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9Jun/113

Kino.to und das immerwaehrende Problem

Für mich ist es eigentlich Usus, wenn ich mich hier im Blog schriftlich über eine "Sache" jeglicher Couleur auslasse, zur Auflockerung auch ein paar multimediale Elemente einzubringen. Im Fall von kino.to, dessen Internetseiten gestern zwangsweise vom Netz genommen worden waren, war es leider erst mal nicht möglich. Heute Morgen habe ich dann einen erneuten Anlauf gewagt und siehe da, der schön aufgemachte Hinweis der Kriminalpolizei schmückte wieder die Startseite.


29Aug/101

Temporäres Verkaufsverbot des PS3 Jailbreak Modchips in Australien

Sony hat, laut Insider, das quasi Unmögliche nun doch geschafft.
Vor Gericht erstritt sich der Konzern ein vorrübergehendes Verkaufsverbot des bald in Australien hätte-erscheinenden PS3 USB-Modchips und das obwohl das dortige System dafür bekannt ist (war?), dass es bisher wesentlich liberaler diese Szene im Griff hielt, als es beispielsweise hier in Europa der Fall ist.

23Okt/090

Kurze .de-Domains

Seit 9 Uhr mitteleuropäischer Zeit, hat die deutsche Domainregistrierungsstelle Denic ein eigenes Registrierungsformular für die neuen kurzen .de-Domains freigegeben. Bislang wurden - mit einigen Ausnahmen (z.B. db.de) nur Internetadressen, bestehend aus mindestens 3 Buchstaben, vergeben. Seit heute sind also auch Zahlen (0-9) und einzelne Buchstaben (beispielsweise a.de) erlaubt. Darüberhinaus lassen sich auch sogenannte Kfz-Kennzeichen als Domain registrieren.

8Okt/090

Browser-Wahl auch für XP und Vista-Nutzer

Es ist bisher zwar nur ein Vorschlag, den der Softwaregigant Microsoft der europäischen Wettbewerbsbehörde präsentiert hat, aber ausgerechnet diese Idee könnte die Wettbewerbskommissarin Kroes milde stimmen und Microsoft vor erneuten Rekordstrafen in Millionenhöhe - bisher hat die EU-Kommission dem Konzern  eine Gesamtstrafe von unglaublichen 1,4 Milliarden Euro augebrummt - bewahren.


Screenshot von Spiegel Online

11Sep/090

StudiVZ bestätigt Zahlung an Facebook

Gestern auf dem Heimweg im Auto hörte ich die Nachricht, studiVZ habe sich mit Facebook endlich einigen können. Der Grund für die juristischen Schlammschlachten war Facebooks Vorwurf, studiVZ habe "Optik und Funktionalität" einfach kopiert. Daraufhin versuchte Facebook sowohl im Heimatland des Gründers Mark Zuckerberg (USA) als auch in Deutschland einen Sieg vor Gericht einzufahren.


Screenshot von spiegel.de

23Aug/090

Via Facebook ins Gefängnis

Der Titel ist sehr leicht dahergesagt, aber für eine 18-jährige Britin wird der Gang ins Gefägnis nun Realität. Keeley Houghton hatte mit Emily Moore eine knapp vier Jahre anhaltende Auseinandersetzung, die letztlich darin mündete, dass die Britin auf ihrem eigenen Facebook-Profil eine Morddrohung verfasste - an Emily Moore adressiert.

Keeley wird die Schlampe umbringen.

Für das Gericht in Worcester war diese Drohung ausschlaggebend für das Strafmaß von drei Monaten Haft. Schon im Vorhinein wurde Keeley Houghton wegen solcher Äußerungen, die sie online gestellt hatte, verurteilt. Jedoch konnte sie sich mit dem Argument, angetrunken gewesen zu sein, der Verurteilung entziehen.

19Mai/090

Online-Petition zum Scheitern verurteilt

Momentan haben 87.157 Menschen die Petition "Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009" unterzeichnet. Das vorgegebene Ziel waren mindestens 50.000 Mitzeichner, damit sich der Petitionsausschuss nochmal mit diesem Thema auseinandersetzt - die Zahl haben wir auf jeden Fall erreicht. Casi von zweipunktnull berichtete vor kurzem über einen Hackerangriff auf die Server der Kinderhilfe e.V.
Dort hinterließ die "Blitzbirne" eine weniger erfreuliche Botschaft an die gesamte Internetwelt:

An dieser Stelle darf ich nochmal Casi zitieren:

und dann kommt ein Vollpfosten und reißt alles, was wir
mühevoll errichtet haben, geschmeidig mit dem Arsch wieder
ein…Blitzbirne…

So musste es ja kommen. Doch anders als Casi war ich bis dato noch der Meinung, dass der Kampf gegen die Internetzensur  noch nicht verloren war. Schließlich muss die Schnapsidee eines "Idioten" doch noch nicht die ganze Bewegung lahmlegen.
Die Kinderhilfe wusste aber sich zu wehren und gab eine Studie in Auftrag, wonach die Meinung der Bundesbürger zu dem Thema "Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet" eingeholt werden sollte. Das Ergebnis:

  • 92 Prozent der Deutschen stehen voll hinter der Bekämpfung der kinderpornographischen Szene
  • 8 Prozent sind dagegen

Ich bin auch für die Sperrung kinderpornographischer Seiten. Die Hintermänner und Betreiber sollten dafür auf jeden Fall zur Verantwortung gezogen werden. Doch was mich stört ist die Tatsache, wie die Bundesregierung solche Internetseiten sperren möchte. Das Verfahren was hier angewandt werden soll und der Plan, dass das BKA künftig über die Schließung einer Internetseite walten kann, machen mich wütend. Normalerweise holt sich die Regierung immer Rat bei externen Experten, doch dieses mal wird die Warnung mehrerer Fachmänner eiskalt ignoriert.

Was ist bei dieser "Studie" zu beachten?

Zunächst einmal sollte man sich klar werden, dass hier lediglich 1000 Menschen telefonisch befragt wurden. Die mit der Studie beauftragte Firma ruft also irgendwelche Menschen an und fragt, ob sie denn für oder gegen die Sperrung kinderpornographischer Internetseiten seien. Klar käme das ein wenig blöd, wenn man sich vor einem fremden Menschen gegen die Sperrung ausspräche. Das erweckt doch irgendwie den Eindruck, dass man Dreck am Stecken hätte.

Darüberhinaus spielt es auch eine wichtige Rolle, wer gefragt wird. Die Mitbürger älterer Generationen interessieren sich meistens nicht für das Thema Internet. Viele wissen vielleicht, wie man einen Fernseher einschaltet oder das Telefon benutzt. Der restliche Teil der digitalen Welt ist ihnen völlig fremd. Dagegen ist insoweit auch nichts einzuwenden. Wird die Umfrage jetzt aber in Gegenden durchgeführt, wo sich größtenteils ältere Menschen niedergelassen haben (Altenheim, Pflegeheim etc..) dann wird der Schnitt auf jeden Fall verzehrt und darf auf gar keinen Fall auf die gesamte Bundesrepublik hochgerechnet werden...

Auch jüngere Generationen sind mit dem Vorhaben der Bundesregierung nicht vertraut. Sie hören nur von dem Plan, dass solche kriminellen Seiten gesperrt werden sollen. Im ersten Augenblick hört sich das ja noch gut an, beginnt man aber diesen Plan zu hinterfragen, wird man mit den witzlosen Techniken und Methoden konfrontiert. An dieser Stelle könnte vielen Menschen ein Licht aufgehen und dies zur Meinungsänderung führen...

Die Menschen müssten nur in Kenntnis gesetzt bzw. aufgeklärt werden...

13Mai/090

Zukünftiger Überwachungsstaat – Deutschland

In einigen totalitären und kommunistischen Ländern ist es ja schon mittlerweile Sitte, dass unliebsame Internetadressen und Blogger aus dem Licht der Öffentlichkeit chirurgisch entfernt werden. Dort werden sie wie bösartige Geschwüre behandelt, obwohl sie die Menschen ja eigentlich nur über den aktuellen Missstand bzw. über die Situation unterrichten wollen.

In Deutschland fangen die Politiker auch damit an - langsam, aber ihre politische Ausrichtung ist klar zu erkennen. Alles was in Verbindung zu Terrorismus, Kindesmissbrauch, Straftat oder Urheberrechtsschutz steht, wird vorsichtshalber "aussortiert". Ein aktueller Vorfall aus dem Innenministerium sorgt für Aufregung: auf einer Satireseite konnte man seine Blog-URL angeben und es wurde eine Fake-Sperrung durch das Innenministerium generiert.

Natürlich war dieses ulkige Angebote nicht nach dem Geschmack des Ministeriums und ganz gewaltig dürfte es unserem Herrn Schäuble gestört haben. Also ging man ganz bürokratisch mit dem Problem um: es wurde der Hoster kontaktiert und die Seite aus dem Netz genommen. Ganz einfach. Keine Spuren, keine Sauerei. Eher eine unverschämte Frechheit. Und geäußert hat sich zu diesem Schritt auch noch niemand.

