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10Mai/090

Mobilfunkanbieter vs Nokia

In der Handybranche sind die Zeiten des "Friede-Freude-Eierkuchens" gezählt. Der größte Handyproduzent der Welt, Nokia, hatte im Februar angekündigt, einige seiner neuen Handymodelle mit der kostenlosen VoIP-Software Skype auszuliefern. Mit der Software ist es möglich, kostenlose Gespräche im Skype-Netzwerk und kostengünstige Gespräche ins internationale Festnetz zu führen. So belaufen sich beispielsweise die Kosten für ein Auslandsgespräch in die USA auf ein paar Cent. Einzige Voraussetzung für den Skype-Genuss ist eine bestehende Internetverbindung.

Kein Wunder, dass sich der Branchenprimus T-Mobil und Vodafone gegen den Vertrieb der skypefähigen Mobiltelefon aussprechen - diese zerstören das Geschäft. Ist der Kunde mit dem Handy per WLAN oder UMTS online, kann er lange und kostengünstige Gespräche führen - ohne den Mobilfunkanbieter dafür geldlich entlohnen zu müssen. Viel Geld ginge den Anbietern so durch die Lappen. Deutlich wird das durch einen Kostenvergleich für ein Auslandsgespräch: Ein ein minütiger Anruf in das Festnetz der USA kostet

  • bei Skype 2 Cent
  • bei T-Mobil und Vodafone je nach Tarif bis zu über einen Euro

Die anderen Mobilfunkanbieter werden sich diesem Boykott wohl anschließen und Nokia so zu anderen Maßnahmen zwingen. Möglicherweise werden die Modelle auch nur mit einem bestimmten (teureren) Tarif erhältlich sein. Nokia hat sich zu den Protesten noch nicht geäußert.

skype

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