Hoffnung auf Impfung gegen HI-Virus
Der bösartige HI-Virus, der in den letzten Jahrzenten schon Millionen Menschenleben gefordert hat, scheint laut einer Studie der britischen Fachzeitschrift "Nature" doch bekämpfbar zu sein. Rhesusaffen wurde ein manipuliertes Erkältungsvirus, das ein Protein des HI-ähnlichen SI-Viruses enthielt, geimpft.
Erstaunlicherweise sprachen die körpereigenen Abwehrzellen (T-Zellen) auf diese Impfung an (sie wurden "aktiviert") und lösten eine Immunwirkung aus. Auf eine erhöhte Dosis des SI-Viruses, die sich zuvor immer virulent ausgewirkt hatte, reagierten die Affen "immun". Selbst nach knapp anderthalb Jahren zeigten die Affen keine Symptome.
Allerings ist damit noch kein finales Mittel gegen den menschlichen HI-Virus gefunden. Da der HI-Virus zu den anpassungsfähigsten und ständig variierenden Viren gehört, sind viele Versuche und Studien bisher erfolglos geblieben. Aktuelle Versuchsimpfungen mit dem Erkältungsvirus haben zu einem gegenteiligen Effekt geführt: der Körper war nun noch anfälliger gegen HI-Viren.
Wollen wir hoffen, dass sich bald ein geeigneter "Impfstoff" finden wird.
“Obama-Manie”
Oder "Obamanie" wie die Medien den Wahlkampfsieger und neuen Präsidenten der USA titulierten. Jetzt endlich ist der anstrengende zweijährige Wahlkampf mitsamt seinen Schlachten und TV-Duellen endlich vorrüber. Mit Obama freuen sich vor allem seine Parteifreunde, die Demokraten, seine Fans und Sarah Obama, die Oma des ersten schwarzen US-Präsidenten, stellvertretend für das kenianische Volk. Natürlich erhofft sich die Bevölkerung eine herzliche Unterstützung von amerikanischer Seite, z.B. in Form von Entwicklungshilfe, Subventionen aller Art und auch eine Reisefreiheit in die Vereinigten Staaten.
Aber dabei wird es nicht bleiben. Denn Obamas Vorgänger hat wohl ziemlich auf den "Kack" gehauen. 107 von 109 interviewten US-Historikern attestieren Bush Junior eine misslungene Präsidentschaft, was man unter anderem an dem Irak-Krieg sehen kann. Ginge es nach dem Starjuristen Bugliosi, so sei er für den Tod jener über 4000 gefallenen US-Soldaten, den enormen Image-Verlust der USA in der Weltpolitik und dem "verbrecherischen Krieg" verantwortlich. Jeder Bundesstaatsanwalt wäre nach dessen Absetzung in der Lage, ihn wegen dieser "Verbrechen" anzuklagen. Rechnet man das Strafmaß im Falle der Verurteil hoch, so dürfte es das Ende für Bushs Freiheit bedeuten.
Besonders beim Irakkrieg, dem Militärgefängnis für Terrorverdächtige, Guantanamo, in dem Kriegsrecht und die Genfer Konventionen keine Rolle spielen, muss Obama Hand anlegen und versuchen "das Beste" daraus zu machen.
Ferner wurden unter Bush Juniors Regentschaft das Gesundheits- und Bildungssystem, die Immigrationsproblematik und umstirttene Bereiche wie Klimawandel, Energieversorgung und die sich öffnende Schere zwischen Mittelklasse und "Elite", vernachlässigt. Der enorme Schuldenberg von sage und schreibe 1 Billion Dollar (1.000.000.000.000$) und die gegenwärtige Finanzkrise, ausgelöst durch eine zu liberale Finanzpolitik, in der jede Bank nach ihren Vorstellungen verfahren durfte, ohne eingeschränkt oder durch ein Kontrollgremium beaufsichtigt zu werden, machen den Einstieg Obamas in sein neues Amt nicht angenehmer.
In Zukunft werden wir sehen, ob der neue Präsident diesen Problemen gewachsen ist und ob er seine Versprechen, auch wenn sie wegen der aktuellen Schulden eher unmöglich erscheinen, umsetzen kann.
