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22Jan/090

Obama’s life on the WWW

Dass das Internet über 18 Monate lang eine außerordentlich wichtige Rolle bei der Wahlkampagne der Obamas gespielt hat, ist allseits bekannt. Präsdient Obama wollte aber auch nach der erfolgreichen Kampagne, die mit dem Präsidentenamt gekrönt wurde, nicht auf das schnellste Medium der Gegenwart verzichten. Zunächst wollte Barack Obama symbolisch mit der enttäuschenden Regierungszeit Bushs abschließen und machte deshalb klar Schiff auf der Internetseite des Weißen Hauses. Schon während seiner Antrittsrede und Vereidigung wurde die alte Internetpräsenz entfernt und durch eine neue, die auch für den positiven Wandel in der Politik stehen soll, ersetzt.

Für dieses spektakuläre Ereignis, bei dem so viele Menschen wie noch nie zuvor teilgenommen haben, schlossen sich die Internetplattform Facebook und der Nachrichtensender CNN zusammen: CNN sendete per Lifestream alle paar Minuten neue Informationen in absichtlich neu eingerichtete Gruppen, die dann von den Usern kommentiert werden konnten.Der Lifestream und die Videoübertragung von einigen anderen Anbietern waren so stark nachgefragt, dass der Service fast in die Knie gezwungen worden wäre.

Ähnlich sah es auch bei Twitter aus. Alle paar Sekunden flatterten neue Kurzinformationen auf die Bildschirme der Interessenten, was zum Teil eine Updateverzögerung von ca. 2 bis maximal 5 Minuten auslöste. Für das nächste große Event wolle man dann aber ausreichend gerüstet sein.

Googles Blogsearch (Blogsuche) verzeichnete im Zeitraum der Vereidigung Obamas einen enormen Anstieg der Blogbeiträge. Innerhalb von nur einem Tag wurden ca. 130.000 neue Beiträge indexiert.

Die größte Neuerung auf der Internetseite des Weißen Hauses ist die Möglichkeit, Gesetzentwürfe - und änderungen zu kommentieren. So werden zukünftig neue Gesetzte und Reformen für 5 Tage auf der Internetseite publiziert, die dann diskutiert werden können, bevor Obama das jeweilige Gesetz oder den ausgetüftelten Entwurf unterzeichnet oder eben verwirft. Ferner möchte er auch wie unsere Bundeskanzlerin Angela M., jeden Samstag ein Wort zum Sonntag kundgeben. Diese Videopodcasts können ebenfalls auf der Seite des Weißen Hauses aufgerufen werden.

Ich persönlich finde den Wandel, den die Kommunikation zwischen Bürger und Präsident erfährt, löblich. Sie trägt dazu bei, dass die Bürger die Option haben, sich direkt bei den "Führungspersonen" über ihre Gedanken, Sorgen und Vorschläge zu Gesetzen und Reformen zu äußern. Ob es letzten Endes aber eine Änderung bewirken kann, werden wir schon bald sehen ;)

Informationen

18Dez/080

Pläne zur Schließung Guantanamos

Robert Gates, amtierender und auch zukünftig regierender US-Verteidigungsminister, lässt derzeit Pläne zur Schließung des umstrittenen US-Militärgefängnisses Guantanamo auf Kuba ausarbeiten. Er möchte für den Fall, dass Obama eine schnelle Schließung des Gefangenenlagers beschließt, ausreichend gewappnet sein.

Wie aber mit den Inhaftierten verfahren wird, ist ungewiss. Für die meisten käme die Abschiebung in ihr Heimatland einer zweiten "Gefangenschaft" gleich, denn vielen droht ein erneuter Prozess, Folter und weitere Strafen. Trotzdem wünscht sich Gates, nicht vollständig die Observation der Inhaftierten aufzugeben, da "das amerikanische Volk vor bestimmten sehr gefährlichen Individuen geschützt" werden müsse. Das hieße, dass die Ex-Inhaftierten auf Schritt und Tritt von amerikanischen Geheimdiensten überwacht werden würden, was wiederum deren Menschenrechte und Privatsphäre verletzen würde. Ist diese Vorsichtsmaßnahme bei den observierten Personen aus Mangel an Beweisen nicht belegbar, würde die Gefangenschaft im wahrsten Sinne des Wortes außerhalb des Gefangenenlagers fortgesetzt werden. Ein "Neubeginn" ist in diesem Falle definitiv auszuschließen.

