Ist XP unsterblich?
Trotz der massenhaften Fehler, Sicherheitslücken und Bugs ist Windows XP weiterhin der ungeschlagene Spitzenreiter in Sachen Betriebssystem. Mit 63 Prozent Marktanteil macht ihm keiner so schnell Konkurrenz, auch der große - eigentlich kleine - Bruder Windows Vista nicht, der sich nur 23 Prozent sichern kann.
Diese Zahlen sind dem Softwareriesen Microsoft natürlich ein Dorn im Auge. Ein mittlerweile 8 Jahre altes, kränkelndes WinXP versaut dem neuen, dynamischen und modernen Nachfolge-Betriebssystem Vista, das das Arbeiten mit dem PC zu einem Erlebnis machen sollte, den Start auf den Markt. Microsoft möchte und will nicht einsehen, dass die meisten Nutzer bereit sind auf diese Art von Luxus freiwillig zu verzichten, um weiterhin ihre von Windows XP gewohnten Freiheiten ausleben zu können.
Mit Vista haben viele schöne und sinnvolle Neuerungen Einzug in die Software erhalten, doch wurde zugleich auch die Freiheit des Nutzers stark beschnitten - Big Brother lässt grüßen. Der Windows-Nutzer ist seit Vista so transparent wie nie zuvor, nur lizenzierte Software/Treiber laufen auf dem System, (illegal) kopierte Programme und Filme sind seitdem Tabu. Alles was nicht im Sinne Microsofts ist, ist untersagt unerwünscht. Das Wort Datenschutz ist den Programmierern unbekannt.
Doch Windows XP hat seit dem Netbook-Boom einen neuen Einsatzzweck zugewiesen bekommen. Nirgendwo auf der Welt wie in Europa ist der Absatzmarkt der Billig-Laptops so groß und nirgendwo wackelt Microsofts Position mehr. Vielleicht sind eben diese beiden genannten Argumente Grund genug, dass Microsoft eine exklusive "OEM-Lizenz für XP an Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) bis zum April 2010" verlängerte.
Damit bleibt uns das gute alte Windows XP noch etwas länger erhalten. Auch wenn es schon in die Jahre gekommen ist, kann ich mich zu den stolzen Nutzern zählen. Die Ergebnisse zu meinen Blog habe ich auch als Bilddatei angehängt.
Bild von www.techfacts.net

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