Das Speichermedium der Zukunft?
Vor fast 10 Jahren begann alles mit dem Tesa-ROM, einem "Klebestreifen" der als Massenspeicher umfunktioniert werden sollte. Durchsetzen konnte sich diese Technologie gegenüber der beliebten CD-ROM aber nicht und geriet zunehmend mehr in Vergessenheit. Doch jetzt kann sie erstmals einen Erfolg feiern: die Forscher des amerikanischen Konzerns General Electric (GE) haben einen holografischen Speicher konzipiert, der ein Fassungsvermögen von bis zu 500 GByte haben soll.
In DVDs ausgedrückt hieße das: auf den neuen Speicher würden ca. 100 DVDs passen. Die Technik der neuen Speicherwunder erinnert an die der DVD und der Blu-Ray, unterscheidet sich aber dahingehend, dass die Bits auf mehreren Schichten gespeichert werden. Somit ist es denkbar, dass baldige Holodisc-Lesegeräte neben den Holo-Discs auch DVDs, Blu-Rays und CD lesen kann.
Bis dahin werden aber wohl noch einige Jahre verstreichen, denn GE möchte die Technologie zunächst für Archivierungszwecke einsetzen. Später soll die Technik dann auch auf dem freien Markt für jedermann zugänglich sein.
Mit der Holo-Disc dürfte wieder eine neue Ära der Speichermedien beginnen. Denn die Technologie ähnelt der der heutigen Standard-Medien (DVD, Blu-Ray und CD), abgesehen davon, dass anstelle der einen Schicht mehrere Schichten mit Daten (Bits) beschrieben werden können. Der Vorteil liegt ganz klar auf der Hand: die Medien müssen aufgrund der aktuellen Technik nicht größer werden und eine ganz neuartige Entwicklung ist auch nicht von Nöten. Bis es aber soweit ist und jeder von uns stolzer Besitzer dieser Holo-Dsic sein kann, wird sich aber ein anderes portables Medium durchsetzen: die Blu-Ray. Oder doch nicht? Einige Stimmen behaupten, das Internet und die Downloads werden ab 2014 die Blu-Ray nach und nach ablösen. Die steigenden Breitbandgeschwindigkeiten im eigenen Heim und der Ausbau des mobilen Internets (UMTS) sprechen dafür.
Ich persönlich glaube eher an die Überlegenheit des Überall-Internets... Eure Meinung ist gefragt.
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Der Wunderstoff
Heise Online betitelt seinen Bericht über die kürzlich entwickelten Bänder aus Kohlenstoffnanoröhrchen so:
Dehnbar wie Gummi und stärker als Stahl
Und genau diese Eigenschaften bringt der neue Meilenstein in der Forschung mit sich. Ray Baughman, Direktor des Nanotech-Instituts der University of Texas, hat dieses Material erfunden. Es "stärker als Stahl, dehnbar wie Gummi, leicht wie Luft" und nur 11 Nanometern dick. Und das Besondere: es lässt sich in der "Breite um das Dreifache dehnen", der Länge nach ist es aber "zugfester als Mylar". In einigen Test trotze es Temperaturen zwischen minus 190 und über 1600 Grad Celsius - in diesem Temperaturbereich ist der Stoff so widerstandsfähig wie kein anderer. Hinzu kommt das äußerst geringe Gewicht, die Transparenz, Flexibilität und Leitfähigkeit des Materials. Inwieweit dieses Material bald seinen Einzug in die (Computer-) Technologie feiern darf, kann jetzt noch nicht gesagt werden.
Als Baustoff für Prothesen ist es allerdings gut geeignet. Die Fachzeitschrift Technology Review berichtet, dass dieses Material auf elektrische (Stromstöße) und chemische Signale reagiere und seine Größe dementsprechend verändere.
