Kino.to und das immerwaehrende Problem
Für mich ist es eigentlich Usus, wenn ich mich hier im Blog schriftlich über eine "Sache" jeglicher Couleur auslasse, zur Auflockerung auch ein paar multimediale Elemente einzubringen. Im Fall von kino.to, dessen Internetseiten gestern zwangsweise vom Netz genommen worden waren, war es leider erst mal nicht möglich. Heute Morgen habe ich dann einen erneuten Anlauf gewagt und siehe da, der schön aufgemachte Hinweis der Kriminalpolizei schmückte wieder die Startseite.
Der neue JMStV – Deutschland wird zur Blogfalle
Wir Deutschen sind speziell. Besonders wenn es um politische Kreativität und Entscheidungen geht, die das eigene Volk einschränken. Da war beispielsweise der Geistesblitz der ehemaligen Familienministerin Ursula von der Leyen, die die Kinderporno-Sperre gegen die Einwände vieler Experten durchbringen wollte, oder die Vorratsdatenspeicherung, die im März dieses Jahres vom Bundesverfassungsgericht gekippt wurde.
Google gewährt Nutzern mehr Privatsphäre
Ich vermute mal, jeder von uns hat sich schon einmal mit dem Suchmaschinenanbieter Google auseinandergesetzt. Sei es nun mit einem der unzähligen (kostenlosen) Dienste, beispielsweise der Suchmaschine, oder mit dem leidigen Datenschutz-Thema. Was in Deutschland und anderen europäischen Ländern mit Argusaugen kontrolliert wird, wird in den USA meist mit Füßen getreten. Und gerade diese nachlässige Datenschutz-Politik und Sammelgier ist vielen Menschen ein Dorn im Auge.
Via Facebook ins Gefängnis
Der Titel ist sehr leicht dahergesagt, aber für eine 18-jährige Britin wird der Gang ins Gefägnis nun Realität. Keeley Houghton hatte mit Emily Moore eine knapp vier Jahre anhaltende Auseinandersetzung, die letztlich darin mündete, dass die Britin auf ihrem eigenen Facebook-Profil eine Morddrohung verfasste - an Emily Moore adressiert.
Keeley wird die Schlampe umbringen.
Für das Gericht in Worcester war diese Drohung ausschlaggebend für das Strafmaß von drei Monaten Haft. Schon im Vorhinein wurde Keeley Houghton wegen solcher Äußerungen, die sie online gestellt hatte, verurteilt. Jedoch konnte sie sich mit dem Argument, angetrunken gewesen zu sein, der Verurteilung entziehen.
Keine Gnade für UFO-Hacker
Nach derzeitigem Stand sieht es für den UFO-Hacker Gary McKinnon sehr sehr schlecht aus. In den Jahren um die Jahrtausendwende soll der unter dem Namen "Solo" operierende McKinnon in die Computernetze der US Army (1997), der Nasa (2001) und des Pentagon (2002) eingedrungen sein und einen enorm hohen Schaden verursacht haben. Alleine seine akribische Suche nach der Existenz von UFOs soll den US-Haushalt 700.000 Dollar gekostet haben. Problematisch: Nach dem 11. September verschärften die USA ihre Gesetze und die Richter ihre Moral (wenn man denn davon sprechen möchte), härter durchzugreifen. Kurz gesagt: McKinnon drohen jetzt mal eben 70 Jahre Haft - schon fast die Hälfte der 150 Jahre Haft, die der Milliardenbetrüger Madoff formal absitzen muss. Witzlos....
Internet entscheidet über Wahlen
Eines ist sicher: das Internet ist spätestens seit Barack Obamas Siegeszug nicht mehr von der politischen Bühne wegzudenken. Es gibt zwar einige Ausnahmen, bei denen sich die Internet-Affinität nicht bewähren konnte (Thomas Schäfer-Gümbel), aber die darf man ruhig für einen Moment mal ausblenden.
Im World Wide Web informiert sich der gegenwärtige Mensch über fast alle Themengebiete: Hausaufgaben werden dank Wikipedia zu einer wahren "Kurzarbeit", Angela Merkel lässt in ihren eigenen Podcasts wissen, was sie bewegt und welche Ziele sie sich für ihre Legislaturperiode gesetzt hat und ca. ein Drittel der Bundesbürger informiert sich auch im Internet über das Wahlprogramm und die Interessen der politischen Parteien. Ein Drittel, das sind ca. 27,3 Millionen Menschen (wenn man von 82 Mio Wahlberechtigten ausgeht).