Ein weiterer Artikel zu Guantanamo.

Quelle

12Nov/080

Räumt Obama auf?

Mit dem Wechsel des Präsidenten sollen CIA-Chef Michael Hayden und Mike McConnell, Koordinator aller US-Geheimdienst, ihren Schreibtisch räumen. Grund: Sie hatten die Verhörmethoden unter dem noch regierenden Präsidenten Bush, in aller Öffentlichkeit verteidigt. Freilich wollen sie ihren Arbeistplatz nicht freiwillig verlassen. Wann und ob dieses Vorhaben umgesetzt wird, dass werden wir bald erfahren:

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Quelle

5Nov/080

“Obama-Manie”

Oder "Obamanie" wie die Medien den Wahlkampfsieger und neuen Präsidenten der USA titulierten. Jetzt endlich ist der anstrengende zweijährige Wahlkampf mitsamt seinen Schlachten und TV-Duellen endlich vorrüber. Mit Obama freuen sich vor allem seine Parteifreunde, die Demokraten, seine Fans und Sarah Obama, die Oma des ersten schwarzen US-Präsidenten, stellvertretend für das kenianische Volk. Natürlich erhofft sich die Bevölkerung eine herzliche Unterstützung von amerikanischer Seite, z.B. in Form von Entwicklungshilfe, Subventionen aller Art und auch eine Reisefreiheit in die Vereinigten Staaten.

Aber dabei wird es nicht bleiben. Denn Obamas Vorgänger hat wohl ziemlich auf den "Kack" gehauen. 107 von 109 interviewten US-Historikern attestieren Bush Junior eine misslungene Präsidentschaft, was man unter anderem an dem Irak-Krieg sehen kann. Ginge es nach dem Starjuristen Bugliosi, so sei er für den Tod jener über 4000 gefallenen US-Soldaten, den enormen Image-Verlust der USA in der Weltpolitik und dem "verbrecherischen Krieg" verantwortlich. Jeder Bundesstaatsanwalt wäre nach dessen Absetzung in der Lage, ihn wegen dieser "Verbrechen" anzuklagen. Rechnet man das Strafmaß im Falle der Verurteil hoch, so dürfte es das Ende für Bushs Freiheit bedeuten.

Besonders beim Irakkrieg, dem Militärgefängnis für Terrorverdächtige, Guantanamo, in dem Kriegsrecht und die Genfer Konventionen keine Rolle spielen, muss Obama Hand anlegen und versuchen "das Beste" daraus zu machen.

Ferner wurden unter Bush Juniors Regentschaft das Gesundheits- und Bildungssystem, die Immigrationsproblematik und umstirttene Bereiche wie Klimawandel, Energieversorgung und die sich öffnende Schere zwischen Mittelklasse und "Elite", vernachlässigt. Der enorme Schuldenberg von sage und schreibe 1 Billion Dollar (1.000.000.000.000$) und die gegenwärtige Finanzkrise, ausgelöst durch eine zu liberale Finanzpolitik, in der jede Bank nach ihren Vorstellungen verfahren durfte, ohne eingeschränkt oder durch ein Kontrollgremium beaufsichtigt zu werden, machen den Einstieg Obamas in sein neues Amt nicht angenehmer.

In Zukunft werden wir sehen, ob der neue Präsident diesen Problemen gewachsen ist und ob er seine Versprechen, auch wenn sie wegen der aktuellen Schulden eher unmöglich erscheinen,  umsetzen kann.

"Obamaaaaa!" :)

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