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1Aug/090

Skype vor dem Aus?

Momentan sieht es um den VoIP-Dienst Skype schlecht aus. Das Problem sind Lizenzstreitigkeiten zwischen Ebay, das Skype im Jahre 2005 für sagenhafte 2,6 Milliarden Dollar kaufte, und der Skype-Erfinder-Firma Joltid, die den zukünftigen Betrieb bedrohen. Im Kern der Auseinandersetzungen geht es um die P2P-Technik, auf der Skype beruht. Mit dem Kauf hat Ebay aber nicht die Lizenzen dieser Kommunkationstechnik erworben und musste seitdem Lizenzgebühren an Joltid bezahlen.

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Ebay hat im jüngsten Quartalsbericht zu verstehen gegeben, dass man bereits an einer Software-Alternative arbeite. Sollte diese sich aber nicht etablieren können, wäre dies das Aus für die so erfolgreiche VoIP-Software. Und was lernt man daraus? Entweder man übernimmt eine Firma ganz oder man lässt lieber die Finger davon... Was haltet ihr von dieser Auseinandersetzung?

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11Mai/090

Vodafone äußert sich zu Nokia-Boykott

Man muss nicht lange auf eine Antwort seitens des Mobilfunkanbieters Vodafone zum Nokia-Boykott warten. Die "Welt" hatte berichtet, dass die Mobilfunkriesen T-Mobile und Vodafone den Verkauf von skypefähigen Handys, u.a. Nokias neues Flaggschiff N96, boykottieren wollten. Denn die VoIP-Software gefährde das Kerngeschäft der Mobilfunkanbieter...

Vodafone weist aber alle Vorwürfe von sich und möchte sich in dieser Angelegenheit kooperativ zeigen:

Es gibt keinen Streit zwischen Nokia und uns.

Von einem Streit kann ja auch nicht die Rede sein - eher von einem Interessenkonflikt. Denn Nokia hatte mit Skype vereinbart, zukünftige Modelle mit der kostenlosen Skype-Software auszustatten, die ein kostenloses bzw. kostengünstiges Telefonat ins Festnetz ermöglicht. Dass dieser Deal nicht zu Gunsten der Mobilfunkanbieter ist, möchte auch niemand bestreiten. Und so bringt Vodafone seine eigene Lösung für diesen "Interessenkonflikt" mit ein:

Den Streit um Skype auf dem Handy will der Mobilfunkanbieter Vodafone mit einem Sondertarif umschiffen.

Bei dem Sondertarif handelt es sich um einen speziellen (teuren) Datentarif, der in Verbindung mit den skypefähigen Handys abgeschlossen werden soll. Damit möchten die Anbieter die fehlenden Gesprächseinnahmen kompensieren. Womöglich wird die Grundgebühr von dem Tarif so unerschwinglich ausfallen, dass viele Interessenten von der Option abgeschreckt werden. Dann würde ich Vodafone-Sprecher Kuzey Esener auf jeden Fall recht geben:

Esener erwartet dennoch keinen großen Ansturm der Nutzer auf den Dienst.

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10Mai/090

Mobilfunkanbieter vs Nokia

In der Handybranche sind die Zeiten des "Friede-Freude-Eierkuchens" gezählt. Der größte Handyproduzent der Welt, Nokia, hatte im Februar angekündigt, einige seiner neuen Handymodelle mit der kostenlosen VoIP-Software Skype auszuliefern. Mit der Software ist es möglich, kostenlose Gespräche im Skype-Netzwerk und kostengünstige Gespräche ins internationale Festnetz zu führen. So belaufen sich beispielsweise die Kosten für ein Auslandsgespräch in die USA auf ein paar Cent. Einzige Voraussetzung für den Skype-Genuss ist eine bestehende Internetverbindung.

Kein Wunder, dass sich der Branchenprimus T-Mobil und Vodafone gegen den Vertrieb der skypefähigen Mobiltelefon aussprechen - diese zerstören das Geschäft. Ist der Kunde mit dem Handy per WLAN oder UMTS online, kann er lange und kostengünstige Gespräche führen - ohne den Mobilfunkanbieter dafür geldlich entlohnen zu müssen. Viel Geld ginge den Anbietern so durch die Lappen. Deutlich wird das durch einen Kostenvergleich für ein Auslandsgespräch: Ein ein minütiger Anruf in das Festnetz der USA kostet

  • bei Skype 2 Cent
  • bei T-Mobil und Vodafone je nach Tarif bis zu über einen Euro

Die anderen Mobilfunkanbieter werden sich diesem Boykott wohl anschließen und Nokia so zu anderen Maßnahmen zwingen. Möglicherweise werden die Modelle auch nur mit einem bestimmten (teureren) Tarif erhältlich sein. Nokia hat sich zu den Protesten noch nicht geäußert.

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14Apr/090

Skype – Home Sweet Home

Die Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis wollen ihren ehemaligen Schützling Skype zurückkaufen. Im Jahre 2005 hatten sie Skype für 2,4 Mrd Euro an das Internetauktionshaus Ebay verkauft. Aus dem Hause Ebay dagegen kommt ein weniger erfreuliches Feedback über den Internet-Telefon-Service: "Skype habe sich schlechter als erhofft in das sonstige Kerngeschäft eingefügt." Für mindestens 1,7 Milliarden Dollar möchte Ebay nun den Dienst veräußern.

