Chrome Frame eröffnet neue Schwachstellen
Dem Softwaregiganten aus Redmond gefällt es gar nicht, wenn die Konkurrenz im Microsoft-Hoheitsgebiet fischt. Die Chrome-Entwickler haben für den Internet Explorer ein Plugin programmiert (Chrome Frame), das den IE fit für HTML5 macht und die JavaScript-Performance steigert. Doch laut Microsoft ist dieses Plugin alles andere als nützlich, denn durch die Verwendung dieser Erweiterung würden sich neue Sicherheitslücken für den Internet Explorer auftun. Darüberhinaus weist der Konzern gerne auf die Phishing- und Malware-Studien von NSS Labs hin, wonach der IE der sicherste Browser sein soll.
Auf ein gänzlich anderes Ergebnis dürften wohl die Teilnehmer und Veranstalter des Pwn2own-Hacker-Wettbewerbs kommen. Dort hielt Chrome als einziger Browser den Hackerangriffen stand - einen ganzen Tag lang. Die als besonders unsicher geltenden IE-Versionen 6 und 7, mit denen Chrome-Frame auch kompatibel ist, würden durch den Einsatz des Chrome-Plugins wohl noch sicherer werden.
Fazit: Microsoft möchte seine stetig schwindende IE-Anhängerschaft vor den Einflüssen der Konkurrenz beschützen und diffamiert das Konkurrenz-Produkt kurzerhand als unsichere Softwarelösung. Wer einen größeren Wert auf Tempo bei JavaScript-Anwendungen, die Unterstützung von HTML5 und einen grundlegend sicheren Browser legt, der sollte vom Internet Explorer ablassen und sich mal Google Chrome oder Firefox anschauen - beide portable
[via]

Related posts:
