Holtzbrinck plant neues Onlineangebot
Mir kommt es so vor, als ob die Verlagsgruppe Holtzbrinck einem neuen Unternehmensmotto folgt: "Masse statt Klasse." Wie ich gerade auf heise online gelesen habe, möchte der Konzern sich endlich auch zu den anderen Musikportalen gesellen. Geplant ist laut Interview ein Streaming-Angebot, wie es Last.fm schon seit Monaten anbietet. Dieser Service soll an und für sich kostenlos sein, ist aber mit einigen Einschränkungen verbunden. User, die das kostenlose Angebote in Anspruch nehmen, müssen mit
- einer geringeren Bitrate beim Streamen der Musik
- und mit vielen Werbeeinblendungen rechnen.
Mit letzterem Mittel möchte der Konzern einen erheblichen Teil der angestrebten Gewinne erzielen. Der Rest soll durch kostenpflichtige Accounts eigenommen werden. Denkbar wäre hier eine monatliche Gebühr in Höhe von 10€. Als Premium-Kunde genießt man einige Vorteile:
- eine höhere Bitrate und damit eine bessere Klangqualität
- weniger Werbung
Holtzbrinck kann es anscheinend nicht unterlassen, immer neue Geschäfsmodell aus dem Boden zu stampfen und den restlichen Markt unter Druck zu setzen. Eine Zielgruppe für den neuen Dienst wäre immerhin schon gegeben: die Nutzer der sozialen Netzwerke StudiVZ und dessen Tochternetzwerke meinVZ und schuelerVZ.
Allerdings lief bisher nicht immer alles so rosig für den Verlag: kürzlich wurde der Informationsdienst Zommer wieder eingestellt; nach nur einem Jahr Aktivität.

Related posts: