Spam – der Klimakiller
Spam Mails - zumeist unerwünschte, kommerzielle Nachrichten, die auf dem elektronischen Wege die Nachrichtenkonten und -accounts der unschuldigen Internetnutzer zumüllen. Doch was sind Spam Mails genau? Was haben sie für Auswirkungen auf das Surfverhalten des Internetnutzers? Inwieweit tragen sie zur Vernichtung der Umwelt (Klimakiller) bei?
Fangen wir mal ganz von vorne an: Wikipedia weißt auf die Suchanfrage Spam folgendes zu antworten:
Als Spam [spæm] oder Junk (englisch für: „Abfall“ oder „Plunder“) werden unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und häufig werbenden Inhalt haben.
Soweit waren wir ja auch schon. Doch was hat der Spamversand für Auswirkungen?
Spam verursacht im System der weltweiten Kommunikation erheblichen Schaden. Dieser ist vor allem auf die zusätzliche Datenmenge und den Aufwand der damit verbundenen überflüssigen Bearbeitung zurückzuführen.
- Das Aussortieren und Lesen von Spam kostet Arbeitszeit.
- Spamfilter müssen beschafft und gewartet werden.
- Da Unternehmen und Internetdienstanbieter ihre Leitungen typischerweise nicht nach Zeit, sondern nach übertragener Datenmenge abrechnen, entstehen Kosten für jedes Byte Spam, das übertragen wird.
- Die Bearbeitung der Mails kann zu einem Ausfall oder zu einer Verlangsamung des erwünschten Mailverkehrs führen. Die Kompensation der Belastung erzeugt wiederum Kosten für neue leistungsfähigere Hardware.[4]
- Bei Fax-Spam entstehen Kosten durch den Verbrauch von Papier und Tinte beziehungsweise Toner.
Durch Spam entsteht allein in den Vereinigten Staaten pro Jahr ein Schaden von 22 Milliarden US-Dollar.[5]
Diese Details überraschen mich. Ich hätte nie gedacht, dass Spam einen so großen wirtschaftlichen Schaden anrichten kann. Zwar bin ich auch Opfer sogenannter Massennachrichten, doch ich habe gelernt damit umzugehen.
- Der Spamfilter meines kostenlosen GMX-Accounts hat sowohl viele richtige als auch vermeintliche Spamnachrichten vorsorglich im Spamordner platziert. Folglich konnte ich nicht alle Nachrichten mit meinem Mail-Client Mozilla Thunderbird herunterladen und ansehen. Also habe ich ihn deaktiviert und
- Spamhilator, einen softwarebasierten Spamfilter mit Lernfunktion heruntergeladen und installiert. Nach kurzer Einrichtung lief dié kostenlose Software einwandfrei.
- Die Software lädt alle Nachrichten auf den PC herunter und speichert vermeintliche Spmanachrichten erst einmal im eigenen Papierkorb. Dort kann man sie wiederherstellen oder in die ewigen Jagdgründe schicken.
- Als weitere Option gibt es den "Trainingsbereich", in dem man dem Programm beibringen kann, welche Art von Email zu den Spamnachrichten gezählt werden kann und welche nicht
- und das beste: der Zeitaufwand für das Löschen der unerwünschten Nachrichten dauert nur wenige Sekunden
Eine Studie von ICF International gibt aber noch detaillierte Informationen der Spammails als Klimakiller:
- der Strombedarf aller Spammails beträgt jährlich 33 Milliarden Kilowattstunden - das entspricht dem Strombedarf von ca. 2,4 Millionen Haushalten!
- 2008 wurden 62 Billionen Spammails verschickt
- alle Spammails zusammen sind für soviel Treibhausgasemission verantwortlich, wie 3,1 Millionen Autos im Jahr produzieren
- "80 Prozent des Energieverbrauchs entstehen beim Sichten und Löschen der Spam-Mails"
- 16 Prozent fürs Filtern
Das und weitere Informationen auf heise online!

