Conficker B++
Der Conficker Wurm hat jetzt eine Art "starken Bruder" an seiner Seite. Der Conficker B++ wurde um einige Routinen erweitert, die es ermöglichen, neue Schadsoftware auf ein infiziertes System einzuschleusen und die PCs zu kontrollieren. Theoretisch sind damit beispielsweise
- Denial-Of-Service-Attacken
- Spam-Versand
- und Spionage-Attacken
ausführbar. Die Sicherheitsunternehmen um Microsoft, das auf die Autoren des Conficker Wurms ein Kopfgeld ausgesetzt hat, suchen derzeit noch nach Methoden, um dem Wurm eine Kommunikation/Synchronisation mit dem "Befehlssystem" zu verwehren.
Die einfachste Möglichkeit sich vor dem Befall zu schützen ist es, sein Windowsbetriebssystem immer auf dem aktuellsten Stand zu halten. Denn: die meisten Infektionen sind durch ein veraltetes und "verbugtes" Betriebssystem erst möglich geworden.
Google Maps wird Retter in der Not
Das Internet hat sich mittlerweile als schnellstes Medium durchgesetzt. Das zeigt die rasante Geschwindigkeit, mit der aktuelle Informationen und Neuigkeiten an den Mann gebracht werden, noch bevor die ersten Kamerateams der hiesigen TV-Sender vor Ort des Geschehens sind. Ein anderes Argument, das für das Internet spricht ist die Möglichkeit, eine Fülle von Daten übersichtlich und für jeden verständlich (teilweise sogar für Leute, die des Lesens nicht mächtig sind) darzustellen.
Australien - große Buschbrände zerstören nicht nur die ausgedorrte Landschaft, sondern gefährden auch das Leben vieler Tausend Menschen. Solche, die in Gefahrengebieten wohnen und in ständiger Angst leben müssen, weil das Buschfeuer auch ihre Existenz bedroht, sind über jede aktuelle und detaillierte Nachricht dankbar.
Die Google Maps Angestellten greifen dem Katastrophenschutz in Australien - und auch in Amerika - unter die Arme und bieten spezielle Features für diese Regionen. Es werden ständig die Ausweitung des Feuers und die Position der Löschzüge geupdated, um den Menschen eine Möglichkeit zu bieten, ihre Flucht rechtzeitig zu planen - und auf keinen Fall im falschen Augenblick - durchzuführen.
Das Wundermittel kann aber auch politisch, kommerziell und sogar für kriminelle Vorhaben missbraucht werden. In einigen Staaten existiert ein Spendengesetz, das vorschreibt, dass bei einer Spendenzahlung über 100 Dollar sowohl Name, Kontakt und Adresse des Spenders als auch dessen Arbeitsplatz in sogenannten Spendenlisten veröffentlich werden muss. Nun haben einige "Geldgeber" Drohungen von Unbekannten erhalten, weil sie für eine Anti-Homo-Ehe-Initiative gespendet hatten. Auch den momentanen Aufenthaltsort verurteilter und wieder freigelassener Sexualstraftäter kann man im Internet live mitverfolgen. Auf den Datenschutz und die Sicherheit dieser Menschen wird grundsätzlich "gepfiffen".
Man sieht: Google Maps ist ein vielseitiges Werkzeug - für Gut und Böse.
iTunes “Clou”
Vor einiger Zeit wurde in den Medien lautstark davon berichtet, dass der Musikbranchenführer Apple bei seinem Internetmusikgeschäft "iTunes" überwiegend Lieder ohne den berüchtigten Kopierschutz (DRM) anbieten wolle. Für den Bruchteil einer Sekunde hört sich dieser Schritt ja auch nach "Fortschritt" an: die Songs lassen sich auf jedem MP3-Player abspielen und beliebig oft vervielfältigen. Der Realist und Musikexperte wird an dieser Stelle schon mal stutzig. Der ganze Hacken an der Sache. Wieso sollte denn Apple den Usern alle Freiheiten einräumen? Die gekaufte Musik könnte anschließend sofort im Netz landen.
Das hat sich die Geschäftsleitung wohl auch gedacht und hat kurzer Hand bei dem Angebot "iTunes Plus", das ausschließlich ohne DRM-Schutz daherkommen soll, ein Wasserzeichen bei allen iTunes-Plus-Dateien verordnet. Die Folge: anhand dieses Wasserzeichens lässt sich die Email-Adresse des Käufers einfach heraus lesen und damit der Käufer identifizieren. Jeder Interessent kann die Datei mal mit einem Text-Editor (z.B. der windowsinterne Text-Editor) öffnen und mit der Suchfunktion die Email-Adresse ermitteln.
Die Auswirkungen des WWW
Jede Suche bei Google verursacht einen Schadstoffausstoß von 7 Gramm CO2.
So will es ein Physiker der Hardvard University ausgerechnet haben. Die Zahlen sind ein wenig verblüffend, aber nicht ganz irrational. Denn das bestehende World Wide Web nagt deutlich an den Stromkosten. Jede Anfrage im Internet verursacht einen gewissen Aufwand für viele Beteiligte. Da wäre als erstes Glied der Gruppe der Heim-PC zu nennen, über den beispielsweise eine Suchanfrage an Google gesendet wird, dann wird die Anfrage über die Internetleitung an einen Provider geschickt, dieser verfügt bereits über eine Kopie einer gewünschten Seite oder sendet die Suchanfrage ggf. weiter an den Serverpark. Festhalten kann man: alle Stationen "fressen" Strom. Die meisten Heim-PCs wohl wenig, aber die Server der Provider und Anbieter (Google, Microsoft), die rund um die Uhr online sind, sehr viel.
Auf dem Google-Blog erschien auch promt eine Antwort auf die Aussage des Physikers. So sollen für jede Googleanfrage lediglich nur 0,2 Gramm CO2 pro Suche produziert werden. Beide Aussagewerte unterscheiden sich um den Faktor 35^^ In Zukunft werden die meisten Konzerne wohl umdenken und in "grüne" Serversysteme investieren, also Server die besonders energiesparend sind und zu großen Anteilen mit Ökostrom gefüttert werden.