"Obamaaaaa!" ![]()
Bolivien schmeißt DEA raus
Der bolivianische Präsident Evo Morales wirft der amerikanischen Drogenbehörde DEA, die in Südamerika gegen Drogenkartelle und den Drogenhandel ankämpft, vor, der konservativen Opposition Geld zukommen zu lassen und politische Spionage zu betreiben.
Im Oktober verbot die Regierung dann der DEA die Luftüberwachung von Kokaanbaugebieten. Promt reagierten die USA und lösten wichtige Handelsvorteile für Bolivien auf.
Meine Meinung dazu:
Morales Verhalten erweckt eher den Anschein, als würde er vom bolivianischen Drogensystem geschmiert werden, als das alleine die Vorwürfe gegenüber den USA ausschlaggebend wären. Womöglich ist das kriminelle System bereits soweit in dem Staatsapparat integriert, dass alle führenden Politiker entweder geschmiert oder erpresst werden. Anders kann ich mir diesen naiven Entschluss des Präsidenten nicht erklären. Darüberhinaus unterstützt die DEA den Kampf gegen den Drogenanbau und -handel, ohne dass Bolivien tief in die Tasche greifen muss. Für alle Gegner des Drogensystems ist dies ein willkommenes Angebot, dass man nicht ohne Weiteres einfach ausschlägt.
Fehlende Sicherheitvorkehrungen in USA
Einige dürften wohl schon von der Selbsterschießung eines 8-Jährigen auf einer Waffenmesse in den USA gehört haben. Der Junge besuchte laut Polizeiberichten in Begleitung seines Vaters die Fachmesse und "bediente" unter Aufsicht eines "geprüften Schießlehrers" die automatische Schnellfeuerwaffe des Typs UZI.
Der Rückstoß sei so stark gewesen, dass es zu unkontrollierten Bewegungen gekommen sei, die mit einer schweren Schussverletzung am Kopf des Jungen endeten. Der Junge erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Meine Meinung dazu:
Geraden den sonst so peniblen und ängstlichen US-Amerikanern unterläuft dieser schwerwiegende Fehler. Wenn es um die Bekämpfung des Terrorismus geht, fordern die Amis die Flugdaten aller Fluggäste weltweit ein. Sie schrecken auch nicht vor geheimen und zum Teil auch illegalen Belauschungsaktionen zurück und lassen durch den amerikanischen Geheimdienst CIA, unter Verdacht stehende "Terroristen", ohne Gerichtsverfahren, in ihr militärisches Geheimgefägnis nach Guantanamo bringen.
Was aber wird gemacht, um den Missbrauch von Waffen, unter anderem durch Minderjährige, zu verhindern? Anscheinend nicht viel. Denn ein 8-Jähriger (!!!) bekommt auf einer Waffenmesse eine geladen UZI, keine Attrappe, einfach so in die Hand gedrückt. Dass diese automatische Schnellfeuerwaffe, einen zu starken Rückstoß haben könnte, darauf kommt selbst der angeblich "geprüfte Schießlehrer" nicht.
Wieso auch? Ihm wäre dieser fatale Fehler wohl nicht passiert. Dass der Junge aber unerfahren und weniger Körperbeherrschung hat, wird einfach ausgeblendet.
Auch Lehrer dürfen in dem US-Bundesstaat Texas mit Waffe unterrichten! Man stelle sich das mal vor, dass der Lehrer jeden Morgen mit einer Schrotflinte und einem Revolver das Klassenzimmer betritt. Was wäre denn, wenn der Lehrer die Selbstbeherrschung verlöre, weil die Schüler ihn provozieren? Die nächste Katastrophe wäre auf jeden Fall vorprogrammiert.
Festhalten kann man, dass die Vereingten Staaten zunächst an ihrer inneren Sicherheit arbeiten müssen, in Form von Waffengesetzreformen, und dann erst andere Staaten (Iran, Pakistan) kritisieren bzw. mit Sanktionen und Handelssperren reagieren sollten.
Rapidshare soll neuen Schutz einführen
Aus dem Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg geht hervor, dass der Filehoster Rapidshare in Zukunft ein neues System gegen Sotwarepiraterie installieren soll. Wie der Anbieter dieser Forderung nachkommen soll, ist bislang unklar. Auch das Urteil des Gerichtes hat keine genauen Ideen und Vorschläge geliefert.
