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19Jun/090

RIAA bekommt 1,92 Mio.$ Schadensersatz

Am heutigen Tag wurde in Minnesota (USA) eine Frau von einem Gericht zu einer rekordverdächtigen Schadensersatzzahlung in Höhe von 1,92 Millionen US-$ (umgerechnte etwa 1.377.600 Euro) an den US Tonträgerverband RIAA verdonnert.
Anlass für diese Strafe ist der illegale Download von 24 Musiktiteln via dem Filesharing-Netzwerk KaZaA.
Somit beträgt die Strafe pro Titel jeweils sagenhafte 80.000 Dollar!
Anzumerken ist, dass es zu diesem Fall bereits im Oktober 2007 eine "Verurteilung" gab, damals lag die Strafe pro Song aber noch bei "gemäßigten" 9250 Dollar.
Eine Fehlinformation seitens des fungierenden Richters sorgte für eine Neuverhandlung des Falls mit einem erheblich verschlechterten Ergebnis für die Angeklagte.

[via]
Meine Meinung zu diesem Thema: Soetwas kann auch nur in den USA passieren.

18Jan/090

Prozess via Webstream

In den USA schafft der Videostream via Internet einen erneuten Durchbruch. Ein 25-jähriger Student der Boston University wurde "von einem US-Musiklabel wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverstöße verklagt" und forderte daraufhin die Veröffentlichung des Gerichtsprozesses per Livestream im Internet. Das Musiklabel legte Einspruch ein, die vorsitzende Richterin sah aber keine Notwendigkeit, das Ersuchen des angeklagten Studenten abzulehnen.

Die Begründung: Die Musikindustrie hatte zuvor jahrelang mit eindeutigen Kampagnen versucht, Musikkopierer vor Urheberrechtsverletzung abzuschrecken. Die Kampagnen hatten das Ziel, Filesharer als Kriminelle abzustempeln und vor den gewaltigen, mitleidslosen Anklagen der Musikindustrie zu warnen. Kurz gesagt: Die Musikindustrie nutzte alle Möglichkeiten, um sich als eiskalter Strafverfolger darzustellen. Jetzt aber wollte das Musiklabel plötzlich den Aufruhr in der Öffentlichkeit vereiteln. Woher kommt auf einmal der Gesinnungswechsel?

Kommenden Samstag kann jeder Interessent dem Prozess live aus den USA beiwohnen. Und damit auch Zeuge der immensen Forderungen seitens der "Musik-Anwälte". Ob diese weiterhin ihre Ansprüche konsequent durchsetzen wollen, wird sich spätestens am Donnerstag zeigen. Die Reaktionen der Musikindustrie auf ihre Unbeliebtheit in der Bevölkerung, z.B. durch Kündigung der Zusammenarbeit mit der RIAA, ließen aber auf ein anderes, imagebereinigendes Ziel schließen.

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6Jan/090

Musikindustrie macht Ernst

Ich habe schon vor einigen Wochen über die neue Geschäftspolitik der amerikanischen Musikindustrie berichtet (Kampf für mehr Gerechtigkeit , Pilotprojet-Musikflatrate und Musikindustrie macht Fortschritte). Jetzt macht der Musikverband RIAA allem Anschein nach Ernst: er kündigte die Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen MediaSentry, dass Musikpiraten (Cyberkriminelle) verfolgt, Beweise gesammelt und diese an die Musikindustrie weitergegeben hat. Die Musikindustrie ist in den vergangenen Jahren mit den Beweisen vor Gericht gezogen und hat tausende Anzeigen und Verfahren bestritten.

Da aber viele Datenschützer und Bürgerrechtler Sturm gegen das Verfahren für die Datensammlung der MediaSentry gelaufen sind und die Musikindustrie ihren Imageschaden aufpolieren möchte, musste gehandelt werden. Der Vertrag wurde nicht verlängert und jegliche Zusammenarbeit wurde eingestellt.

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22Dez/080

Musikindustrie macht Fortschritte

Ich habe damals (Musikindustrie) schon über die Abmahnungs- und Prozesswellen der Musikindustrie gegen Musikpiraten berichtet. Nun bahnt sich ein erneuter Fortschritt in Sachen Pirateriebekämpfung an: die Labels, repräsentiert von der Recording Industry Association of America (RIAA), möchten nicht mehr jeden "Verbrecher" vors Gericht zerren, sondern den Internet-Providern und -dienstleistern die Aufgabe überlassen, ihre Kunden bei einem Vergehen entsprechend abzumahnen und wenn das nicht reicht, sogar die Notbremse zu ziehen: die Sperrung des Internetanschlusses. Somit wäre es nicht mehr notwendig, dass die Nutzerdaten der Internetnutzer an die Musikindustrie weitergegeben werden, diese blieben weiterhin nur beim Dienstleister.

Die Abschreckung "Prozess" soll aber nicht gänzlich über Board geworfen werden; bei extremen Vorfällen möchte die Musikindustrie ihr Recht auf einen Gerichtsprozess in Anspruch nehmen dürfen.

In Deutschland hat die Musikindustrie mit ihrer Klagewelle mehr Erfolg als in den Staaten. Im letzen und im laufenden Jahr wurden rund

  • 60.000 Strafanzeigen wegen Urheberrechtsverletzungen bei Musik
  • 50.000 - 100.000 Strafanzeigen bei Film- und Buchbranche

gestellt. Der illegale Download sei seit der strafrechtlichen Verfolgung 2004 von 600 auf 312 Millionen gesunken.

Quelle

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