Google Street View macht sich keine Freunde
Die Firmenwagen des Internetdienstleisters Google, bestückt mit hochauflösenden Kameras auf 360-Grad-Objektiven, sorgten schon im letzten Jahr für Aufsehen, u.a. in den Vereinigten Staaten und in Deutschland. Auf der Liste standen Städte wie San Francisco, München, Berlin, Hamburg, Bremen oder auch Essen. Aufgrund vieler Beschwerden, mussten nachträglich viele Aufnahmen geschwärzt, Personen und Nummernschilder unkenntlich gemacht oder ganze Schnappschüsse entfernt werden.
Für die Briten heißt es jetzt: Bitte lächeln. Denn die schwarzen Autos mit den riesigen Apparaturen auf dem Dach machen jetzt auch die Insel unsicher. Und das missfällt vielen: Ganz vorne an der Front der Protestbewegung steht Großbritanniens Ex-Premier. Tony Blair und seine Frau haben eine Beschwerde eingereicht, weil man ihr Anwesen und ihre Leibwächter erkennen und identifizieren kann. Weitere Kritikpunkt der Google Street View Opposition ist unter anderem die Tatsache, dass die Gesichter von Schulkindern oder von nackt spielenden Minderjährigen gestochen scharf im Internet zu bewundern sind ... das und vieles mehr, erleichtert Google nicht gerade den Start seines Dienstes.
Google hat aber reagiert und möchte sich nun den Beschwerden seiner potentiellen Kunden annehmen. Jeder kann ein betreffendes Bild samt plausibler Begründung schwärzen bzw. entfernen lassen. Was nun als plausibel durchgehen mag, entscheidet entweder Google oder ein zuständiges Gericht^^ An dieser Stelle sollte aber erwähnt werden, dass die Erfolgschancen auf einen Sieg vor Gericht nicht eindeutig sind. In den USA wurden schon viele Beschwerden, Google Street View würde u.a. die Privatsphäre verletzen und anderweitg Schaden anrichten, abgelehnt.
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