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24Mai/090

Facebook wird gesperrt

Politiker, Parteien und andere Interessenverbände eröffnen seit geraumer Zeit ihre eigenen (Fan-)Gruppen, um sich mit ihren Sympathisanten über bestimmte Thematiken austauschen und einen Online-Wahlkampf a la Barack Obama führen zu können, einen sogenannten Web2.0-Wahlkampf.
Dem radikalen Präsidenten Ahmadinedschad gefällt diese Strategie drei Wochen vor dem Wahlkampf gar nicht und so lässt er Facebook für seine Landsleute sperren. Es ist also derzeit nicht ohne Hilfsmittel möglich, die schnell wachsende Online-Plattform im eigenen Browser zu öffnen. Ahmadinedschad erklärte, dass sein Herausforderer Mussawi für das Amt des Regierungschefs "die iranische Nation in beispielloser Weise gedemütigt" habe, indem er Zugeständnissen an den Westen mache.

Die Betreiber von Facebook bezeichnen diesen Schritt als herbe Enttäuschung, weil die Annäherung der Bevölkerung ans Internet als Informationsquelle einfach unterbrochen wurde. Auch die deutschen sozialen Netzwerke wie wer-kennt-wen und studiVZ öffnen sich politischen Gruppierungen und anderen Interessenvertretungen und handeln manchmal zu lässig. So geht beispielsweise Facebook im Kampf gegen "braune Soße-" Gruppen sehr "gemäßigt" vor; viele von ihnen sind schon vom Namen her eindeutig als solche auszumachen, trotzdem passiert an dieser Stelle sehr wenig bis gar nichts.

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[via]

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