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24Apr/100

Windows Live Sync – Datenaustausch via P2P

Auch Microsoft ist im Zeitalter des P2P-Datenaustausches angelangt - ich rede nicht von den unzähligen Softwarekopien, die in diversen Tauschbörsen kursieren. Ich meine das neue Tool namens Windows Live Sync, mit dem Nutzer ihre Daten problemlos untereinander austauschen können. Vorraussetzung dafür sind ein Zugang zum Internet, Computer mit Windows Live Sync und eine kostenlose WindowsLive ID. Das Programm könnt ihr hier herunterladen, die kostenlose WindowsLive ID könnt ihr hier beantragen.

11Jun/090

P2P per Browser

P2P-Netzwerke gibt es genug im Internet - meistens spielen aber zentrale Server eine wichtige Rolle. Die Macher des Torrent-Netzwerkes sind einen Schritt weitergegangen und haben sich auf ein Client-lastiges Modell - also ohne Server - konzentriert. Das Torrent-System konnte sich so gut durchsetzen und erfreut sich großer Beliebtheit. Es geht aber auch einfacher, ohne spezielle Client-Software installieren zu müssen; der Browser reicht aus.

Files Over Miles heißt ein Projekt, das noch in der Beta-Phase steckt. Bevor der Datentransfer zu einem anderen Rechner beginnen kann, muss man als Seeder (ein Peer im BitTorrent-Umfeld, der eine vollständige Datei anbietet) erst einmal eine Datei auswählen.

Einige Sekunden später hat der Web-Dienst eine einzigartige URL generiert, die man per Instant Messenger, Email etc. an Freunde verteilen kann.

Wird die URL aufgerufen, startet der Download - ohne Server. D.h., dass der Browser während des Transfers geöffnet bleiben muss.

Andernfalls wird der Download beendet.

Link zu Files Over Miles

29Mrz/090

Social Communities passee?

Dass Social Communities derzeit so stark boomen, wie keine andere Internetbranche, scheint nicht verwunderlich. Doch sind Anbieter wie Facebook, mit über 175 Millionen Nutzern weltweit, bald gezwungen, ihr bisheriges System über Bord zu werfen und auf eine "neue" Technik zu setzen? Wie lange können und vor allem wollen die Betreiber von Social Communites noch die "veraltete" Client-Server-Technik finanzieren?

Durch diese Technik fallen bei Facebook jährlich sechsstellige Beträge - pro Nutzer durchschnittlich 1 Dollar - für Strom- und Hardwarekosten an. Je mehr User hinzukommen, desto mehr Rechenleistung und Speicherkapazität wird benötigt. Daraus resultieren etliche Neuanschaffungen und erhöhte Stromkosten. Und eines ist sicher: der Strompreis wird in naher Zukunft nicht billiger.

Informatiker, Mathematiker und Studenten der TU Darmstadt haben die P2P-Architektur, die bislang größtenteils bei Tauschbörsen und der Internet-Telefonie Einzug gefunden hat, nun für ein Social Community Netzwerk umstrukturiert. Demnach sollen (wie auch bei den Tauschbörsen) verschlüsselte Datenpakete auf vielen Nutzer-Systemen gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden.

Die Vorteile der P2P-Netzwerke:

  • mehr Sicherheit; nur verschlüsselte Datenfragmente werden auf einem Nutzer-System zwischengespeichert
  • keine anfallenden Hardware- und Stromkosten für die Betreiber (optional: weniger Werbung)
  • Rechenlesitung wird aufgeteilt
  • Erreichbarkeit bis zu 99 Prozent gewährleistet

Nachteile:

  • schwierige technische Umsetzung (Gewährleistung der Erreichbarkeit?)
  • Programm muss installiert werden
  • ständiger Datenaustausch zwischen System und Internet
  • PC sollte möglichst lange online sein (hohe Stromkosten und möglicher Verschleiß der Hardware)

Bereits in einem halben Jahr soll die Betaphase der P2P-Community LifeSocial gestartet werden.

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16Feb/090

Das Duell – Pirate Bay vor Gericht

Die vier Gründer des Torrent-Tracker The Pirate Bay stehen in Schweden vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor,

mit der Plattform die technischen Möglichkeiten geschaffen, damit Internet-Nutzer weltweit Raubkopien von urheberrechtlich geschützten Filmen, Musikstücken und Computerprogrammen kostenlos auf ihre eigenen Computer laden können.

Als Mitkläger haben sich hinter der Staatsanwaltschaft Vertreter der Firmen-, Musik- und Softwareindustrie formiert, die zum einen auf die Schließung des Trackers und eine Bestrafung hoffen, andererseits möchten sie damit auch einen einzigartiges Abschreckungsymbol statuieren, das weitere Nachahmer abschrecken soll.

Die Angeklagte hingegen sind sich weiterhin keiner Schuld bewusst und verweisen immer wieder auf die Tatsache, dass jeder Anwender selber zu entscheiden hat, ob er illegale Kopien/inhalte anbieten und runterladen möchte. Sie haben lediglich die technischen Mittel zur Verfügung gestellt.  Über die Server seien niemals illegale Inhalte angeboten bzw. verbreitet worden.

Es geht um Haftstrafen, 117 Millionen Kronen Schadenersatz und Schließung der Plattform. Doch schon jetzt haben die Macher in der Internetcommunity eine Art Märtyrer-Status. Sie sind die Helden des P2P-Netzwerkes.

Informationen

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