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24Mai/090

Facebook wird gesperrt

Politiker, Parteien und andere Interessenverbände eröffnen seit geraumer Zeit ihre eigenen (Fan-)Gruppen, um sich mit ihren Sympathisanten über bestimmte Thematiken austauschen und einen Online-Wahlkampf a la Barack Obama führen zu können, einen sogenannten Web2.0-Wahlkampf.
Dem radikalen Präsidenten Ahmadinedschad gefällt diese Strategie drei Wochen vor dem Wahlkampf gar nicht und so lässt er Facebook für seine Landsleute sperren. Es ist also derzeit nicht ohne Hilfsmittel möglich, die schnell wachsende Online-Plattform im eigenen Browser zu öffnen. Ahmadinedschad erklärte, dass sein Herausforderer Mussawi für das Amt des Regierungschefs "die iranische Nation in beispielloser Weise gedemütigt" habe, indem er Zugeständnissen an den Westen mache.

Die Betreiber von Facebook bezeichnen diesen Schritt als herbe Enttäuschung, weil die Annäherung der Bevölkerung ans Internet als Informationsquelle einfach unterbrochen wurde. Auch die deutschen sozialen Netzwerke wie wer-kennt-wen und studiVZ öffnen sich politischen Gruppierungen und anderen Interessenvertretungen und handeln manchmal zu lässig. So geht beispielsweise Facebook im Kampf gegen "braune Soße-" Gruppen sehr "gemäßigt" vor; viele von ihnen sind schon vom Namen her eindeutig als solche auszumachen, trotzdem passiert an dieser Stelle sehr wenig bis gar nichts.

facebook1

[via]

16Mai/090

Wolfram Alpha – besser als Google?

Vom Namen darf man bei der Bewertung der neuen Suchmaschine 2.0 auf gar keinen Fall ausgehen - Wolfram Alpha. Ich persönlich finde den Namen für einen künftigen Googlekiller -konkurrenten nicht sehr gelungen, aber immerhin ist er einprägsam. Heute morgen ist die Suchmaschine für den Betatest freigegeben worden und sie nimmt auch schon Suchanfragen an und spuckt einige Ergebnisse aus. Allerdings werden zu komplizierte Suchanfrage nicht bearbeitet; stattdessen wird auf die Überschreitung der Testbelastungsgrenze verwiesen.

Mathematische Probleme kann die neue Suchmaschine mit Bravour meistern: Ein Beispiel ist die Rechenoperation (((20-pi)+(sin/2))-(tan/2.2)

Was passiert aber nach der Testphase. Wird Wolfram Alpha dann in Wolfram Beta umbenannt?^^

29Apr/090

Microsofts iPhone

Apple "schuf" es und einige Jahre später sieht auch Microsoft, dass es "gut" ist. Die Rede ist vom Trendsetter iPhone und dem iPhone AppStore, die in puncto Multimedia-Handy mit Touchscreen und passender Online-Download-Plattform zum Spitzenreiter gehören. Der Milliardste Download wurde kürzlich über den AppStore abgewickelt. Und auch Microsoft verfolgt die ständigen (Erfolgs-)Meldungen des geliebten Konkurrenten mit, sodass ein Eintritt Microsofts in diesen Zweig doch langfrisitg unabwendbar ist.

Microsofts neues Handy hört auf den Codenamen "Pink" (Geschmackssache) und soll schon nächstes Jahr exklusiv im Netz des Mobilfunk-Anbieters Verizon Wireless verfügbar sein. Microsoft wird an der Soft- und Hardwareentwicklung maßgeblich beteiligt sein, möchte die Produktion aber "auslagern". Mit dem Launch des Microsoft Multimedia-Handys soll auch der "Windows Marketplace for Mobile", der Online-Shop mit weiteren Handy-Applikationen, starten.

[via]

auch bei heise-online

17Apr/090

Google erkämpft sich Marktführung

In Deutschland ist Google ja schon seit Jahren der unumstrittene Marktführer (Monopolist) in Sachen Suchmaschinen-Dienst. Doch im Land des Amerikanischen Traums, den USA, ist Googles Spitzenreiterposition nicht selbstverständlich. Erst dieses Jahr hat der Suchmaschinenriese seinen Marktanteil auf über 50 Prozent ausbauen können. Wie groß dieser Anteil nun wirklich ist, darüber sind sich die drei größten Marktforschungsunternehmen im Web ComScore, Net Applications und Nielsen nicht einig. Die Ergebnisse pendeln zwischen 54 und 64,2 Prozent...

