray, unterscheidet sich aber dahingehend, dass die Bits auf mehreren Schichten gespeichert werden. Somit ist es denkbar, dass baldige Holodisc-Lesegeräte neben den Holo-Discs auch DVDs, Blu-Rays und CD lesen kann.
Bis dahin werden aber wohl noch einige Jahre verstreichen, denn GE möchte die Technologie zunächst für Archivierungszwecke einsetzen. Später soll die Technik dann auch auf dem freien Markt für jedermann zugänglich sein.
Mit der Holo-Disc dürfte wieder eine neue Ära der Speichermedien beginnen. Denn die Technologie ähnelt der der heutigen Standard-Medien (DVD, Blu-Ray und CD), abgesehen davon, dass anstelle der einen Schicht mehrere Schichten mit Daten (Bits) beschrieben werden können. Der Vorteil liegt ganz klar auf der Hand: die Medien müssen aufgrund der aktuellen Technik nicht größer werden und eine ganz neuartige Entwicklung ist auch nicht von Nöten. Bis es aber soweit ist und jeder von uns stolzer Besitzer dieser Holo-Dsic sein kann, wird sich aber ein anderes portables Medium durchsetzen: die Blu-Ray. Oder doch nicht? Einige Stimmen behaupten, das Internet und die Downloads werden ab 2014 die Blu-Ray nach und nach ablösen. Die steigenden Breitbandgeschwindigkeiten im eigenen Heim und der Ausbau des mobilen Internets (UMTS) sprechen dafür.
Ich persönlich glaube eher an die Überlegenheit des Überall-Internets... Eure Meinung ist gefragt.
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