Aber immerhin können wir froh sein, dass wir in Deutschland noch eine (unbestechliche) Demokratie haben. In anderen Ländern werden Regierungsgegner in "Schutzhaft" genommen, eiskalt von irgendwelchen Killerkommandos abgemetzelt oder mundtot gemacht.

Abschreckungspotenzial für Nachahmer: riesig. Entspricht der Ideologie einer Demokratie: NEIN.

Also besinnen sich die Politiker (der Wahlkampf ist schon im vollen Gange) und brüten eine Idee aus: DNS-Sperren. Das muss es sein. Oder doch nicht? Das Landgericht Hamburg urteilte in einem ähnlichen Prozess, dass die DNS-Sperre leicht zu umgehen sind und ein solches Verfahren nur zum Nachteil des Providers ist. Warum die Bundesregierung aber nicht auf die Wählerschaft (Petition mit über 67.000 Unterschriften) und die Experten hört, ist mir unbegreiflich.

Schaltet euren Verstand ein und berücksichtigt das Grundgesetz: Meinungs- und Informationsfreiheit...

Beiträge zu diesem Thema:

BasicThinking

Stadt-Bremerhaven
Zweipunktnull
Heise Online

6Mai/090

Facebook & Holocaustleugner

Casi von Zweipunktnull hatte das Thema ja schon mal angerissen: auf Facebook tümmeln sich rechtsradikale Gruppierungen. Selbstverständlich ist, dass sich im zweitgrößten sozialen Netzwerk auch einige "schwarze Schafe" versammeln. Kontrollieren und verhindern kann man das aber nicht. Und es ist auch nicht notwendig. Allerdings geht das nur solange gut, bis sich jene Interessengemeinschaft lautstark und öffentlich über ihre politischen Ansichten auslässt. Im Fall von rechtsradikalen Gruppen, die sich unter Gruppen namens "Holocaust: eine Serie von Lügen" oder "Holohoax" formieren, müssten die Betreiber von Facebook aber schnellstens eingreifen und die Gruppen samt Mitgliedern verwarnen beziehungsweise löschen. Denn in den AGBs steht drin,

facebook-agb

und in Deutschland ist die Holocaustleugnung ein Strafbestand. Aber bei Facebook regt sich nichts. Niemand wird verwarnt, keine illegalen Gruppen werden gelöscht. Einfach nichts. Und das darf einfach nicht sein. Brian Cuban hat sich diesem Problem angenommen und etwas auf seinem Blog geschrieben (auf Englisch :P ). Weitere Informationen zu diesem Thema bei Zweipunktnull.

4Mai/090

Petition gegen Filtergesetz

Bei Zweipunktnull lautet die Überschrift zu diesem Thema passend "Unterschreibt!!". Und genau das sollte auch jeder machen, dem ein freier Informationsaustausch und -fluss im Internet wirklich am Herzen liegt. Das geplante Gesetz sieht vor, dass das BKA zukünftig fremde Webinhalte kontrolliert, einstuft und gegebenenfalls auch sperrt.

Bis dato haben sich vor allem Internet-Experten und Datenschützer negativ zu dieser "All-in-One-Komplett"-Lösung geäußert, da der resultierende Schaden größer sein kann als der Nutzen und die Lösung nicht wasserdicht ist - mit einfachsten Mitteln ist diese Sperrung zu umgehen. Auch einige Politiker schalten sich jetzt ein und äußern erste Zweifel über die juristische Tragbarkeit dieses Gesetzes.

...die Regelung von Medieninhalten liegt [...] in der Gesetzgebungskompetenz der Länder.

Und das BKA untersteht ja nicht den Ländern, sondern dem Bund. Erst wenn es um die Abwehr von terroristischen Anschlägen und den Kampf gegen kriminelle Organisationen geht, die das Gemeinwohl des deutschen Staates beeinträchtigen könnten, schaltet sich der Staat ein.

Während die eine politische Seite dieses Gesetz als Erfolg im Kampf gegen organisiertes Verbrechen und Kindesmissbrauch feiert, wirft die Gegenseite ihr "Schleimerei" gegenüber der Wählerschaft vor.

Und so sehe ich das auch. Der Missbrauch von Kindern und die Verbreitung von kinderpornographischen Material müssen auf jeden Fall unterbunden und die Hintermänner bestraft werden. Ferner muss man über eine andere Vorgehensweise im Kampf gegen diese Kriminalität nachsinnen, ohne aber dass allgemeine Wohl der deutschen Staatsbürger einzuschränken. Jeder hat ein Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit - solange niemand anderes zu Schaden kommt - das steht zumindest im Grundgesetz ;)

Und deshalb fordere ich alle Leser auf, die Petition gegen das Filtergesetz zu unterzeichnen. Eben anmelden/registrieren und fertig.

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