Artikel-Schlagworte: „AGB“
SchülerVZ ändert seine AGBs & DSE
Darauf wurde ich heute morgen per E-Mail aufmerksam gemacht.
Prompt warf ich einen Blick auf die Änderungen, um sicherzugehen, dass ich als Benutzer nicht durch die Neuerung einzelner Punkte in Benachteiligung kam.
Ich pickte mir also die wichtigsten Absätze heraus und stellte beruhigt fest, dass davon keine ernsthafte Bedrohung meiner Privatssphäre ausging.
Von meiner Seite kann ich also Entwarnung geben! So wie es bisher aussieht, bringen die neuen AGBs (für mich zumindest) keinerlei Nachteile mit sich.
Die Datenschutz-Erklärungen wurden bei der “Aufräumarbeit” (so in etwa nennt SchülerVZ diese Aktion) gleich mit überarbeitet.
Das Gute an dem Ganzen: Wer den neuen AGBs und DSE nicht zustimmen möchte, kann wie gewohnt bei den alten bleiben ohne den Rauswurf zu befürchten.
Für diejenigen die nur noch etwas “Überdenkzeit” brauchen, die können sich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals an die Auswahl der AGBs erinnern lassen.
Wer Stellen in den AGBs gefunden haben sollte, die meinen Angaben widersprechen, der möge sich einfach bei uns melden – für jeden Hinweis sind wir dankbar! ![]()
Facebook erkennt AGB-Wahl an
Bis gestern konnten alle Facebook-Nutzer über zwei verschiedene AGB-Fassungen abstimmen. Der AGB-Skandal im Februar hatte die Nutzer auf die Barrikaden getrieben und Facebook dazu bewegt, über eine endgültige AGB abstimmen zu lassen. Allerdings nur dann, wenn sich mindestens 30 Prozent der aktiven Nutzer an der Wahl beteiligen würden.
Gestern schlossen dann also die Wahllokale. Das Ergebnis: nur 0,3 Prozent der 200 Millionen Facebook-Nutzer haben sich überhaupt an der Wahl beteiligt. 75 Prozent der Wähler entschieden sich für die liberalere AGB-Fassung. Dennoch möchte Facebook die Abstimmung akzeptieren und die gewählte AGB einführen.
Es freut mich wirklich, dass Facebook nicht mit ausgestrecktem Zeigefinger auf die 30-Prozent-Marke verweist und die Wahl wegen sehr geringer Beteiligung für ungültig erklärt. Dieses für alle Facebooknutzer bedeutsame Exampel zeigt aber auch, dass eine Wahlbeteiligung von 30 Prozent sehr unrealistisch, ja schon fast utopisch ist. Und hier dürfte Facebook ins Spiel kommen. Einerseits ist die Wahlbeteiligung formal gesehen zu gering, um die Abstimmung als bindend anzuerkennen. Doch andererseits, und das ist der eigentliche Punkt, führt sich Facebook durch diesen Schritt als hilfsbereiter Samariter auf, der die Wünsche seiner Schafe akzeptiert, obwohl er dies ja eigentlich nicht machen müsste.
Nach der AGB-Schlappe tut dieser Schritt zur Rehabilitierung der eigenen Reputation gut.
[via]

Facebook – Abstimmung über neue AGBs
Die Betreiber des sozialen Netzwerkes Facebook – das weltweit zweitgrößte Netzwerk und nicht das größte (wie ich irrtümlich behauptet hatte) – lassen ihre aktiven Mitglieder (Nutzer die sich in den vergangenen 30 Tagen bei Facebook angemeldet haben) über Punkte in der neuen AGB abstimmen. Der Datenskandal im Februar hatte dafür gesorgt, dass das Unternehmen zurückruderte und versprach, Abstimmungen, bei denen mehr als 30 Prozent der aktiven Nutzer beteiligt sind, zu akzeptierten und umzusetzen. Bis zum 23. April kann noch jeder seine Stimme abgeben.
Deshalb votet bitte für ein liberales, soziales Facebook! Zum Inhalt der Abstimmung gelangt ihr über diesen Link.
[via]

Facebook – dreiste Datengewinnung
Update: Es zeichnet sich ein Wandel in der Geschäftspolitik Mark Zuckerbergs ab. Er gibt zu, dass die “Hauruck-Methode” der falsche Weg gewesen sei und man sich wieder auf die alten “Traditionen” verlassen wolle.
Zuckerberg:
Wir haben unsere Nutzungsbedingungen auf den alten Stand zurückgesetzt, was die meisten Menschen von uns verlangt haben und was uns auch unabhängige Experten empfohlen haben. [...] Wir haben uns entschieden, einen neuen Ansatz zu wählen, um unsere Nutzungsbedingungen weiterzuentwickeln.
Update Ende
In den Medien wurde das Thema schon ausführlich erörtert, kritisiert und auf Facebook rumgetrampelt. Zu Recht: denn das “Social Network”, das sich in diesem Fall sehr unsozial verhält, hat insgeheim eine Klausel aus den AGBs gestrichen. Obwohl alle rund 140 Millionen Facebook-Nutzer davon betroffen sind, existiert bis dato nur eine englischsprachige Version im Netz. Spiegel Online hat die AGBs ins Deustche übersetzt:
Sie übertragen Facebook hiermit eine unabänderliche, unbefristete, nicht exklusive, übertragbare, hiermit vollständig bezahlte, weltweit gültige Lizenz (mit dem Recht sie weiter zu lizenzieren), alle Nutzer-Inhalte zu verwenden, kopieren, veröffentlichen, streamen, speichern, öffentlich aufzuführen, zeigen, übertragen, scannen, neu zu formatieren, verändern, redigieren, übersetzen, auszugsweise zu nutzen, adaptieren und zu verbreiten, die Sie bei Facebook einstellen (…).
… für jede Art der Verwendung, eingeschlossen kommerzieller und werblicher, innerhalb des Facebook-Dienstes selbst oder in Verbindung damit oder als Werbung dafür.
Sie können Ihre Nutzer-Inhalte jederzeit von der Seite entfernen. Wenn Sie das tun, erlischt auch automatisch die oben eingeräumte Lizenz, allerdings stimmen Sie zu, dass Facebook archivierte Kopien Ihrer Nutzer-Inhalte aufbewahren darf.
Weil die AGBs nicht komplett und einwandfrei in die deutsche Sprache übersetzt wurden…
If you want to change the information that Applications/Connect Sites can access, you may modify your Privatsphäre-Einstellungen.
, kann es in Deutschland zu einem gesetzlichen Konflik für die Facebook-Betreiber kommen. Anwalt Martin Bahr, Experte für das Recht der Neuen Medien, sagt SPIEGEL ONLINE:
Facebook muss die AGB in deutscher Sprache zur Verfügung stellen, ohne Wenn und Aber. Das ist gesetzlich verpflichtend, sonst sind die AGB nicht wirksam einbezogen.
Christian Solmecke, Kölner Anwalt für IT-Recht:
Die gesamte Facebook-Seite richtet sich an den deutschen Markt und an den deutschen Endnutzer. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass der durchschnittliche Deutsche so gut Englisch spricht, dass ihm auch die Übersetzung komplexer juristischer Sachverhalte gelingt.
Diese klangheimliche Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingung ist in den USA gut durchgekommen, in Deutschland aber muss Facebook mit Widerstand und Protesten rechnen. Auch studiVZ hatte vor einiger Zeit seine AGBs geändert – allerdings diese Änderung angekündigt.
Lieber Facebook-Betreiber, das war ein Fehler….




