Made in Kuba
Kuba hat seine eigene Cola, seine eigenen Handys und bald auch sein "eigenes" Betriebssystem namens "Nova". Dabei handelt es sich nicht um eine vollständig eigene Produktion, sondern um eine einfache Kopie des OpenSource-Betriebssystems Linux, das jetzt einfach unter einem anderen Namen und wohl mit eingeschränkter Funktionsweise auf den kubanischen Markt geschmissen werden soll.
Das Ziel der Regierung ist es, den Kauf amerikanischer Produkte, erschwert durch das US-Handelsembargo, möglichst einzudämmen und die vorhandenen Schwachstellen von Microsofts Windows (die CIA verfügt über die Windows Codes und kann deshalb auf alle PCs zugreifen) zu stopfen. Schon in 5 Jahren, so der Plan der Regierung, sollen "Nova" und die Windows-Betriebssysteme den gleichen Stellenwert im Computersektor haben.
Regierungsnahe Unternehmen melden aber ihren Widerstand an, da sie befürchten, dass ihre auf Windows ausgelegten Programme an Kompatibilität einbüßen würden.
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Kuba mobil
Besser spät als nie. Das denkt sich wohl auch Fidel Castros Nachfolger und Bruder Raul. Seit April vergangenen Jahres ist es nun auch allen Kubanern gestattet, mit einem Handy durch die Gegend zu irren und zu telefonieren. Hört sich in der Theorie ganz gut an, dass die Kubaner endlich im Zeitalter der Mobilfunktechnik angekommen sind, aber auf dem Papier, in diesem Fall die Mobilfunkrechnung, sieht die Welt wieder anders aus:
Utopisch hohe Preise und Tarife waren für den Großteil der Bevölkerung ein Dorn im Augen. Ausländer und hochrangige Beamte, die auf diese Art von luxoriöser "Überallereichbarkeit" schon seit längerem zurückgreifen dürfen, waren von der "Handysperre" nicht betroffen.
Der Faktor Geld spielt in Kuba bekanntermaßen eine riesengroße Rolle: das günstigste Handy, ein Nokiamodell aus dem Jahr 2006 für 65$, die Erteilung einer eigenen Handynummer für 120$ und die Tatsache, dass das Durchschnittseinkommen der Kubaner auf 17$ pro Monat liegt, hat der Begeisterung zum Mobilfunkrelease keinen Abbruch getan.
Vor allem gebrauchte Handys finden ihren Weg über in Amerika lebende Verwandte, denen die US-Regierung neuerdings gestattet, ihren Familienmitgliedern Handys zu schenken. Damit sparen die Kubaner schon mal 60$. Die Preise für ein Mobilfunkgespräch ins eigenen Mobilfunknetz kosten 65 US-Cent, Telefonate ins Festnetzt sind um einiges teurer, SMS ins eigene Mobilfunknetzt werden mit 17 US-Cent quittiert, ein Auslandsgespräch in die Vereinigten Staaten werden mit 2,7 $ und nach Europa mit unglaublichen 5,85$ berechnet.
Würde der Durchschnittskubaner einen Monat lang auf alles andere verzichten, könnte er 3 Minuten lang nach Europa telefonieren. Wenn das nicht mal unschlagbar ist