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9Dez/080

Immer noch Ausnahmezustand in Athen

Der am Samstag getötete 15-jährige Athener sollte heute im Kreise der Familie auf einem kleinen Friedhof in einem Vorort von Athen beigesetzt werden. 200 gewaltbereite Jugendliche sonderten sich von einer großen Ansammlung von etwa 2000 Protestierenden ab und attackierten die Polizei mit Farbbeuteln, Steinen und Brettern vor dem Parlamentsgebäude.

Zur Sicherheit ließ das Kultusministerium landesweit alle Schulen für den heutigen Tag schließen.

Indes postulierte Griechenlands Staatschef Karolos Papoulis für ein härteres "Durchgreifen" gegenüber (gewaltbereiter) Demonstranten:

Wir werden keine Gnade für die Verantwortlichen zeigen.

Bis dato habe die Polizei ruhig auf die Ausschreitungen der Demonstarnaten reagiert. Dies solle sich aber schon bald ändern, wenn es nach dem Staatschef und führender Politiker geht. Die Opposition nutzte die Situation, um die Politik der amtierenden Regierung als gescheitert abzustempeln.

Am gestrigen Abend eskalierte die Situation abermals: Ca. 4000 (linksgerichtete) Demonstranten verwüsteten viele Läden und Einkaufsstraßen und griffen Feuerwehrleute, die unter anderem den 20 Meter hohen, brennenden Weihnachtsbaum der Stadt Athen löschen wollten, an.

Quelle

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