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26Mai/100

Google gewährt Nutzern mehr Privatsphäre

Ich vermute mal, jeder von uns hat sich schon einmal mit dem Suchmaschinenanbieter Google auseinandergesetzt. Sei es nun mit einem der unzähligen (kostenlosen) Dienste, beispielsweise der Suchmaschine, oder mit dem leidigen Datenschutz-Thema. Was in Deutschland und anderen europäischen Ländern mit Argusaugen kontrolliert wird, wird in den USA meist mit Füßen getreten. Und gerade diese nachlässige Datenschutz-Politik und Sammelgier ist vielen Menschen ein Dorn im Auge.


27Feb/100

Firefox-Erweiterung Ghostery

Ihr kennt sie, ich kenne sie auch. Ich rede von der Sammelaffinität einiger Webseitenbetreiber. Wenn ich den Ausdruck "Sammelaffinität" benutze, meine ich damit nicht nur große Konzerne wie Google oder Facebook, die eure virtuellen Schritte im Netz registrieren und speichern. Auch kleinere Webseitenbetreiber (wie ich einer bin) nutzen die Dienste, um das Surfverhalten ihrer Besucher zu beobachten und dementsprechend ihr Angebot ändern bzw. optimieren zu können. Schließlich möchte jeder wissen, wofür sich die Besucher am meisten interessieren. Finde ich persönlich gar nicht so schlimm, sofern die Daten nur für den Eigengebrauch erhoben und nicht an Dritte weitergegeben werden.


30Aug/090

Facebook – besserer Datenschutz

Aus dem Hause Facebook kommt eine erfreuliche Botschaft: in Zukunft soll mehr Wert auf den Datenschutz gelegt werden. Dieser Vorsatz kam - wie man sich denken kann - nicht aus eigenen Beweggründen, sondern wurde förmlich durch kanadische Datenschützer erzwungen. Die Datenschutzbehörde hatte Ermittlungen gegen das 250-Millionen-Netzwerk eingeleitet, weil die persönlichen Daten der Nutzer auch nach deren Abmeldung weiterhin gespeichert waren. In Kanada verstößt aber genau diese Datenspeicherung gegen das Gesetz. Also einigten sich die Betreiber des sozialen Netzwerkes und die Datenschutzbehörde auf einen höheren Datenschutz-Standard.

5Mrz/090

Finnland versenkt Datenschutz

Die finnische Regierung nimmt es mit den Datenschutzbestimmungen nicht so genau. Anstatt die Rechte jedes finnischen Bürgers zu schützen, werden diese nun mit Füßen getreten. Es entsteht der Eindruck, also ob Otto Schily höchstpersönlich an dem Gesetzentwurf, der jetzt auch das Parlament des skandinavischen Staates mit 96:56 Stimmen passiert hat, beteiligt gewesen wäre. Jedem Unternehmen ist es von nun an gestattet, die Emails seiner Angestellten auf Anhänge (und wahrscheinlich auch auf den Adressaten hin) zu prüfen.

...allerdings dürfen die Unternehmen überprüfen, ob ihre Mitarbeiter elektronische Nachrichten mit Anhängen an Mitbewerber schicken.

Der Inhalt ist und bleibt trotzdem tabu. Aber nicht nur Unternehmen profitieren von der Gesetzänderung: Schulen, Büchereien und Telekommunikations-Dienstleistern haben jetzt auch die Möglichkeit, das Verhalten ihrer Schüler, Angestellten und Kunden zu analysieren.

Mir stellt sich die Frage: Was nützt es den Unternehmen, Lehrern (etc. pp) wenn sie den Emailverkehr nachverfolgen können, ohne aber Einsicht in die eigentliche Email zu haben? Liegt es da nicht nahe, wenn eine Email samt Anhang als "verdächtig" eingestuft wird, auch irgendwie den Inhalt dieses Anhangs in Erfahrung zu bringen, um einen potentiellen Industriespion dingfest zu machen? Und wann gilt man als "verdächtig", sodass der Chef mit den Untersuchungen beginnen darf? Alles unklar. Nur eines nicht: man braucht Beweise, um eine Kündigung durchzuringen bzw. ein Verfahren einleiten zu können.

Ein kurzes Beispiel: Wird ein Angestellter als "verdächtig" eingestuft, muss jemand aus dem Unternehmen einen zuständigen Datenschutz-Ombudsmann nur über den Verdacht informieren, nicht aber auf sein Okay warten. So können innerhalb kürzester Zeit die internen "Ermittlungen" eingeleitet werden. Polizei und die Geheimdienste hingegen sind in diesem Bereich immer noch stark eingegrenzt. Ohne richterlichen Beschluss geht da gar nichts. Also ist das Gesetz nicht im Sinne der Sicherheit. Jeder Bürger ist ein latenter "Spion", der überwacht werden muss.

Nominiert für den Big Brother Lifetime Award 2009: Finnland.

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