Einen anderen Ballast hat Ebay schon von sich gestoßen. Der Internet-Empfehlungsdienst StumbleUpon, mit seinen knapp sieben Millionen Nutzern, wurde nach zweijähriger "Ehe" an seine beiden Gründer Garrett Camp und Geoff Smith verkauft.

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4Apr/090

Skype kritisiert T-Mobiles Beschluss

Skype hat sich nun endlich zum Beschluss der Deutschen Telekom Tochter T-Mobile geäußert, die die gleichnamige VoIP-Applikation Skype auf dem iPhone blockieren will. Laut T-Mobile müsse mit einer zu starken Auslastung der UMTS/HSDPA-Mobilfunknetze gerechnet werden und eine hohe Gesprächsqualität, wie sie im normalen Mobilfunknetz standardmäßig erzielt wird, könne deshalb nicht durchgängig sichergestellt werden. Damit ist dieser Schritt aus Sicht der T-Mobile völlig legitim. Skype dagegen wirft dem Unternehmen Wettbewerbsbehinderung vor.

Bei Skype können Nutzer untereinander kostenlos telefonieren – damit könnten sie also die T-Mobile-Gesprächsgebühren umgehen.

Jean-Jacques Sahel, Regulierungsbeauftragter von Skype in Europa äußert sich so:

Die Netzwerkanbieter sollten die Nutzer selbst entscheiden lassen, welche Dienste sie nutzen.

Dass das Interesse an dem Dienst ununterbrochen ist, bestätigen die Downloadzahlen in Höhe von rund 1 Millionen seit der Veröffentlichung der Skype-Anwendung und Nokias Vorhaben, den Dienst auf einigen geplanten Handymodellen vorzuinstallieren . Trotz alle dem sind T-Mobiles Bedenken nicht wahr geworden, so urteilte Sahel.

Die technischen Einwände der Telekom sind völlig unberechtigt.

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31Mrz/090

Das Aus für Skype auf dem iPhone

Skype hatte vor einiger Zeit angekündigt, eine mobile Version für das iPhone zu entwickeln. Die Nutzer, die eine Internetflatrate (per UMTS) ihr Eigenen nennen können, wären so in der Lage, kostenlose Gespräche im Skype-Netz zu führen. Aber auch Anrufe ins deutsche Festnetz und in andere Länder wären mit einem Skype-Guthaben vergleichsweise günstig.

Die Telekom möchte dem Vorhaben aber ein Strich durch die Rechnung machen, denn falls viele Nutzer auf den Zug der Skype-Telefonie aufspringen sollten, entginge dem Konzern ein Betrag in Millionenhöhe. Damit sich das aber nicht ganz so hart anhört, formulierte die Telekom zwei kundenfreundliche Argumente.

Die Nutzung von VoIP und Instant Messaging ist nicht Gegenstand des Vertrages.

Um diese Aussage nochmal aufzuarbeiten: VoIP und Instant Messaging (ICQ/MSN...) sind nicht im Vertrag erwähnt und verboten, sollen demnach aber trotzdem nicht verwendet werden. So die Auffassung der Telekom.

Der andere Grund für das geplante Blockieren des Skype-Dienstes lautet folgendermaßen:

... die Performance in den T-Mobile-Netzen, die sich durch die starke Nutzung von VoIP-Diensten verschlechtern [...] (und) T-Mobile (könne) bei VoIP nicht für dieselbe Sprachqualität garantieren, die die Kunden bei der Nutzung eines T-Mobile-Vertrags erwarteten...

Letztere Grund kommt mir so geheuchelt vor. T-Mobile spielt hier den Retter der Kundenzufriedenheit. Doch ich finde, dass sich jeder Kunden selber ein Bild über die Qualität der VoIP-Gespräche machen sollte.

Zu einer extremen Auslastung des Netzes sollte es eigentlich auch nicht kommen, wenn Skype nur mit einer Audio-Übertragungsfunktion daherkommt. Wird zusätzlich noch eine Bild- oder Videofunktion integriert, könnte das Netz wirklich ausgelastet werden.

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17Feb/090

Skype bei Nokia bald Standard?

Skype und Nokia haben auf der World Mobile Congress ihre Zusammenarbeit angekündigt. Demnach sollen bald Skype-Applikationen auf (einigen) den Handys des weltweit größten Mobiltelefonherstellers Nokia laufen bzw. manuell installiert werden können. Als erstes Handy geht Nokias Flaggschiff, das Nokia N97, welches im 3. Quartal 2009 erscheinen soll, mit einem Skype-Zugang vom Band.

Die Mobilfunkbetreiber müssen dank dieses Extrafeatures mit Verlusten seitens der Mobilfunkkunden rechnen. Der T-Mobile-Chef Hamid Akhavan äußerte sich aber relativ gelassen, da er bei den T-Mobile-Bestandskunden keinen "großen Bedarf" für diese Alternative sehe. Wenn man aber genauer auf die Kommunikationsplattform Skype schaut, dürfte sich diese Einstellung aber schleunigst ändern: 400 Millionen registrierte Nutzer und eine kostenlose Internettelefonie unter Skypenutzern. Ist man mit einer UMTS-Flatrate ausgestattet, steht dem Experiment "Skypen auf dem Handy" nichts mehr im Wege.

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