Skype – Home Sweet Home
Die Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis wollen ihren ehemaligen Schützling Skype zurückkaufen. Im Jahre 2005 hatten sie Skype für 2,4 Mrd Euro an das Internetauktionshaus Ebay verkauft. Aus dem Hause Ebay dagegen kommt ein weniger erfreuliches Feedback über den Internet-Telefon-Service: "Skype habe sich schlechter als erhofft in das sonstige Kerngeschäft eingefügt." Für mindestens 1,7 Milliarden Dollar möchte Ebay nun den Dienst veräußern.
Einen anderen Ballast hat Ebay schon von sich gestoßen. Der Internet-Empfehlungsdienst StumbleUpon, mit seinen knapp sieben Millionen Nutzern, wurde nach zweijähriger "Ehe" an seine beiden Gründer Garrett Camp und Geoff Smith verkauft.

[via]

Filesharing wird anonym
Die Betreiber des TorrentTrackers The Pirate Bay haben ihren VPN-Service, der einen anonymen Datenaustausch zwischen den registrierten Mitgliedern garantieren soll, in die Beta-Phase geschickt. Jeder Interessent kann sich mit seiner Emailadresse auf IPREDator vormerken lassen und erhält mit Glück einen kostenlosen Beta-Account. Der finale Dienst soll ab kommenden Mittwoch an den Start gehen und monatlich 5 Euro kosten - für Viel-Sauger ein Schnäppchen.

Zum Hintergrund: Ab dem 1. April gilt ein neues Gesetz in Schweden, dass sich an der EU-Richtlinie zur Durchsetzung Geistiger Eigentumsrechte orientiert. Demnach können die Rechteinhaber gerichtlich die Daten von Nutzern einfordern, die "urheberrechtlich geschütztes Material tauschen." Kurz nachdem das Gesetz in Kraft getreten war, verzeichneten Internet-Dienstleister wie beispielsweise der schwedische Internet-Provider Netnod bis zu 30 Prozent weniger Datenverkehr. Kein Wunder, dass der VNP-Dienst von The Pirate Bay zur rechten Zeit kommt: 113.000 Nutzer haben sich seit dem Launch des Dienstes bereits angemeldet - 80 Prozent der Nutzer kommen aus Schweden....
[via]

Conficker meldet sich zurück
Anfangs peilten die Experten den 1. April als Deadline für den Schlaf des Conficker-Wurms an. Die Tage verstrichen aber, ohne das sich der Wurm meldete. In der Nacht zum 8. April gab er dann endlich ein Lebenszeichen von sich: er pingte eine Peer-to-Peer-Webseite in Korea an, die ihm eine Datei zum Download bereitstellte. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Keylogger oder um Spyware, die wichtige Daten und Passwörter ausspähen soll. Hinzukommt jetzt aber noch das schemenhafte Erscheinungsbild des Conficker-Wurms, das seine Anwesenheit auf einem infizierten PC verschleiern soll. Normalerweise ist man dieses Verhalten nur von Rookits gewohnt, die sich so tief in dem System vergraben, das sie weder über den TaskManager noch manuell beendet und gelöscht werden können. Abhilfe schaffen da nur bestimmte Rootkit-Remover.
Als "Feierabend" ist in dem Wurm der 3. Mai terminiert. Experten gehen davon aus, das der Wurm an jenem Tag seine Aktivität einstellen wird. Doch bis dahin wird er sich per Zufallsprinzip mit folgenden URLs verbinden:
- Myspace.com
- msn.com
- ebay.com
- cnn.com
- aol.com
Warum der Wurm sich mit eben diesen Adressen verbindet, ist nicht geklärt. Vermutet wird hier, dass er zum Einen die Internetanbindung des befallenen PCs prüft und zum anderen das Datum mit dem Server abgleicht. Eine neue Conficker-Variante steht indes schon in den Startlöchern. Sie wird momentan über das bestehende Zombie-Netzwerk verteilt.

