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24Mai/114

Die Sache mit YouTube und der Telekom

Hach. Sachen gibt's, die gibt's dürfte es nicht geben. So las ich heute Nachmittag bereits zum dritten Mal einen Bericht über eine wundervolle Geschichte aus dem Märchenbuch der Deutschen Telekom. Dass ich mit der Telekom anfangs nicht richtig warm werden wollte, hatte ich ja bereits an dieser und jener Stelle zu Papier gebracht. Doch dieses Mal geht es um (leichtere) Ladehemmungen auf YouTube.

Caschy hatte das Thema kürzlich zur Debatte gestellt, nachdem nicht nur er sondern auch viele andere Telekom-Kunden mit der YouTube-Performance unzufrieden waren. Auch meine Freundin, die schon seit Jahren Stammkunde beim großen pinken Telekommunikationsunternehmen ist, wundert sich schon seit einiger Zeit über die miese Geschwindigkeit. Ein Geschwindigkeitstest auf YouTube (oder von dort verlinkt) brachte dann den Aufschluss: andere Provider in derselben Stadt sind mindestens doppelt so schnell. Uff.

Kürzlich hat sich dann endlich auch die Telekom in ihrem eigenen Blog zu Wort gemeldet und die Gründe für das negative YouTube-Erlebnis geschildert: der Run auf YouTube ist in den letzten Jahren enorm angestiegen und es fehlen schlichtweg die Kapazitäten. Aber man wolle "die Kapazitäten jetzt verdreifachen". Wann dieser Zeitpunkt "jetzt" ist und wer für die enormen Kosten für den Netzausbau zur Kasse gebeten wird, ist noch unklar.

Entweder müssen wir Kunden erhalten oder aber einige Industrieschwergewicht. Vielleicht aber auch beide. Man wird ja sehen, was sich die Telekom "jetzt" so einfallen lässt, um Kosten einzutreiben. Ich jedenfalls muss mich an dieser Stelle als YouTube-Passivgänger outen. Die Plattform wird von mir nur selten angesteuert.

Seid ihr auch von der YouTube-Bremse betroffen? Welcher Dienst lahmt noch?

 

Kommentare (4) Trackbacks (0)
  1. Diese Konsorten (Regierung, usw.) suchen nicht nur nach Möglichkeiten, mehr Geld zu verdienen, sondern wollen vor allem die Netzneutralität (welches deswegen so wichtig ist, weil man nur so Zugriff auf alle Webangebote bekommt) aufheben, um Seiten oder Dienste, die der Telekom, den Politikern, usw. nicht sonderlich genehm sind, zu „unterpriorisieren“.
    Auf diese Weise versucht man die Zensur durch die Hintertür durchzudrücken.

    Das erinnert stark an eine Abmachung zwischen Google und dem US-amerikanischen Internetanbieter Verizon, vor etwa neun Monaten.

    Siehe folgende Links:

    http://infokrieg.tv/wordpress/2010/08/20/google-plane-sollen-unabhangige-stimmen-zum-schweigen-bringen/

    http://www.youtube.com/watch?v=gv-G79DIY7k

  2. Soweit würde ich nicht gehen und von Zensur sprechen. Schließlich betrifft die mangelnde Kapazität in erster Linie YouTube, auf dem alle möglichen Inhalte – meistens aber unkritische – veröffentlicht werden.

    Hier sehe ich eher das Kostenproblem: jeder beliebige Nutzer kann auf YouTube seine Videos hochladen und diese mit der ganzen Welt teilen. Und ein großes (kostenloses) Angebot hat meistens auch eine hohe Nachfrage (wie in diesem Fall).

    • Der Grund weshalb ich von Zensur spreche ist, weil mir in letzter Zeit sehr oft aufgefallen ist, dass die Ladezeiten für Youtube-Videos via VPN viel kürzer waren. Sehr merkwürkig.

  3. Ich habe das Thema bei Caschy auch verfolgt und denke, dass auch andere Provider dies so handhaben. Bei Arcor/Vodafone habe ich oftmals ein vergleichbares Szenario, das nervt sehr :(


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