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16Mai/090

Soziale Netzwerke haben schlechte Auswirkungen

Laut einer Studie des Massachusetts Institute of Technology und der New York University haben soziale Netzwerke (Facebook, studiVZ etc:), soziale Dienste (Microblogging-Dienst Twitter) und Instant Messenger (MSN/ICQ) auf Dauer eine schlechte Auswirkung auf das soziale Wesen Mensch. Zeitgenossen, die größtenteils über das Internet mit ihren Mitmenschen kommunizieren oder sich austauschen, sind bei der Bearbeitung von Aufgaben bis zu 30 Prozent langsamer als diejenigen, die das reale Teamwork bevorzugen.

An dieser Stelle zeigt sich, dass der Mensch doch noch irgendwie einen Drang zum sozialen Leben hat (mit einigen Ausnahmen) und dass das Internet auf Dauer doch mehr schadet als einem lieb ist. Selbstverständlich möchte jeder den Vorteil ausnutzen, ohne große Anstrengungen immer und überall für die ganze Welt erreichbar zu sein. Dabei muss man noch nicht mal einen Fuß aus der Wohnung setzen.

Und da ist der Haken. Dank Internet kann man von zu Hause aus mit all seinen Freunden gleichzeitig chatten, telefonieren oder auch spielen. In Wirklichkeit ist es nur selten möglich, all seine Freunde zur selben Zeit zu treffen. Somit besteht die Gefahr, sich immer öfter nach Hause zurückzuziehen und sich von der realen Gesellschaft zu isolieren - das Internet wird zu einer Art Droge - die Zahl der Internet-Süchtigen steigt ja zusehends...

Wie lange sind die sozialen Netzwerke denn dann noch wirklich sozial?

[via]

12Mrz/090

Der Amoklauf und seine Konsequenzen

Jeder dürfte von dem grausamen Amoklauf des Tim K. am gestrigen Mittwoch gehört haben. Eigentlich ist dieses Thema schon mehr oder weniger überall in den Medien verbreitet und ausgetrampelt, aber ich persönlich sehe hier noch Nachholbedarf.

Wie die vergangenen Jahre auch schon bewiesen haben, hat sich eine Art “Subkultur” gebildet, die solche Massenmorde und Massaker international, überwiegend in Internetforen, feiert und verehrt.

Die Einen leiden an einer ernsthaften, psychischen Erkrankung – die wahrscheinlich auch nicht mehr vollständig zu heilen ist – und die andere Hälfte dieser Fangemeinde glaubt wohl vielmehr an einen “bösen Witz”. Denn wer nimmt solche krankhaften Ankündigungen über einen Amoklauf schon ernst?

Und genau da liegt das Problem: Das Internet mit seinen unzähligen Möglichkeiten, Informationen und Neuigkeiten, dazu gehören auch solche Androhungen, zu verbreiten und seine stetig wachsenden Ressourcen, ist unkontrollierbar. Selbst die Zensur, wie sie beispielsweise in China herrscht, um regierungskritische Internetseiten zu blockieren, bietet keinen Schutz. Es kann ferner nicht unterschieden werden, was von den Informationen wirklich wahr ist und was nicht. Schließlich eignen sich solche perversen Äußerungen von Morddrohungen und Massaker-Ankündigungen schon fast perfekt, um andere Nutzer im Internet zu provozieren. Die Leser sind “gezwungen” sich mit dem Inhalt der Aussage auseinanderzusetzen.

Jetzt ist auch mal wieder ein geeigneter Zeitpunkt gekommen, an dem die Politiker ihre Kompetenz und ihren Handlungsdrang (zum Schutz der Bevölkerung) demonstrieren wollen. Wer jetzt nicht handelt, der hat es sich mit den Wählern verscherzt. Und so werfen die kleinen, politisch “aktiven” Männchen neue Vorschläge und Gesetzesentwürfe in die Runde, die ein weiteres Attentat in diesen Dimensionen verhindern soll.

Es ist die Rede vom “Killerspiele-Verbot” und von strengeren Sicherheitsmaßnahmen an öffentlichen Einrichtungen. Sicherheitspersonal und “Sicherheitsschleusen” sollen dem ganzen Abschlachten und Morden ein Ende setzen.

Totaler Unsinn. Ich bin kein Gegner von Sicherheit, im Gegenteil. Aber warum denkt die Politik weiter über Vorschläge nach, deren Argumentationsbasis schon auf wackeligen Füßen steht?

Wozu führt denn eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen an den Schulen? Etwa dazu, dass die Schulen bald wie Hochsicherheitsgefängnisse aussehen – mit Stacheldraht, einer fünf Meter hohen Mauer aus Stahlbeton und Wachtürmen an jeder Ecke? Dann wird das Morden irgendwo anders hin verlegt. Vielleicht kommt es dann vor der Schule – das Rauchen ist auf dem Schulgelände aufgrund der modernen Gesundheitspolitik ja verboten -  zu einem Amoklauf.

Das “Killerspiel-Verbot-Thema” ist seit gestern wieder brandaktuell. Viele Millionen Spieler sind Freunde dieser “gewaltverherrlichenden Killerspiele” und trotzdem ist nur ein klitzekleiner Anteil dieser “Killerspielespieler” Amok gelaufen. Mathematisch würde ich das wie folgt ausdrücken:

x (Anzahl der Amokläufer) –> 0

Diese beiden Ideen zeigen, dass einige Politiker entweder die falschen Ansätze für die Lösung dieses Problems wählen oder sich einfach einen “Schmeichelbonus” bei den Wählern sichern wollen. Was sie nicht wissen ist, dass der Mensch der brutalste Erdbewohnern überhaupt ist. Kein anderes Lebewesen hat sooft Krieg geführt oder seine Artgenossen massenweise abgemetzelt.

Ich bin der Meinung, dass man solche Ereignisse in Zukunft so leichter vereiteln kann:

  • Waffen und Munition müssen separat voneinander gelagert werden
  • Personen, die gegen das Waffenschutzgesetz verstoßen (im Fall von Tim K. wäre das der Vater) müssen zur Rechenschaft gezogen werden
  • ausgestoßene Kinder, die durch ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Umwelt auffallen, müssen mehr betreut werden

23Feb/090

Machen Social Networks krank?

Zu diesem Ergebnis will der Autor einer Studie, Aric Sigman, die neulich im Journal des British Institute of Biology, der "Biologist", veröffentlichte wurde, gekommen sein. Demnach isolieren sich die Menschen, die sich zu lange und intensiv vor dem Rechner aufhalten, von der Gesellschaft und setzen ihre sozialen Kontakte aufs Spiel.

Im Prinzip ist dieses Ergebnis nichts Neues: schon Onlinespiele, wie beispielsweise World of WarCraft, haben viele Spieler in die Spielesucht getrieben und deren "soziales" Leben, später auch ihrer Gesundheit, geschadet. Was man aus den unzähligen Studien mitnehmen muss, ist die Tatsache, dass sich der Aufenthalt am PC ohne Maß und Ziel, negativ auf die Gesundheit auswirkt. Übertragbar müsste es demnach auch auf zu langes Fernsehen, übertriebenes Fortbilden (Lernen) und Lesen sein oO

Informationen (PDF)

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