Beichten online
Über den Online-Beichtdienst Beichthaus.com hatte ich schon letzes Jahr geschrieben (Beichten bei Beichthaus.com und Beichthaus die 2te). Der Trend, seine Sünden und Vergehen im Internet zu beichten hält weiter an. Die menschlichen Beichtpartner der Kirche werden immer mehr gemieden und fast nur noch ältere Mitbürger wenden sich an sie. Dass dieser Prozess nicht im Sinne der Kirche ist, liegt auf der Hand.
Nur Gestehen alleine reicht nicht zur Vergebung. Neben der Reue gehört auch der Vorsatz, sein Verhalten wiedergutzumachen und sich zu bessern zu den wichtigsten Voraussetzungen für die Absolution.
Auch der Gründer von Beichthaus.com, Robert Neuendorf, stimmt der kirchlichen Auffassung zur realen Beichte zu.
Die Beichte im Internet kann ein persönliches Gespräch mit einem Priester nur schwer ersetzen.
Doch die Mehrheit des beichtenden Volkes missachtet diese Information nur allzu gerne. Im Internet ist man anonym schwer zu identifizieren und kann seine Sorgen, Probleme und Sünden vor einem Millionenpublikum von der Seele reden. Was dabei rauskommt, kann man auf der Präsenz von Beichthaus.com nachlesen. Einige Schöne Zitate:
Ich bin Busfahrer und spreche mit Absicht die Namen der Haltestellen falsch und undeutlich aus.
Ich (20,m) habe in der Cottbuser Fußgängerzone eine Taube mit dem Fahrrad überfahren.
Ich habe mich heute in einem günstigen Augenblick an den Computer meines Chefs gesetzt und über das hausinterne Netzwerk eine Mail an alle Mitarbeiter geschrieben, in der ihnen eine Gehaltserhöhung von einem Cent angekündigt wird.
weitere Zitate auf Beichthaus.com

V-DSL für alle…
... Australier. So will es der australische Premier Kevin Rudd, der wie unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel den Anschluss ans Hochgeschwindigkeits-Internet im eigenen Lande vorantreiben will und zwar nicht nur in bevölkerungsdichten Gebieten. Auch Menschen im Outback sollen bald mit bis zu 12 MBit/s durchs WWW surfen können. Möglich machen soll das die Gründung einer neuen Firma, die mit privaten Unternehmen aus der Wirtschaft geführt werden soll. Die Aufsicht und Kontrolle über das anstehende "spektakuläre" Großprojekt bleibt indes beim Staat - viele Unternehmen weigern sich regelrecht, dünn besiedelte Gebiete ans schnelle Internet anzuschließen.
Auch in Deutschland haben wir ähnliche Probleme wie Australien. Siedlungen, Gemeinden und Dörfer außerhalb eines bestimmten Radius dümpeln noch heute mit langsamer ISDN-Trägheit durch das Internet. Damit wird selbst das Email-Abrufen oder Updaten der Virendefinition zu einem langwierigen und ggf. teuren Abenteuer. Viele Unternehmen schrecken vor den hohen Investitionskosten zurück, die sie beim Ausbau des ländlichen Netzes tragen müssten und berufen sich deshalb lieber auf "das Kostenargument: Das lohne sich nicht."
Vergangenen Herbst hatte Angela Merkel schon eine Breitband-Initiative ausgerufen, die Besserung versprechen sollte. Positive Auswirkungen hatte diese allerdings nicht gezeigt. Vielleicht wäre es am besten, die staatlich Firmengründung samt möglicher Konsequenzen abzuwarten und in zwei bis drei Jahren einen ähnlichen Schritt zu wagen. Wichtig ist aber, dass der deutsche Staat die federführende Position bei einer Firmengründung einnimmmt. Ansonsten verpuffen die staatlichen Subventionen an falscher Stelle.