Das Konzept, z.B. den Upload jeder Datei und die IP-Adresse des Uploaders zu kontrollieren und zu dokumentieren, wird vom Unternehmen abgelehnt, da ein großer Kundenrückgang befürchtet wird. Aktuell verwendet der Hoster den MD5-Hash-Filter, der die Hash-Werte einer jeden Datei speichert und ein erneutes Hochladen einer gelöschten (illegalen) Datei verhindern soll. Dieses System kann man leicht umgehen, indem man beispielsweise eine Datei neu komprimiert oder mit einem anderen Passwort verschlüsselt.
Meine Meinung dazu:
Durch dieses Urteil wird noch einiges auf den größten Filehoster, der sowohl kostenlose Downloads als auch kostenpflichtige Premium-Accounts anbietet, zukommen. Durch das Urteil ist das Unternehmen nun gezwungen, sein Sicherheitssystem weiter auszubauen, was mit enormen finanziellen Lasten und verwaltungstechnischem Aufwand verbunden ist. Darüberhinaus will es aber die Privatsphäre seiner Kunden auf keinen Fall verletzen. Bis dato hat diese Aufgabe mehr oder weniger erfolgreich der MD5-Hash-Filter übernommen. Wie genau man jetzt die Daten auf Urheberverletzung untersuchen will, ohne aber die Privatsphäre zu verletzen, steht in den Sternen.
Somit ist es eigentlich die Aufgabe des Oberlandesgerichts Hamburg, das dieses Urteil gefällt hat, zu bestimmen, wie das neue Sicherheitssystem auszusehen hat.
Schlankheitspille
Sanofi-Aventis hat den Verkauf seiner Schlankheitspille "Acomplia" in Europa eingestellt. Damit reagierte der Pharmakonzern auf die Anweisung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA), die Pille könne zu (schweren) Depressionen führen. Laut Ulrich Hagemann vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn, habe die Einnahme dieses Präparates zu mehreren Selbstmordversuchen bzw- morden geführt. Darüberhinaus teilten einige Patienten mit, sie seien ständig von Selbstmordgedanken erfüllt.
Bis dato wurden etwa
- 650.000 Menschen weltweit und
- 90.000 Menschen in Deutschland
mit diesem Mediakament behandelt. Die EMEA stellt nun auch die Effektivität dieses Präparates infrage, da klinische Tests nicht überzeugen konnten.
Meine Meinung dazu:
Der Gedanke, eine Pille geschaffen zu haben, die fettleibige Menschen innerhalb weniger Monate auf ein Normalgewicht abspecken lässt, bleibt wohl auch weiterhin nur eine Wunschvorstellung. In Kombination mit Sport und gesunder Ernährung, so die Ärzte, führe das Medikament schon bald zu dem gewünschten Erfolg. Daraus wird dann wohl vorerst mal nichts. Auch wenn es "nur" 250 Patienten von 90.000 deutschlandweit sind, die über Nebenwirkungen klagen (0,0027%) und "nur" 60 (6,6*10^-4), bei denen das Mittel zu Depressionen geführt haben soll,so wird es nun vom Markt genommen. Dies ist insofern nicht dramatisch, weil es in einschlägigen Test nicht den gewünschten Zweck erfüllt hatte.
Ließe man diese Tatsache kurz ausgeblendet, so wäre die Depression der andere gewichtige Grund für diese Entscheidung. Aber ist es nicht normal, dass (viele) Menschen, die unzufrieden mit ihrer Figur und ihrem Aussehen sind, aber krampfhaft versuchen abzunehmen, dpressiv werden. Es ist doch auch in der Alltags- und Arbeistwelt so. Wir versuchen was zu erreichen, oftmals mit allen Mitteln, und scheitern aber doch. Verständlich, dass man unglücklich, ja sogar depressiv werden kann. Und 60 von 90.000 Patienten, die "depressive Verstimmungen" erleiden, das ist nicht unbedingt viel. Vielleicht handelt es sich auch einfach nur um ein Zufallsprodukt, dass eben diese Patienten bereits vorher unter "depressiven Verstimmungen" gelitten haben.