Jetzt wird auch offensichtlich, warum fast überall die Internetpräsenz deutlich angekurbelt wird: wer als Politker keinen Online-Auftritt unterhält, muss mit einem deutlichen Wählerstimmen-Einbruch für seine Partei rechnen (ausgenommen sind politische Systeme wie Dikataturen und Schein-Demokratien). Schließlich ist es für Politik-Laien heutzutage nicht mehr einfach, sich im politischen "Versprechen-Dschungel" zurecht zu finden. Regierung und Opposition versprechen die kuriosesten Dinge und dementieren diese später wieder....
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Online Petition gegen “Killerspiele”-Verbot nun gültig
Nicht lange ist es her, da waren berichteten die Medien fast ununterbrochen von einer geplanten Verabschiedung eines Gesetzes, welches die sogenannten "Killerspiele" in Deutschland gänzlich verbieten und vom Markt räumen sollte.
Kein Wunder, dass viele Bürger sich damit in ihren Rechten verletzt sahen und so wurde prompt eine Petition gegen die Verabschiedung des geplanten Gesetzes an den Bundestag gestellt.
Damit die Petition überhaupt erst einmal akzeptiert wird, mussten 50.000 Stimmen online gesammelt werden.
Dieses Grenze wurde nun vor wenigen Tagen erreicht und somit ist der Bundestag quasi gezwungen, sich mit diesem Einwand auseinanderzusetzen.
Wann mit der Überprüfung begonnen wird ist unbekannt. Desweiteren ist der Ausgang dieses Verfahrens abzuwarten.
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Fortschreitende Verbreitung des PEGI-Standards
Ein jeder kennt vermutlich die (bunten) Symbole, die die Verpackungen von Filmen und Videospielen verzieren.
Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um die sogenannten verschiedenen Einstufungen der Altersfreigabe.
Bis vor einigen Jahren, hatte so gut wie jedes Land in der E.U. seine eigenen Richtlinien für die Altersfreigabe, doch diese werden immer mehr in dem europaweit-gültigen PEGI-Standard vereinheitlicht.
Als letztes Land stieg England auf PEGI um und verabschiedete sich somit von seiner alten BBFC-Altersfreigabe (British Board of Film Classification).
Bis auf Portugal und Deutschland haben sich alle anderen Länder schon dem neuen System angepasst, warten wir mal ab, wie lange es noch dauert, bis auch bei uns dieser Standard eintrifft.
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Facebook wird gesperrt
Politiker, Parteien und andere Interessenverbände eröffnen seit geraumer Zeit ihre eigenen (Fan-)Gruppen, um sich mit ihren Sympathisanten über bestimmte Thematiken austauschen und einen Online-Wahlkampf a la Barack Obama führen zu können, einen sogenannten Web2.0-Wahlkampf.
Dem radikalen Präsidenten Ahmadinedschad gefällt diese Strategie drei Wochen vor dem Wahlkampf gar nicht und so lässt er Facebook für seine Landsleute sperren. Es ist also derzeit nicht ohne Hilfsmittel möglich, die schnell wachsende Online-Plattform im eigenen Browser zu öffnen. Ahmadinedschad erklärte, dass sein Herausforderer Mussawi für das Amt des Regierungschefs "die iranische Nation in beispielloser Weise gedemütigt" habe, indem er Zugeständnissen an den Westen mache.
Die Betreiber von Facebook bezeichnen diesen Schritt als herbe Enttäuschung, weil die Annäherung der Bevölkerung ans Internet als Informationsquelle einfach unterbrochen wurde. Auch die deutschen sozialen Netzwerke wie wer-kennt-wen und studiVZ öffnen sich politischen Gruppierungen und anderen Interessenvertretungen und handeln manchmal zu lässig. So geht beispielsweise Facebook im Kampf gegen "braune Soße-" Gruppen sehr "gemäßigt" vor; viele von ihnen sind schon vom Namen her eindeutig als solche auszumachen, trotzdem passiert an dieser Stelle sehr wenig bis gar nichts.
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Du bist… Was bist du eigentlich?
Ihr habt doch bestimmt schon von der Neuinterpretation der Kampagne "Du bist Deutschland" gehört, oder nicht? Vor einigen Jahren strahlten die Fernsehanstalten während ihrer Werbezeit regelmäßig einen etwas längeren Clip aus, der sich mit der Integration und Identifikation der deutschen Bürger mit ihrem Land auseinandersetzte. Natürlich haben sich auch einige kreative Nachahmer gefunden und sich einen Spaß daraus gemacht.
Das neuste Projekt heißt "Du bist Terrorist" und trifft Deutschlands wunden Punkt der Bürokratie und des Sicherheitswahns. Die Aussage lautet im Video dementsprechend: Jeder deutsche Bürger ist ein latenter Terrorist und muss durch strenge Sicherheitsmaßnahmen und ständige Kontrollen jederzeit überwacht werden.
Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.
Auf Youtube gibt es dann die weniger ernst gemeinten Auslegungen:
Du bist Deutschland