Youtube schreibt rote Zahlen
Im Verlauf diesen Jahres warten neue Verluste in Höhe von 471 Millionen US Dollar auf Googles Filmportal Youtube. Dagegen rechnen die Experten mit nur mickrigen 240 Millionen Dollar Umsatz. Das macht ein Minus von 231 Millionen Dollar, die YouTube jetzt gezwungener Maßen einnehmen muss, da diese Politik sonst langfristig das Ende des Videoportals bedeuten würde.
Aber wo liegen eigentlich YouTubes "Schwachstellen"?
- Zunächst muss einem klar werden, dass alle medialen Inhalte (also alle Musikclips, Videos und Diashows), irgendwo zwischengespeichert werden müssen. Hierfür stehen YouTube mehrere tausend Server zur Verfügung, die gewartet und mit Strom versorgt werden wollen. Mit zunehmendem Speicherbedarf werden neue Server benötigt, deren Anschaffung, Unterbringung und Wartung den Geldbeutel stark belasten.
- Der stetig steigende Strompreis macht dem Konzern zu schaffen.
- Den Großteil der anfallenden Kosten macht aber der Traffic (der Austausch von Dateien zwischen Server und Internet) aus: 360 Millionen Dollar
Und das alles nur, weil viele Internetnutzer ihr Video mit anderen teilen oder vor ihrer gähnenden Langeweile entfliehen möchten. Eine weitere denkbare Schwachstelle in YouTubes Geschäftsmodell ist die Option, Videos via YouTube in der eigenen Seite einbinden zu können. Nach bisherigem Stand haben wohl eher Dritte davon profitiert, YouTube selber musste die anfallenden Kosten abfangen.
Schließlich kommen jetzt noch die steigenden Lizenzpreise pro abgespielten Musikclip hinzu, die an die Verwertungsgesellschaften entrichtet werden müssen.
Als einzigen Ausweg sieht YouTube nur noch die Einblendung der sog. "Zwangswerbung" zu Beginn und am Ende eines jeden Clips. Diese beläuft sich auf jeweils 30 Sekunden und so dauert ein ehemaliger 30-Sekunden-Clip schnell mal eine Minute....
Einen Beitrag zu diesem Thema findest Du jetzt auch auf netzwertig.com.

Spielekonsole mit Linux Betriebssystem
Das Geschäft mit neuen Spielekonsolen blüht dieses Jahr richtig auf. Traditionsreiche Playstation-Liebhaber greifen zur Playstation 2, die es nun schon für weniger als 100€ gibt oder aber zur großen Schwester, der es in puncto Ausstattung an nichts fehlt.
Für sparbewusste und abwechslungsreiche Konsolenfreunde wurden für dieses Jahr eine Fülle neuer, alternativer Konsolen angekündigt. Allen voran steht die Zeebo, die eigentlich für den Schwellenländermarkt konzipiert worden ist, im Interesse der Sparzocker. Die Ausstattung, ist wie der geringe Kaufpreis vermuten lässt, nicht mehr die aktuellste - doch reicht sie aus, um auch aktuelle Spiele in geringer Auflösung spielen zu können.
Auf ein anderes Konzept setzt die Firma Onlive, die mit ihrer Spiele-Streaming-Methode einen neuen Trend setzt. Hochauflösende Spiele sollen zukünftig auch auf leistungsschwächeren PCs und Laptops ruckelfrei laufen. Dafür werden die Inhalte der Spiele auf speziellen Servern berechnet und gerendert und anschließend komprimiert an die Client-Box gesendet. Einen Beitrag zum Spiele-Streaming gibt es hier.
Die Firma Envizions hat jetzt ihre Spielekonsole Evo Smart Console fertiggestellt. Sie basiert auf dem OpenSource-Betriebssystem Linux und soll 379 Dollar kosten. Die für Linux erhältlichen Spiele haben aber leider keinen "Neuigkeitswert" mehr - Spiele wie Super Tux, Tremulous und Alien Arena zählen noch zu den besten ihrer Art für diese Plattform.
Details zur Ausstattung:
- Athlon X2 4850e (2,4 GHz)
- ATI Radeon HD 3200
- 2 GByte RAM
- DVD-Brenner
- 120-GByte-Festplatte
- optional: Windows-Betriebssystem oder Mirrors Evolution
Als fortgeschrittener Computernutzer werden einem die Grenzen der Konsole - auch ohne ausführliche Benchmarks - im Vorhinein offensichtlich. Als Schwachstelle kommen besonders die CPU und die GPU in Frage, da sie mittlerweile nur noch zum alten Eisen gehören und sich daher nicht für die Berechnung aufwendiger Grafikknaller eignen.

