Keine “Blutmaterialien”
Die größte Handymesse der Welt, die World Mobile Congress in Barcelona, bringt nicht nur technische Neuerungen und Highlights zum Vorschein, sondern wird auch als öffentliche Plattform für wirtschaftspolitische Forderungen genutzt. Menschenrechtler der Organisation Global Witness forderten die Handyproduzenten auf, auf Materialien aus umkämpften Gebieten, beispielsweise dem Kongo, zu verzichten, weil die herrschenden Rebellengruppen u.a damit ihre Waffen finanzieren. Diese Vermutung basiert auf einer Untersuchung, die in Kooperation mit UNO-Experten durchgeführt wurde.
Besonders die Gebiete, in denen der seltene Rohstoff Coltan vorkommt, der für die Halbleiterproduktion benötigt wird, sind von mehreren Gruppierungen hart umkämpft. Der seit 1996 andauernde Krieg, der auch um Edelmetalle, Diamanten, Kupfer, Zinn und andere Erze geführt wird, hat bisher ca. 5,6 Millionen Menschenleben gefordert.
Die Konzernpolitik sollte in Zukunft so angepasst werden, dass darauf geachtet wird, von woher die Rohstoffe einkauft werden. Zwar ist der Import der Rohstoffe aus Entwicklungsländern (besonders Afrika) bedeutend billiger als aus anderen Regionen und die Vorkommen sind reichhaltiger, doch mit den Geldern werden (indirekt) weitere Waffen finanziert, mit denen der eigene Machtbereich (Einflussbereich) auf andere rohstoffreiche Regionen ausgeweitet werden soll.
Israel will Hamas stürzen
Jetzt dauert Israels Luftoffensive schon 3 Tage an. Die Auswirkungen der Bombardements:
- 300 Menschen kamen im Gazastreifen ums Leben; davon min. 51 palästinensische Zivilisten
- zerstörte Infrastruktur
- zerstörte Gebäude
- kurz: eindeutiger Kriegszustand
Die Israelis führten auch heute ihre Luftangriffe auf palästinensische Einrichtungen fort. Bei einem Raketeneinschlag wurden auf palästinensischer Seite mindestens fünf Kämpfer des islamischen Dschihad getötet. Währenddessen feuerten militante Palästinenser mindestens 60 Raketen auf Israel ab.
Das Ziel der israelischen Regierung ist klar: sie wollen die radikale Hamasregierung auf jeden Fall stürzen und wenn es auf einen "Krieg bis zum bitteren Ende" hinsauslaufen sollte. Hierzu wurden 6700 Reservisten zu den Waffen gerufen, um das Berufsheer zu unterstützen und ein 3 Kilometer langes Speergebiet ausgerufen. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak äußerte sich zu den militärischen Operationen so:
Das wird nicht einfach, es wird auch Komplikationen geben. Aber ich verspreche Ihnen, dass die Vorbereitungen nach genauem Überlegen und mit großer Verantwortung getroffen werden. Diese Operation wird erweitert und ausgedehnt, soweit es erforderlich ist. Wir kennen das Ziel, und wir gehen entschlossen darauf zu.
Im israelischen Rundfunk konterte Mushir Al Masri, Abgeordneter der Hamas im palästinensischen Parlament:
Wir haben alles unter Kontrolle. Die Hamas ist noch immer Herr der Lage. Die bisherigen Angriffe waren nur Kratzer für uns, nicht mehr. Wir werden die zerstörten Hauptquartiere wieder aufbauen, und in ein paar Tagen wird alles wieder voll funktionstüchtig sein
Eine ganz klare Provokotaion, die Mushir Al Masri gegenüber den Medien aussprach, die erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen wird. Denn dies ist eine direkte "Einladung" für das israelische Militär, noch mehr Angriffe auf den Gazastreifen zu fliegen und eventuell die Bodenoffensive zu starten. Den Vorteil dürften bei einer direkten Auseinandersetzung die Isrealis haben, technisch und finanziell haben sie die besseren Mittel zur Verfügung. Eine gewaltfreie Einigung wird nicht eintreffen, da die Isrealis den Rücktritt der amtierenden Hamasregierung unbedingt erzwingen wollen, diese aber mit aller Macht dagegen anhält. Nur die Vereinten Nationen können jetzt noch genug Druck auf beide Opponenten ausüben und so das Schlimmste verhindern.
Quelle
BND trägt Mitschuld für Irak-Invasion
Es liegt schon einige Wochen zurück, als der SPIEGEL über die Brisanz der beiden BND-Geheimdienstler bei der Informationsbeschaffung für das US-Militär berichtete. Jetzt hat der Spiegel Interviews mit hochrangigen US-Militärs geführt, bei denen die Gerüchte bestätigt wurden.