Die günstige Mac-Alternative
Eine kleine Firma aus Wolfsburg legt sich jetzt mit dem Branchenprimus aus den Vereinigten Staaten an: Apple. Unter dem Namen PearC möchte die Firma die preisgünstigen PC-Systeme mit einem originalen Mac OS X, also dem Betriebssystem mit dem auch Apples Macs ausgeliefert werden, auf den Markt schmeißen. Die Kosten eines Einsteiger-Systems belaufen sich auf rund 499€. Den einzigen beiden Vorteile, die ich im Kauf eines solchen Systems sehe, sind die, dass das System zum einen besonders günstig ist (für diesen Preis erhält man bei Apple noch nicht einmal einen leeren Schuhkarton), andererseits kann man so auch Apples Operating System auf einem anderen PC laufen lassen.
Apple dürfte das ganz und gar nicht erfreuen. Denn laut EULA ("End User License Agreement") darf die Software ausschließlich auf firmeneigener Produktion, sprich Appels Mac, betrieben werden. Jetzt kommt die Firma aus Wolfsburg aber daher und behauptet, dass man als Käufer vor dem Öffnen des PC-Systems gar nicht auf die EULA zurückgreifen kann und damit auch keine Lizenzrechte verletzen kann. Ganz nach dem Prinzip: "Was ich nicht gesehen habe, gilt nicht."
Inwiefern das Unternehmen rechtlich auf der sicheren Seite steht ist ziemlich fraglich. Die Leute sind ja schließlich nicht alle auf den Kopf gefallen.
Der technische Clou den die Firma ausnutzt, eine Art Software-Hack, die es ermöglicht, das Mac OS X auf anderer Hardware als vorhergesehen laufen zu lassen, befindet sich dagegen aber jenseits der Rechtslage. Denn damit wurde die Software gezielt so manipuliert, dass sie überall läuft. Vergleichbar ist dies mit dem WinLogin (WinLogon?) Hack, den man ausführen kann, um nicht registrierte Windows-Software mundtot zu machen. Damit läuft die Software ohne zeitliche Einschränkung.
Was aber eindeutig für Appleprodukte spricht, ist das unübertroffene Design (die PearC-Systeme ähneln billigen PC-Dosen) und die ausgereifte Software. Dem gegenüber steht der zu hohe Preis und das eher unterdurchschnittliche Preis-Leistungs-Verhältnis.
Microsoft: Flightsimulator X Entwickler müssen gehen
Alle 100 Spieleentwickler der Firma "Aces Game Studio" müssen ihren Schreibtischplatz räumen. Der Softwaregigant Microsoft trennte sich aufgrund der andauernden Wirtschaftskrise von dem Entwicklerstudio, das von Anbeginn der Flightsimulator Reihe, die Programmierung und Entwicklung begleitet hat.
Microsoft kündigte zwar an, den Mythos der Flightsimulatorreihe nicht aufgeben zu wollen, nannte aber noch keine konkrete Alternative, mit der das Spiel fortgesetzt werden soll.
Ich finde es schade, dass es das Entwicklerstudio von dem Kultsimulator getroffen hat und sich ein so großer Konzern wie Microsoft von seinem erfolgreichen Studio trennen musste. Hoffentlich findet die Softwareschmiede bald schon wieder einen Anschluss an Microsoft oder auch an andere Firmen.
Conficker-Wurm grassiert
Über das Wochenende habe ich mich mit der Neuinstallation von Windows XP, auf meinem nun seit Ende Juli stabil laufenden Rechner, sehr schwer getan - rumgeschlagen. Es soll jetzt nicht der Eindruck entstehen, ich sei ein großer Liebhaber der Windowsinstallation - das ist jetzt seit gut einem halben Jahr Geschichte
Aber irgendein hässlicher Trojaner hatte sich auf meinem PC eingenistet, auf allen Partitionen einen "Recycler"-Ordner, eine autostart.inf und einen "resycled"-Ordner erstellt, der es mir nicht erlaubt hatte, im Arbeitspaltz auf meine Datenträger zuzugreifen. Blöd.... Dass es eine Schädlingssoftware war, habe ich aber erst nach dreimaliger Neuinstallation, dank Google, herausgefunden.
Um das kleine Programm zu entfernen, habe ich sage und schreibe neun Schritte benötigt, um mich von diesem kleinen "Häuflein Schei*e" zu entledigen. Und es hat geklappt. Wenn bei euch auch die Fehlermeldung ".... resycled/boot.com..." erscheint, sucht mal bei Google oder nutzt die verständliche Anleitung. Der Wurm hat sich bei mir so geäußert, dass es für mich unmöglich war, Antivirensoftware wie beispielsweise Avira AntiVir Premium oder Spybot Search & Destroy upzudaten.