Skype kritisiert T-Mobiles Beschluss
Skype hat sich nun endlich zum Beschluss der Deutschen Telekom Tochter T-Mobile geäußert, die die gleichnamige VoIP-Applikation Skype auf dem iPhone blockieren will. Laut T-Mobile müsse mit einer zu starken Auslastung der UMTS/HSDPA-Mobilfunknetze gerechnet werden und eine hohe Gesprächsqualität, wie sie im normalen Mobilfunknetz standardmäßig erzielt wird, könne deshalb nicht durchgängig sichergestellt werden. Damit ist dieser Schritt aus Sicht der T-Mobile völlig legitim. Skype dagegen wirft dem Unternehmen Wettbewerbsbehinderung vor.
Bei Skype können Nutzer untereinander kostenlos telefonieren – damit könnten sie also die T-Mobile-Gesprächsgebühren umgehen.
Jean-Jacques Sahel, Regulierungsbeauftragter von Skype in Europa äußert sich so:
Die Netzwerkanbieter sollten die Nutzer selbst entscheiden lassen, welche Dienste sie nutzen.
Dass das Interesse an dem Dienst ununterbrochen ist, bestätigen die Downloadzahlen in Höhe von rund 1 Millionen seit der Veröffentlichung der Skype-Anwendung und Nokias Vorhaben, den Dienst auf einigen geplanten Handymodellen vorzuinstallieren . Trotz alle dem sind T-Mobiles Bedenken nicht wahr geworden, so urteilte Sahel.
Die technischen Einwände der Telekom sind völlig unberechtigt.


Kauft Google Twitter?
Ob Google mit den Chefs von Twitter nun wirklich in den Verhandlungen über eine mögliche Übernahme steckt, ist nicht eindeutig. Einige unabhängige Quellen bestätigen dies, andere wollen nur von einem Gemeinschaftsprojekt beider "Konkurrenten" wissen. Profitieren könnte Googles Suchmaschine von einer erweiterten Twitter-Suchfunktion auf alle Fälle. Vor allem wenn es um die Aktualität und Aktivität der fleißigen Twitterer geht, würde dies einen erheblichen Aufwertung des Suchdienstes bedeuten. Zudem stünde Google ein Heer neuer, ehrenamtlicher und motivierter Twitterer zur Verfügung, die all die Blogs, Beiträge, Links, Medien und Themen, die ihr Interesse geweckt haben, kurz und inhaltlich treffend mit anderen Nutzern teilen. Womöglich führt sogar noch ein Link auf eine Internetseite, auf der ein interessantes Thema fein und sorgfältig analysiert wurde und zur Diskussion freigegeben ist. Einfacher kann man als Unternehmen nicht an Textmaterial gelangen - und das für lau.
Das ist der Echtzeit-Trick bei Twitter: Die Nutzer haben das Gefühl, nahezu live zu verfolgen, was um sie herum im Web passiert.
Spiegel Online hat das Erfolgsrezept von Twitter richtig analysiert. Heute wollen die meisten Internetnutzer immer auf dem aktuellsten Stand sein, sie wollen förmlich mit dabei sein, wenn sich irgendetwas in der großen weiten Welt ereignet - egal wo. Und weil die Zeichenanzahl bei Twitter-Nachrichten stark limitiert ist, sind auch schnell passende Updates zu einem brisanten Thema angefertigt.
Abstrakte und unpräzise Suchanfragen sind bei Google fehl am Platz. Hier kommen Twitter und mittlerweile auch Facebook, das zu meinem Leidwesen jetzt auch Twitter imitieren will, ins Spiel. In Echtzeit schreiben Freunde und Bekannte, was sie gerade machen, sie angeschaut, gekauft und interessant gefunden haben. Aus diesem Themenpool kann sich dann eine präzisere Frage herauskristallisieren, die dann entweder über die eingespeisten Links oder aber auch über Google beantwortet werden können.
Diese Antworten kann derzeit kein Suchmaschinen-Algorithmus zufriedenstellend beantworten. Auch Google nicht.
Und schließlich eröffnen sich für Google, im Falle einer erfolgreichen Übernahme, neue Werbemöglichkeiten. Der durch Parasiten-Werbeschaltung groß gewordene Konzern sucht gierig neue Geschäftsmodelle und -formen, um immer mehr Werbung an den Mann zu bringen.
Wenn es zu einer Einigung zwischen den Betreibern von Google und Twitter kommt, werde ich darüber natürlich berichten.