... einige dehnen sich um bis zu ein Prozent aus und üben dabei über den gleichen Bereich 100 Mal mehr Kraft aus als natürliche menschliche Muskeln
Erstaunlich viel Kraft steckt in diesem Wundermaterial, das sich bald eventuell zum Ersatz menschlicher Muskulatur eignen wird. Der Einsatzzweck ist aber von der benötigten Stromaufnahme des Materials abhängig: muss nur ein kleiner Strom (weniger als 1Ampere) für die Dehnarbeit aufgebracht werden, wäre eine technische Problemlösung schon in absehbarer Zeit realisierbar.
Wo könntet ihr euch den Einsatz des neuen Wundermaterials vorstellen? Wärt ihr für oder eher gegen eine Verwendung im menschlichen Körper?
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Flexible Displays
Die Forschung hat seit einigen Jahren eine neue Richtung bei der Entwicklung von Displays eingeschlagen. Ihr Ziel ist es, flexible, biegsame und trotzdem berührungsempfindliche Anzeigen zu entwickeln, die den Eigenschaften eines Papierblattes nachempfunden sind. So sind die ersten Modelle des amerikanische Produzenten E Ink in Amazons E-Book-Lesegerät Kindle eingebaut worden.
Als nächste Stufe ist eine biegsame Variante, die noch in diesem Jahr marktreif sein soll, geplant. Eine Firma aus unserem "Nachbarländchen", den Niederlanden, namens Polymer Vision, hat mit seinem Modell "Readius" bereits eine ausrollbare Ausführung auf den Markt gebracht. Die ersten Ausdauertests laufen bereits.
Wenn sich die Faktoren Flexibilität, Berührungsempfindlichkeit und Ausdauerfähigkeit bei den Displays der Zukunft alle unter einen Hut bringen lassen, kann ich mir eine zum Beispiel eine Ablösung der traditionellen Zeitung durch die digitale Version vorstellen. Weitere Anwendungsbeispiele wären tragbare MP3-Player, Navigationsgeräte und Handys, die dank des schmaleren Displays, auch kleinere Maße haben werden. Idealerweise werden die neuen Displays künftig größere Bildschirmdiagonalen und eine lange Betriebszeit - bedingt durch neue Akkumulatoren - haben und können ohne großen Aufwand produziert werden, was sie auch preislich gesehen attraktiv machen wird.

Die Bedeutung von Hormonen
Türkische und britische Forscher haben in dem Wissenschaftsmagazin "Nature Genetics" ihre Forschungsergebnisse über die Rolle und Funktion der Hormone beim Wachstum veröffentlicht. Der Botenstoff Neurokinin B leitet die Pubertät ein. Er sorgt dafür, dass eine Reihe weiterer Hormone hergestellt und ausgeschüttet werden, die das Wachstum bis hin zur Geschlechtsreife anfeuern.
Als Versuchskandidaten wurden vier Familien herangezogen, dessen Nachwuchs nicht in die Pubertät gekommen ist. Die Pubertät erkennt man vor allem an der Freisetzung der geschlechtsspezifischen Sexualhormone, die bei der Frau die Ausbildung der Eierstöcke, Brüste etc. und schließlich den Beginn des Menstruationszykluses bewirkt. Beim Mann hingegen bilden sich die Hoden und das Sperma aus. Aus den Tests ergab sich, dass bei diesen betroffenen "Untersuchungsobjekten" entweder ein Gen zur Bildung oder zur Andockstelle des Botenstoffes Neurokinin B fehlerhaft bzw. nicht vorhanden waren.
Neurokinin B werde vor allem in Nervenzellen des sogenannten Hypothalamus gebildet, berichten die Wissenschaftler. Und zwar in der Nähe von genau denjenigen Nervenzellen, die für die Ausschüttung der Sexualhormone aus der Hirnanhangsdrüse sorgen. Der Botenstoff sei damit einer der zentralen Regulatoren für die Auslösung der Geschlechtsreife. (Spiegel Online)