Über eines sind sich die drei Unternehmen aber einig: Google wächst langsam aber sicher. Wie in der Evolutionstheorie gilt auch hier das darwinsche Prinzip "Survival of the fittest". Vor allem die kleineren Wettbewerber in der Suchmaschinenbranche haben um ihr Überleben zu kämpfen. Zu ihnen gehört auch Microsofts Suchmaschine Live Search, die weltweit nur auf einen Marktanteil von bescheidenen 1,86 Prozent kommt. Im Kampf gegen Google wollte sich Microsoft schon einmal mit dem Konkurrenten Yahoo! zusammentun und bot 50 Milliarden Dollar. Yahoo-Mitgründer Jerry Yang verzockte sich gründlich, die US-Kartellbehörde stoppte eine Fusion und  Yangs Hybris lehnte das Angebot ab. Somit platzte der Traum vom Deal.

Für mich ist Googles Entwicklung und Wachstum nicht überraschend. Die Masse an unterschiedlichen Webangeboten, Finanzierungsmethoden (Google Adsense und Google Adwords) machen den Dienst auch für Laien-Internetseiten- und Blogbetreiber (wie mich) interessant. Zwar stellt Google hier nur das System, doch die Nutzer sind auch bereit dieses Angebot dauerhaft zu nutzen. Und in dieser konsequenten Beständigkeit liegt das Mittel zum internationalen Erfolg. Unterstützt wird Google auch von erfolgreichen Browsern, z.B. Mozillas Firefox, der als Startseite Googles Suchmaschine vorprogrammiert hat.

Einige Daten:

google

Bild und Infos [via]

19Jan/090

Launch des T-Mobile G1

Der iPhone-Konkurrent ist jetzt endlich auch in Deutschland verfügbar und wurde direkt von Spiegel Online auf Herz und Nieren untersucht:

Touchscreen:

Der Touchscreen überzeugt auf voller Linie. Mit einem hellen und kontrastreichem Bild kann das T-Mobile G1 aufwarten. Wie es auch schon beim iPhone gang und gäbe ist, lassen sich nicht mehr benötigte Elemente per "Schubser" auf den rechten oder linken "virtuellen Bildschirm" absetzen.

Tastatur:

Das iPhone kommt zusaätzlich zum Touchscreen mit einer kompletten Tastatur daher. Diese fällt zwar recht klein aus, aber trotz alledem lassen sich Nachrichten erstaunlich gut damit verfassen. Ein erwähnenswertes Feature für all diejenigen, die mit Apple Touchscreen nicht zurecht kommen.

Verarbeitung:

Die Verarbeitung kann sich wirklich sehen lassen. Zitat von Spiegel Online:

Die Materialien wirken hochwertig, das Display ist vollkommen plan ins Gehäuse eingesetzt und der Schiebemechanismus, mit dem der Bildschirm nach oben geschoben wird, arbeitet fast geräuschlos.

Google:

Ohne Google-Konto funktioniert aber nichts. Der USB-Anschluss ist nicht für die Verbindung mit dem heimischen PC vorgesehen und so ist der Anwender für die Synchronisierung seiner Kontakt- und Adressbücher auf den Internetkonzern angewiesen.

Internet vorrausgesetzt:

Das G1 verbindet sich regelmäßig automatisch mit dem World Wide Web, um alle Daten mit den Webdiensten zu synchronisieren. Hat man da keine Internet-Flatrate, kann das sehr teuer werden. Zur Not deaktiviert man die Synchronisierungsfunktion einfach. Worauf man sich aber nicht allzu sehr verlassen sollte.

Google "Marketplace":

Von dem "Marketplace" lassen sich (bis dato kostenlos) weitere Applikationen für das Multifunktionshandy downloaden. Bereits im Auslieferungszustand verfügt das G1 über eine Vielzahl verschiedener Anwendungen. Die Anzahl der qualitativ hochwertigen Tools ist, obowohl die Internetzone erst seit einigen Monaten läuft, schon riesig groß - schon fast unübersichtlich.

Nachteil: Akku

Die Akkulaufzeit ist - genauso wie beim iPhone - sehr kurz. Eine intensive Nutzung reduziert die Inbetriebnahme auf einen Tag - danch muss das G1 an die Steckdose. Bei einer durchschnittlichen Nutzung hält der Akku 2 Tage. An dieser Stelle muss auf jeden Fall noch etwas passieren.

Herstellerangaben zum T-Mobile G1:

Betriebssystem Android OS
Arbeitsspeicher 256 MB (plus 2 GB-Speicherkarte)
Erweiterungssteckplatz microSD Card
Bildschirmauflösung 320 x 480 Pixel
Bildschirmdiagonale k.A.
Digitalkamera 3,2 Megapixel
PC-Anschluss USB
Gewicht 158 Gramm
Maße 118 x 56 x 17 Millimeter
Drahtlose Verbindungen EDGE, UMTS, HSDPA, W-Lan, Bluetooth
Standby-Zeit* bis zu 402 Std.
Sprechzeit* bis zu 17 Std.
Besonderheiten: Touchscreen, GPS
Preis: noch nicht bekannt

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