Hightech-Mülltonne
Mit der Zeit finden mehr und mehr technische Finessen Einzug in unseren Alltag. Ob es nun ein Strommessgerät ist, das den Stromverbrauch ins Internet einspeist und diesen auf einschlägigen Plattformen anzeigt oder die Mülltonne, mit einer Müllpresse und einem Solarpanel ausgestattet, die bei Entleerungsbedarf eine Kurznachricht (SMS) über das Mobilfunknetz an die lokalen Entsorgungsbetriebe schickt. Selbst die einfachsten Objekte werden zu Hightechprodukten.
Die Stadt Somerville im US-Bundesstaat Massachusetts hat einen Praxistest mit 50 Hightech-Mülltonnen gestartet. Ab einem bestimmten Füllstand wird die integrierte Presse aktiviert, die den Müll soweit komprimiert, dass die Tonne so fünfmal mehr Müll aufnehmen kann. Der nötige Strom wird über Solarzellen gewonnen, die auf dem Deckel angebracht sind.
Mit dieser Technik verspricht sich die Stadt eine jährliche Ersparnis von rund 14.000 Dollar, da vor allem Sprit- und Personalkosten gespart werden können.
Diese Aufrüstung der alteingesessenen Mülltonne wird ihre Effizienz zeigen, da bin ich mir sicher. Zwar ist das "Hochrüsten" der einfachen Mülltonne auf dem ersten Blick totaler Nonsens, doch dadruch müssen die Mülltonnen nicht in einem regelmäßigen Intervall kontrolliert und ggf. entleert werden. Viele von ihnen, insbesondere wenn sie außerhalb des Stadtkerns liegen, sollten nicht sooft beansprucht werden. Und mit den fallenden Mobilfunkkosten fällt der Versand einer SMS-Nachricht auch nicht allzu sehr ins Gewicht. Ich frage mich nur, wie die Tonnen vor Vandalismus geschützt werden sollen. Ein Solarpanel ist nicht gerade unempfindlich....


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