Keine Gnade für UFO-Hacker
Nach derzeitigem Stand sieht es für den UFO-Hacker Gary McKinnon sehr sehr schlecht aus. In den Jahren um die Jahrtausendwende soll der unter dem Namen "Solo" operierende McKinnon in die Computernetze der US Army (1997), der Nasa (2001) und des Pentagon (2002) eingedrungen sein und einen enorm hohen Schaden verursacht haben. Alleine seine akribische Suche nach der Existenz von UFOs soll den US-Haushalt 700.000 Dollar gekostet haben. Problematisch: Nach dem 11. September verschärften die USA ihre Gesetze und die Richter ihre Moral (wenn man denn davon sprechen möchte), härter durchzugreifen. Kurz gesagt: McKinnon drohen jetzt mal eben 70 Jahre Haft - schon fast die Hälfte der 150 Jahre Haft, die der Milliardenbetrüger Madoff formal absitzen muss. Witzlos....
Amazon versendet FSK18 Filme
Das britische Amazon versandte die letzten Wochen und Monate Filme, die in Deutschland entweder erst ab 18 Jahren zu erwerben sind oder gar auf dem Index stehen. Ohne Probleme und genaue Identitätskontrolle war es also für Jedermann (mit Kreditkarte) möglich, derart "jugendgefährdende" Filme zu erstehen. Die Jugendschutz-Organisationen finden das aber ganz und gar nicht lustig und fordern, gegen den Versand von FSK18-Filmen rechtlich vorzugehen. Denn in Deutschland gilt ein allgemeines "FSK18-Versandverbot".
Die letzten Tage hatte es dann auch den Anschein, als hätte Amazon.co.uk auf die juristischen Drohungen der Organisationen gehört und vorsichtshalber vorerst den Versand von FSK16- und FSK18 Filmen und Spielen nach Deutschland eingestellt. Auf Anfrage von Spiegel Online bei Amazon.co.uk, äußerte sich der Chef vom britischen Amazon, Damian Peachy, sinngemäß so:
Aufgrund von Systemumstellungen sei Amazon.co.uk nicht in der Lage gewesen, einen Teil der Bestellungen aus dem Ausland zu bedienen [...] Diese Umstellung sei nun jedoch beinahe abgeschlossen, weswegen alle internationalen Bestellungen in Zukunft wieder in bewährter Form geliefert werden könnten.
Demnächst können wir wohl wieder mit einer erfolgreichen Lieferung zensierter bzw. indexierter Waren, von der Insel, rechnen.
Kinderdatenbank in Großbritannien
Das Volk von "der Insel" reitet seit einigen Monaten schon auf der Welle der schwachsinnigen Erfindungen und Neuerungen. Jetzt hat die Regierung durchgesetzt, dass für alle minderjährigen Landsleute ein sogenannter Datenpool eingerichtet wird, auf den alle Staatsdiener uneingeschränkt zugreifen können. Zur Zeit stehen ca. 390.000 Menschen im Dienst des Staates. In der Datenbank sollen neben Name und Alter auch die genaue Anschrift gespeichert werden.
Gedacht war sie ursprünglich, um
die Zusammenarbeit zwischen Personen, die mit Kindern arbeiten, [zu] verbessern.
Doch daraus wird jetzt wohl schon mal nichts mehr. Warum und wie sollte denn die Datenbank zur Verbesserung des Lehrer-/Erzieher-und-Schüler-Verhältnisses beitragen? Sollen die Kontakdaten als Erpressungsmittel herhalten; von wegen: "Du hast dich schlecht benommen und deshalb werde ich jetzt mal ein Wörtchen mit deinen Eltern reden!". Werden die Daten jetzt zum "Petzen" und zur Demonstration der eigenen Inkompetenz bezüglich der pädagogischen Fähigkeiten genutzt?
Oder soll die Adresse ein bestimmtes "Verhältnis" erleichtern? Wenn beispielsweise ein Erzieher "besonderes" Interesse für ein Kind zeigt?
Wir halten fest: totaler Nonsens und im Sinne des Datenschutzes: MÜLL.
Informationen
Totale Überwachung im Klassenzimmer
Und schon wieder sind es die lieben Bewohner von der Insel. Die Briten haben in ihrem Rausch der dummen Ideen, eine weitere absolut schwachsinnige Idee auf den Markt geworfen. Auf der ganzen Insel treten Vor-, Grund- und weiterführende Schule neueartige Sicherheitssysteme zum Schutz vor den bösen Schülern aus dem Boden. In vielen Klassenräumen werden Kameras der Firma Classwatch installiert, die das gesamte Unterrichtsgeschehen und auch darüberhinaus (alles) aufzeichnen sollen. Nicht nur das Bild wird auf digitale Speichermedien gebannt, sondern auch der Ton.
Alles was getan und gesagt wird, jedes inoffizielle Geschwätz der Schüler, jeder Schönheitsschlaf und auch jedes Kartenspiel kann somit aufgedeckt werden, ohne das der Lehrer auch nur einschreiten muss. Meiner Meinung nach ist es und bleibt es Aufgabe des Lehrers, neben der Vermittlung des Unterrichtsstoffes, auch für Ruhe, Ordnung und Disziplin zu sorgen. Klar, es gibt auch schwierige Fälle, Kinder, deren Kindheit nicht mit Puppenspielen, Malen und Gute-Nachtgeschichten gezeichnet waren. Diese müssen im Zweifelsfall mit Strafmaßnahmen innerschulisch erzogen werden....
Zurück zu den Sicherheitskameras. Sicherlich bringen die Kameras auch einige unumstrittene Vorteile mit sich: Mobbing, Unbenehmen und die Inkompetenz der Lehrkräfte würde sofort aufgedeckt werden. Aber es könnte nie ein "privates" Verhältnis zwischen Lehrer und Klasse/Kurs enstehen. Denn wenn alle Betroffenen im Glauben handeln, dass sie jederzeit im Visier der Sicherheitskameras sind, entsteht eine Art "Zwang-" und "Verstellungsatmosphäre". Man hat nicht das Gefühl, dass die Kameras zum eigenen Schutz/Vorteil installiert wurden, sondern um "Straftäter", unliebsame Schüler zu finden und abzustrafen.
Eltern und Datenschützer haben schon Proteste angemeldet. Wahrscheinlich wird sich das Vorhaben nicht weiter durchsetzen können. Man weiß bei den Briten aber nie so genau.....