Und wenn wir schon mal bei diesem beliebten Thema sind: der Conficker-Wurm, der seit November vergangenen Jahres sein Unwesen auf windowsbasierenden Rechnern treibt, breitet sich nun rapide auf Millionen von Rechnern aus. Laut Panda Security sind weltweit mehr als 50 Millionen Computer befallen. Einige Messungen ergeben, dass rund 30% aller Windows-PCs anfällig für den Wurm seien. Wenn dies wirklich der Fall wäre, kann man im schlimmsten Fall von ca. 450 Millionen infizierten Maschinen ausgehen. Die schlimmste Tatsache ist diese, dass der Wurm dazu geeignet ist, ein Botnetzwerk aufzubauen. Wenn das der Plan der Urheber ist, so hat es die Onlinewelt mit dem größten Netzwerk seiner Art zu tun. Ein wahres Horroszenario!
Mit einem großen Befall der Computersysteme hatte wohl auch die britische Marine und das Verteidigungsminterium zu kämpfen. So sollen 70% aller Rechner befallen gewesen sein. Diese wurden kurzer Hand durch neue Systeme ausgetauscht, da es auch schon bei gesäuberten Systemen zu einem Neubefall gekommen ist.
Der Prepaid-PC
Microsoft will sich am Markt der Billig-PCs und Netbooks beteiligen und ordentlich mitmischen. Hierfür patentierte der Softwareriese den "Prepaid-PC". Man muss ihn sich so vorstellen, dass ein guter Rechner für vergleichsweise wenig Geld zu kaufen ist. Je nachdem wie man ihn aber dann verwendet, z.B. zocken, surfen oder arbeiten, muss man unterschiedlich viel Geld an Microsoft bezahlen. Das Prinzip ähnelt sehr den subventionierten Vertragshandys, die nur deshalb günstig zu kaufen sind, weil der Mobilfunkanbieter das investierte Geld wieder durch den meist lang laufenden Vertrag wettmacht.
Insgesamt zahlt man für diesen Rechner als leidenschaftlicher Spieler aber mehr als für einen Standard-SpielePC. Es sei denn, der PC wird nach kurzer Zeit wieder durch einen neuen ersetzt. Hacker und Cracker dürften die Idee auch begrüßen. Ähnlich wie bei den günstigen Spielekonsolen XBOX und XBOX 360, die eigentlich ausschließlich zum Spielen konszipiert worden sind und bei denen das Geld erst durch die Spiele wieder reinkommen sollte, sollen die PCs gehackt werden. Microsoft meldete aber schon einige Sicherheitsmaßnahmen an, die dieses Vorhaben vereiteln sollen....
GB bald ein “Totalwächterstaat”?
Geht es nach der Regierung Brown, sollen in Zukunft alle Internet- und Telefonverbindungen, verschickte SMSs und Emails, sowie die Positionsdaten der Handys auf Sicherheitssysteme gebannt werden. Spiegel-Online bezeichnet die deutschen Pläne dagegen als einen "Witz".
Mit Hilfe von sogenannten "Black Boxes", die überall im Netz zum Einsatz kommen sollen, sollen "jede E-Mail und jede aufgerufene Website in einer gigantischen 'Big Brother'-Datenbank" gespeichert werden. Darüberhinaus wurde angekündigt, "innovative und bahnbrechende Technologie" anzuwenden, um im Kampf gegen den Terrorismus eine Führungsposition einzunehmen.
Laut der "Independent" sollen die BlackBoxes
- an zentralen Knotenpunkten installiert werden,
- Kommunikationsdaten mitschneiden und
- diese dann an eine zentrale Datenbank weiterreichen.
Das umgerechnet 15 MIlliarden teure Vorhaben birgt für die Provider und Internetdiensleister auch einige Vorteile. Zum Einen läge die Verpflichtung, die Verbindungsdaten für ein halbes Jahr zu speichern und zum anderen, die dafür anfallenden Kosten, nun beim Staat und damit beim britischen Steuerzahler. Auch müsste der britische Geheimdienst MI5 nicht mehr für jede Email-Kontrolle beim Innenminister um Erlaubnis fragen.
Meine Meinung dazu:
Schön, dass sich die britische Regierung mit Engagement an der Terrorismusbekämpfung beteiligen will. Aber jeden Bürger indirekt zu verdächtigen und persönliche Daten abzufangen, zu speichern und auszuwerten, halte ich für überspitzt. Was muss es für ein riesiger Aufwand für die Regierung und die Geheimdienste sein, Milliarden SMS und Emails pro Tag zu durchleuchten? Die Kosten werden auf jeden Fall auf den Steuerzahler umgelegt, das steht fest. Zu recht kritisieren Datenschützer dieses Vorhaben, weil dadurch die Freiheit, Privatsphäre und Würde jedes einzelnen Menschen verletzt werden würde. Auch ausländische Bürgerinnen und Bürgern würden von dieser Sicherheitsmaßnahme betroffen sein. Denn alles, was über eine britische Internetverbindung oder einen Kommunikationsanbieter läuft, wird in den BlackBoxes gespeichert. Ob sich das Vorhaben technisch so umsetzen lässt, bleibt offen. Auch offen bleibt, ob Großbritannien zum totalen Kontrollstaat mutiert.
Quelle: Spiegel-Online