Hightech-Mülltonne
Mit der Zeit finden mehr und mehr technische Finessen Einzug in unseren Alltag. Ob es nun ein Strommessgerät ist, das den Stromverbrauch ins Internet einspeist und diesen auf einschlägigen Plattformen anzeigt oder die Mülltonne, mit einer Müllpresse und einem Solarpanel ausgestattet, die bei Entleerungsbedarf eine Kurznachricht (SMS) über das Mobilfunknetz an die lokalen Entsorgungsbetriebe schickt. Selbst die einfachsten Objekte werden zu Hightechprodukten.
Die Stadt Somerville im US-Bundesstaat Massachusetts hat einen Praxistest mit 50 Hightech-Mülltonnen gestartet. Ab einem bestimmten Füllstand wird die integrierte Presse aktiviert, die den Müll soweit komprimiert, dass die Tonne so fünfmal mehr Müll aufnehmen kann. Der nötige Strom wird über Solarzellen gewonnen, die auf dem Deckel angebracht sind.
Mit dieser Technik verspricht sich die Stadt eine jährliche Ersparnis von rund 14.000 Dollar, da vor allem Sprit- und Personalkosten gespart werden können.
Diese Aufrüstung der alteingesessenen Mülltonne wird ihre Effizienz zeigen, da bin ich mir sicher. Zwar ist das "Hochrüsten" der einfachen Mülltonne auf dem ersten Blick totaler Nonsens, doch dadruch müssen die Mülltonnen nicht in einem regelmäßigen Intervall kontrolliert und ggf. entleert werden. Viele von ihnen, insbesondere wenn sie außerhalb des Stadtkerns liegen, sollten nicht sooft beansprucht werden. Und mit den fallenden Mobilfunkkosten fällt der Versand einer SMS-Nachricht auch nicht allzu sehr ins Gewicht. Ich frage mich nur, wie die Tonnen vor Vandalismus geschützt werden sollen. Ein Solarpanel ist nicht gerade unempfindlich....


Die tödliche SMS
Gerüchte existieren seit Menschengedenken: es wird behauptet, dass für Twitter Premium-Accounts geplant seien, es ist die Rede davon, dass Premiere wieder ohne ABO zu gucken sei - das ist jetzt ein anderes Thema, aber im Prinzip haben sie alle eins gemein: sie sind falsch, wirken aber sehr authentisch. In Ägypten ist eine mysteriöse SMS im Umlauf, der man nachsagt, dass sie dem Empfänger, nachdem er die Nachricht gelesen hat, innerhalb von einer Woche das Leben aushauchen lässt.
Die Panik vieler "gutgläubigen" Bürger ist derart grassiert, dass jetzt sogar die Behörden einschreiten mussten, um die Massen zu beschwichtigen. Die tödliche Nachricht soll aus einer sinnfreien Ziffernkombination bestehen, die mit einem "+" beginnt und mit der Zahlenfolge 111 endet. Auslöser für die Massenhysterie war der Beitrag einer ägyptischen Tageszeitung, in der der Schlaganfall eines Mannes in Verbindung mit dieser SMS gebracht wurde. Und so wurde das Gerücht um die tödliche SMS in die Welt gesetzt.
Eine gruselige Geschichte, die aber wissenschaftlich nicht gestütz werden kann. Also macht euch mal keine Sorgen
Twitter Updates aufs Handy
Twe2 machts möglich. Twitter-Updates können jetzt auch auf dem alten Kontinent kostenlos auf dem Handy empfangen werden. Das Prinzip ist so simpel wie sinnvoll: Der Twitter-User meldet sich bei dem kostenlosen Dienst an, schick seine Twitter-Zugangsdaten (inkl. Passwort) und Handynummer an den Dienst - die Accoutdaten werden benötigt, da Twe2 kein Ableger von Twitter ist, sondern von "außerhalb" kommt. Es wird also nur eine Schnittstelle zwischen Twitter und einem kostenlosen SMS-Dienst hergestellt; in diesem Fall kooperiert Twe2 mit Wadja.
Die anfallenden Kosten sollen per Werbung, die an jede SMS angehängt wird, kompensiert werden. Als Beispiel können u.a. einige Email-Anbieter herangezogen werden, die auch an jede versandte Nachricht eine kleine Werbung anhängen.
SMS Booooom
Der Branchenverband Bitkom rechnet während der Jahreswende mit 300 Millionen verschickten SMS alleine in Deutschland. Vieltippern werden für diesen Abend 5 Kurznachrichten zugetraut. Damit kommt auf die Mobilfunkbetreiber einiges zu: natürlich ein deutlich höherer Umsatz, aber auch eine extreme Auslastung, wenn auf einen Schlag sehr sehr viele Nachrichten vermittelt werden müssen. Aber keine Sorge: die Betreiber haben sich bestens auf diesen Ansturm vorbereitet, so Bitkom.
Einige Dienstleister bieten im Internet eine Art "vorprogrammierten" Versand an: Hierfür schreibt der Nutzer schon vor dem Fest seine Nachrichten, diese werden dann in den Ausgang des Server geschickt und zu einer bestimmten versendet. Allerdings kann es auch hier zu einem Stau kommen. Wird die Nachricht im selben Netz verschickt, dürfte nicht viel Zeit verstreichen, ehe die Zielperson die Botschaft empfängt. Muss sie aber in ein anderes Netz transferiert werden, wird sie zunächst an die Kurzmitteilungszentrale des anderen Netzes gesandt, bevor sie von losgeschickt wird.... Soviel zur Theorie.
So schlimm wie bei der LoveParade letztes Jahr in Essen wird es wohl nicht werden. Damals konnte sich mein Handy zwar beim Netzanbieter erfolgreich anmelden, telefonieren konnte ich aber trotzdem nicht..... totaler Netzabsturz
Ich wünsche euch allen viel Spaß bei den Vorbereitungen für das Fest, einen wunderschönen Rutsch und bis 2009